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Wissenschaftspreis 2009

Prof. Dr. Friedhelm Taube und PD Dr. Konstantin Khalturin

Prof. Dr. Friedhelm Taube
Prof. Dr. Friedhelm Taube

Der Wissenschaftspreis der Landeshauptstadt Kiel wird 2009 geteilt und zwei Naturwissenschaftlern verliehen. Sie werden für hervorragende Leistungen geehrt, die weit über die Grenzen Kiels hinausweisen.

Professor Dr. Friedhelm Taube, geboren 1955 in Rehren/Niedersachsen, studierte Agrarwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Nach Promotion und Habilitation am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung lehrte er an der Fachhochschule Kiel. 1995 wurde er Professor an der Christian-Albrechts-Universität und Direktor des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung. Seit 1997 ist er zudem wissenschaftlicher Leiter des Forschungsschwerpunktes „Ökologischer Landbau und extensive Landnutzungssysteme“. 2002 bis 2004 war er Dekan der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät, 2006 bis 2008 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften. Professor Taube ist es in eindrucksvoller Weise gelungen, internationale Spitzenforschung in Kiel mit einem hohen Maß an Realitätsbezug und Praxisrelevanz zu verbinden. Besonders bemerkenswert sind seine Arbeiten zur Entwicklung umweltfreundlicher Landnutzungssysteme unter Be-rücksichtigung des ökologischen Landbaus. Damit schafft er nicht nur einen Nutzen für die schleswig-holsteinische Landwirtschaft, sondern trägt auch zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum bei.
Prof. Taube lebt mit seiner Familie in Kirchbarkau, liebt Musik von Bruce Springsteen und engagiert sich sozial im Rahmen von Rotary.

PD Dr. Konstantin Khalturin
PD Dr. Konstantin Khalturin

Privatdozent Dr. Konstantin Khalturin wurde 1976 in St. Petersburg/Russland geboren und studierte dort Biologie. 2000 kam er nach Kiel, um am Zoologischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu promovieren. 2003 wurde er mit dem Fakultätspreis für die beste Doktorarbeit ausgezeichnet, Anfang 2009 habilitierte er sich im Alter von nur 32 Jahren. Als Privatdozent ist er weiterhin am Zoologischen Institut der Christian-Albrechts-Universität tätig. Dr. Khalturin kann bereits auf 20 Veröffentlichungen und Forschungsaufenthalte in Schweden, Norwegen, Israel und den USA zurückblicken. Seine wissenschaftlichen Arbeiten in der molekularen Evolutionsforschung, insbesondere über die sogenannten „neuen“ oder „verwaisten“ Gene finden internationale Beachtung. Er gilt als hervorragender junger Forscher mit großem Zukunftspotential.