Ausstellung Schiffahrtsmuseum

Walfang im Eismeer

Sonntag, 28.2.2010, bis Montag, 24.5.2010

J. Leihamer, Eckernförder Buckelwal, 1766
J. Leihamer, Eckernförder Buckelwal, 1766

Ob als Lieferant von Tran, Fleisch oder Fischbein, als Stoff für Mythen und Romane oder als Symbol der Umweltbewegung: Wale faszinieren die Menschen seit Jahrhunderten. Eine große Sonderausstellung im Kieler Schifffahrtsmuseum widmet sich diesem spannenden Kapitel der Kultur- und Seefahrtsgeschichte. In Kooperation mit dem Zoologischen Museum der Kieler Universität informiert die abwechslungsreiche Schau über das Leben und Verhalten der Wale und gewährt Einblicke in die Geschichte des Walfangs, in Leben und Arbeiten auf den Walfangschiffen und in den Wandel der Fangtechnik. Zu sehen ist auch die beeindruckende Vielfalt der Produkte, die aus dem Wal gewonnenen wurde und den Fang zu einem einträglichen Wirtschaftszweig werden ließ.
Hauptattraktion der Ausstellung ist das Skelett eines 20 Meter langen Finnwales, der 1984 vor der Hamburger Hallig gestrandet war. Die originalgetreue Rekonstruktion eines kleinen Walfangbootes, ausgestattet mit Harpunen und anderen Gerätschaften, macht augenfällig, wie mühselig und gefährlich einst die Jagd auf den Wal war. Davon zeugen auch zahlreiche Gemälde, Grafiken und Dokumente in der Ausstellung. Schiffsmodelle, Dioramen und Alltagsgegenstände aus Walfängerfamilien ergänzen die Schau und machen 400 Jahre schleswig-holsteinische Walfanggeschichte lebendig.
(Abb. Museum Eckernförde)

Eröffnung: Sonntag, 28. 2., 11.30 Uhr
umfangreiches Begleitprogramm mit Filmen, Vorträgen, Gesprächen mit Zeitzeugen und Musik (vgl. Veranstaltungen)



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