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Ratsversammlung ehrt Dr. Jens Rönnau
mit Andreas-Gayk-Medaille

828/20. November 2014/cs

Die Kieler Ratsversammlung hat dem Kulturpädagogen, Kunsthistoriker und Journalist Dr. Jens Rönnau am Donnerstag, 20. November, die Andreas Gayk Medaille verliehen. Ausgezeichnet wurde Rönnau für sein großes Engagement bei der Bewahrung von Mahnmalen und deren Einordnung in die historischen und stadtgeschichtlichen Ereignisse sowie deren kulturpädagogischer Vermittlung. Stadtpräsident Hans-Werner Tovar dankte dem Preisträger in seiner Laudatio für seinen unermüdlichen Einsatz für das Bewahren und Erinnern: „Ihr Engagement für die Geschichte, Kultur und Kunst unserer Stadt ist einzigartig. Sie lassen Ihre Mitmenschen an Ihrem Wissen teilhaben und geben es weiter. Sie erinnern. Sie lassen verstehen. Sie öffnen uns die Augen. Sie haben die Erinnerungskultur in Kiel neu belebt. Sie legen den Finger in die Wunde der Geschichte – das ist unangenehm – das tut weh – aber es ist notwendig“.

Oberbürgermeister Kämpfer, Dr. Jens Rönnau und Stadtpräsident Hans-Werner Tovar bei der Verleihung
Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Stadtpräsident
Hans-Werner Tovar verleihen Dr. Jens Rönnau
die Andreas-Gayk-Medaille
Der 1958 in Kiel geborene Dr. Jens Rönnau studierte Kunstgeschichte, Pädagogik, Volkskunde und Philosophie in Kiel und Berlin. Seine Doktorwürde erlangte er im Jahr 2013 mit einer Dissertation über den Kieler Künstler Raffael Rheinsberg.

Im Jahr 1995 gründete Dr. Jens Rönnau zusammen mit Kieler Bürgerinnen und Bürgern den Verein „Mahnmal Kilian e.V.“, um die Ruine des U-Boot-Bunkers „Kilian“ auf dem Kieler Ostufer als Mahnmal aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu erhalten. 1999 nahm Rönnau, der seit der Gründung Vorsitzender des Vereins ist, für das Engagement des „Mahnmal Kilian e.V.“ den Deutschen Preis für Denkmalschutz entgegen.

2001 erwarb der Verein den sogenannten Flandernbunker, einen ehemaliger Marine-Hochbunker am Tirpitzhafen. Der Verein „Mahnmal Kilian e.V.“ hat diese Kriegsruine als Ort der Bildung und der Völkerverständigung etabliert. Sie ist Bildungs-, Kultur- und Gedenkstätte für Besucherinnen und Besucher und dient als Ausgangspunkt für anschaulichen Geschichtsunterricht.

Weiter ist Dr. Jens Rönnau Mitbegründer eines Kriegszeugenprojektes. Ziel dieses Projektes ist es, das Wissen einer Generation, die die Schrecken eines Weltkrieges noch aus eigener Anschauung kennt, für die Nachwelt zu erhalten, damit dieses Wissen und die Erfahrungen nicht verloren gehen.

Die Landeshauptstadt Kiel verleiht die Andreas-Gayk-Medaille an Kielerinnen und Kieler, die sich in außergewöhnlicher Weise um die Stadt verdient gemacht haben. Sie ist neben der Ehrenbürgerschaft, dem Kulturpreis und dem Wissenschaftspreis die höchste Auszeichnung der Landeshauptstadt Kiel.
 

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