Landeshauptstadt Kiel Wappen der Landeshauptstadt Kiel

Stadt- & Schifffahrtsmuseum

Stadtgeschichtlicher Bestand

Adolf Lohse: Am Strand von Ellerbek, Öl auf Leinwand, 1864
Adolf Lohse: Am Strand von Ellerbek,
Öl auf Leinwand, 1864

Die Gemäldesammlung und die grafische Sammlung des Museums zeigen schwerpunktmässig Stadtansichten verschiedener Epochen, Motive mit stadtgeschichtlichen Bezügen oder Bilder von Malern, die in Kiel tätig waren. Darunter befinden sich beispielsweise Gemälde von Ernst Wolperding, Georg Burmester, Hans Olde, Friedrich Missfeldt, Werner Lange oder Harald Duwe. Nennenswert ist der Bestand an Druckgrafik mit Kiel-Darstellungen aus preussischer Zeit. Eine Plakatsammlung umfasst politische Propaganda, Parteienwerbung, Städtereklame und Kieler-Woche-Plakate.

Kieler Fayencemanufaktur: Potpourrivase, 1763 bis 1787
Kieler Fayence-
manufaktur:
Potpourrivase,
1763 bis 1787

Ein Bestand an Fayencen repräsentiert die Tradition der Kieler Keramikproduktion mit einigen Stücken aus dem 18. Jahrhundert und mit einer grossen Zahl an Kieler Kunstkeramik aus den 1920/30er Jahren.

Verschiedenste Objekte der Sachkultur dokumentieren den Wandel des öffentlichen Lebens in der Stadt und der privaten Alltagskultur seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Darunter sind zahlreiche Kiel-Souvenirs und persönliche Erinnerungsstücke, aber auch Möbel, Kleidung, Hausrat und Arbeitsgerät.

In den 1980er Jahren wurde eine umfangreiche Sammlung an industriellen Werkzeugen und Werft- und Fabrikausstattungen angelegt, ergänzt durch Werkstatt- und Ladeneinrichtungen aus Handwerk und Einzelhandel des 20. Jahrhunderts. Zu nennen sind u. a. eine Glühlampen- und eine Süßwarenfabrik sowie das vollständige Inventar des Gaardener Schreibwarenladens Volbehr.

Für seine Ausstellungen und Publikationen kann das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum auf die reichhaltige Fotosammlung des Stadtarchivs zurückgreifen, die dort auch anderen Interessierten zugänglich ist. Hauptbestandteil der Sammlung sind die Negativbestände der Kieler Pressefotografen Friedrich Magnussen und Hermann Nafzger mit mehreren hunderttausend Fotos von gesellschaftlichen und politischen Ereignissen sowie vom Alltagsleben in der Stadt während der Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre. Sie zeigen Wiederaufbau und Wirtschaftswunder und immer wieder die Kieler Woche als werbendes Aushängeschild der Stadt.

Autorennen in Kiel 1951
Autorennen in Kiel 1951

Eine spezielle Sammlung aus dem Nachlass der Fotografin Erika Haendler-Krah widmet sich dem Kieler Theater und seinen Aufführungen. Die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg in Kiel wird vor allem in den Bildern von Ferdinand Urbahns dokumentiert, und aus der Wilhelminischen Ära liegen Fotos von verschiedenen Kieler Fotografen vor, die den rasanten Wandel des Stadtbilds um 1900 festhalten. Das Fotoarchiv hat das historische Material teilweise mit modernsten Reproduktionstechniken bearbeiten und Diavografien herstellen lassen, die in grossen Formaten eine detailgenaue Wiedergabe für Ausstellungszwecke ermöglichen.

Die Sammlung umfasst neben Fotonegativen und Papierabzügen auch einen umfangreichen Bestand an Postkarten aus Kiel und Umgebung. Seit einigen Jahren ist ausserdem eine Mediensammlung mit historischen Filmen und Tondokumenten im Aufbau, um die Museumspräsentationen audiovisuell zu ergänzen. Es handelt sich um Werbefilme der Stadt oder Pressematerial und private Aufnahmen, die einen lebendigen Eindruck der Kieler Geschichte vermitteln.