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Förde Sparkasse übergibt Stadtgalerie Kiel
Installation von Raffael Rheinsberg als
Dauerleihgabe

735/25. Oktober 2013/cs

Der in Kiel geborene Künstler Raffael Rheinsberg ist in diesem Jahr 70 Jahre alt geworden. Anlässlich seines Geburtstages erwarb die Förde Sparkasse die Arbeit „Stadt-Teile“ aus dem Jahr 1984, eine der bedeutenden Bodenarbeiten des Künstlers. Die Arbeit besteht aus hunderten von Blei-Lettern, die zu einem großen Feld auf dem Boden arrangiert werden. Götz Bormann, Vorstandsvorsitzender der Förde Sparkasse, hat das Kunstwerk der Stadtgalerie Kiel am Freitag, 25. Oktober, als Dauerleihgabe übergeben.

„Die Förderung von Kunst und Kultur ist ein Teil unseres gesellschaftlichen Engagements und wir haben bereits verschiedene Kunstwerke norddeutscher Künstler erworben. Da darf ein Werk des wohl prominentesten Kieler Künstlers nicht fehlen.“, erläutert Götz Bormann, Vorstandsvorsitzender der Förde Sparkasse.

Stadtgaleriedirektor Wolfgang Zeigerer freut sich über die Dauerleihgabe: „Dieses Jahr entpuppt sich für Kiel als ein wahres Rheinsberg-Jahr. Im März ist der Künstler 70 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass war im Flandernbunker eine groß angelegte Ausstellung mit Rheinsberg-Installationen zu sehen. Heute übergibt uns die Sparkasse eine der bedeutenden Bodenarbeiten des Künstlers als Dauerleihgabe. Das ist ein großes Glück für uns, denn die Arbeit ,Stadt-Teile‘ aus dem Jahr 1984 ergänzt hervorragend die weiteren Leihgaben von Rheinsberg-Arbeiten in unserer Sammlung.“

 Im Jahr 1993 erwarb die Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein die Installation „Koffermauer“, die Rheinsberg in den Jahren 1976 und 1977 geschaffen hatte.Bleilettern auf weißer Platte Die „Koffermauer“ war zur Ausstellung zum 25-jährigen Bestehen der Stadtgalerie erstmals wieder seit der großen Rheinsberg-Retrospektive im Jahr 2003 zu sehen. Derzeit ist sie in der Heinrich-Ehmsen-Stiftung der Stadtgalerie in der Ausstellung „Nachkriegszeiten“ aufgebaut. Die zweite Arbeit von Rheinsberg, die von der Stadtgalerie aufbewahrt wird, ist die Arbeit „Hammerköpfe“ aus dem Kunstbesitz des Landes Schleswig-Holstein.

Detail der Installation Stadt-Teile
von Raffael Rheinsberg aus dem Jahr 1984

 

 

Der 1943 in Kiel geborene Raffael Rheinsberg hat nach einer Lehre als Former und Gießer von 1973 an in Kiel an der Fachhochschule für Gestaltung (heute Muthesius Kunsthochschule) studiert. Rheinsberg erhielt 1979 ein Stipendium des Landes Schleswig-Holstein für das internationale Künstlerhaus Bethanien. Seither lebt und arbeitet er in Berlin. Seit einigen Jahren lebt Rheinsberg in Forst, einem Dorf im Hunsrück. 1988 erhielt Rheinsberg den Kulturpries der Landeshauptstadt Kiel, 1994 den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein.

Die Arbeitsweise von Raffael Rheinsberg erinnert an einen Archäologen oder einen Spurensicherer des Alltags. Er trägt Fundstücke zusammen: Weggeworfenes, Liegengelassenes, Übersehenes. In seinen Kunstwerken stellt er diese Gegenstände in einen völlig neuen und oftmals überraschenden Kontext.
 

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