

Die Erneuerung der Nordmole im Olympiahafen Schilksee begann mit dem offiziellen ersten Rammschlag am 7. November 2005. Die alten Spundwände aus dem Jahre 1972 und der daran anschließende, 1973 gebaute Auslaufkanal für Fuhlensee und Schilkseer Au wurden grundlegend instand gesetzt. Zur Kieler Woche 2006 stand das gesamte Bauwerk den Seglern als Anlegesteg wieder zur Verfügung.
Die Kosten der Nordmolenerweiterung in Höhe von rund 1,6 Millionen € haben gemeinsam die Landeshauptstadt Kiel und die Sporthafen Kiel GmbH getragen.
Durch diese Investition ist der Olympiahafen Schilksee aufgewertet worden und hat an Attraktivität für alle Segelsportbegeisterte gewonnen.
Für Besucherinnen und Besucher bietet die Nordmole einen herrlichen Ausblick auf die Kieler Förde.
Altes Bauwerk und Daten zur Baumaßnahme
Die Hafeneinfassung Nord des Sporthafens Kiel-Schilksee wurde zu den Olympischen Spielen 1972 errichtet. Im Zuge der Segelwettbewerbe entstand im Norden ein zusätzliches Becken in Form einer Spundwand mit parallel verlaufendem Holzsteg und einer schützenden Steinmole vor der offenen See. Die nördliche Hafeneinfassung erstreckt sich auf ca.180 Metern Länge und ist gleichzeitig Wellenschutzwand und Zugangssteg zu den Sportbooten. Lage und Richtung des Bauwerkes wurden durch die unmittelbar nördlich gelegenen Ausläufe des Fuhlensees und der Schilkseer Au bestimmt.
Nach Fertigstellung der Nordmole zeigte sich, dass bei bestimmten östlichen Winden der Steg überspült wurde. Darüber hinaus befürchtete man durch die Erweiterung Sandablagerungen und somit einen eingeschränkten Ablauf der Ausläufe. Ein Jahr später, 1973, entstand aus diesen Gründen die Verlängerung der Ausläufe in Form eines Kanals. Das Auslaufbauwerk wurde durch eine zusätzliche Spundwand im Abstand von drei Metern parallel zur Nordmole mit einer Abdeckung aus Betonfertigteilen hergestellt. Die Hafeneinfassung Nord und das Auslaufbauwerk bilden somit ein gemeinsames, nicht zu trennendes Bauwerk.
Das Gesamtbauwerk hatte aufgrund der zahlreichen Korrosionsschäden das Ende der Nutzungsdauer erreicht. Eine Erneuerung der Konstruktionen war notwendig. Folgende Neubaukonstruktion (Sondervorschlag der Firma Hirdes) ist 2005/2006 realisiert worden:
Beidseitig des Auslaufkanals sind neue Wandkonstruktionen aus Stahlträgern und Fertigteilen mit Ortbetonverguss entstanden. Eine neue Ortbetonplatte wurde auf die vorhandenen Betonfertigteile betoniert. Sie bildet gleichzeitig den neuen Zugangssteg. Auf der nördlichen Seite schließt das Bauwerk mit einer Wellenschutzwand aus Stahlbetonfertigteilen ab. Im Zuge der Baumaßnahme entstand eine neue Treppenanlage mit einer zusätzlichen Rampe.
Die Ausstattung entspricht dem heutigen Stand der Technik mit Verteilerkästen für Strom und Wasser, Sicherheitseinrichtungen, Pollern und Lautsprechern. 3,50 Meter hohe Lampenmasten beleuchten die Mole.