Geschenk der Kieler Rotary-Clubs
Das "TastMal!" ist eine schlanke Skulptur von 2,5 m Höhe, bestehend aus vier 0,5 m großen Bronzewürfeln mit den Negativdurchbrüchen der Buchstaben K I E L, platziert auf einem Steinsockelwürfel gleicher Größe. In den Buchstabendurchbrüchen und auf den Außenflächen befinden sich Informationstafeln zu Kiel und seiner Geschichte sowie zur wirtschaftlichen geographischen Einbindung, die so mit Reliefs, Blinden- und lateinischer Schrift gestaltet sind, dass sie sowohl visuell als auch tastend erfasst werden können.
Das Einzigartige dieses Informations- und Kunstwerkes ist sein „sozialer Charakter“ - die Stele wird sowohl für Sehende wie auch für Blinde und Sehbehinderte erkennbar bzw. ertastbar sein. Die Stele ist dabei nicht nur Informationsmal, sondern darüber hinaus ein ästhetisches Angebot. Das Tastmal ist die bundesweit wohl größte ästhetisch-skulpturale Arbeit für Menschen mit visuellen Behinderungen. Das öffentliche Bewusstsein für deren Lebenssituation kann und soll das Werk schärfen.
Das "TastMal!" ist ein gemeinsames Projekt der vier Kieler Rotary Clubs, der Rotary-Hilfe Kiel, des Inner Wheel Clubs Kiel und Rotaract Kiel. Sie schenken es ihrer Stadt anlässlich der Feierlichkeiten des hundertjährigen Jubiläums von Rotary International und übergeben die Stele am 11. Februar 2005 im Kieler Hauptbahnhof der Öffentlichkeit.

Der Bildhauer Jörg Plickat konzipierte und schuf in ständigem Kontakt mit Vertretern des Blinden- und Seh-
behinderten-
vereins Schleswig-Holstein e.V. (BSVSH) und ehrenamtlich unterstützt durch zahlreiche Rotarier die speziell auf die Anforderungen von Blinden und Sehbehinderten ausgerichtete Informationsskulptur.
Die Deutsche Bahn AG stellt den hervoragenden Standort im Kieler Bahnhof zur Verfügung und betreut das Tastmal auf Dauer. Die Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein hat die Vorstudien zum Tastmal finanziell unterstützt, das Sozialministerium Schleswig-Holstein finanzierte die Anbindung des Projektes an das Blindenleitsystem und eine besondere Beleuchtung für Sehbehinderte, und zahlreiche weitere Sponsoren aus Wirtschaft und Gesellschaft haben dankenswerterweise zu diesem Projekt beigetragen.


