Medienarchiv
Das umfangreiche Medienarchiv des Stadtarchivs Kiel gehört zu den größten kommunalen Fotosammlungen Deutschlands. Es wurde seit den 1970er Jahren systematisch gemeinsam mit der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte aufgebaut. Es enthält Lichtbilder, Negative, Dias, Postkarten, Filme und Tondokumente und wird auf insgesamt etwa zwei Millionen Aufnahmen geschätzt.
Ein Beispiel aus der Postkartensammlung:
Kieler Rathaus um 1915
Das Medienarchiv sichert und verwaltet neben einer Fotosammlung umfangreiche städtische Bildbestände und Bildnachlässe von Fotografen. Da es sich weitgehend um Negativbestände handelt, ist eine Benutzung nur auf Absprache möglich.
Digitale Reproduktionen können nach den Bestimmungen der Benutzungs- und Gebührensatzung bestellt werden, sofern keine Urheber- oder Persönlichkeitsrechte verletzt werden.
Fotosammlung
Etwa 50.000 Lichtbilder, thematisch geordnet, dokumentieren Kiels Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert: Stadtansichten, Stadtteile, Straßen und Plätze, Kirchen und Friedhöfe, Rathäuser, Theater, Polizei, Post, Feuerwehr, Militärbauten, Museen, Universität, Krankenhäuser, Schulen, Versorgungsbauten, soziale Einrichtungen, Parks und Gärten, Geschäftsbauten, Handel/ Handwerk, Verkehr, Hafen, Werften, Schifffahrt, Personen, Kieler Woche, Chronik und Kieler Umgebung.
● Benutzbar über Findordner im Lesesaal
Alben-Sammlung
In über 300 Fotoalben werden die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Aspekte der Stadtgeschichte Kiels und seiner Umgebung von 1847 bis 1992 dokumentiert.
● Benutzbar über Findliste im Lesesaal
Postkarten-Sammlung
Über 4000 thematisch geordnete Postkarten dokumentieren in zahlreichen Ansichten die Veränderungen des Kieler Stadtbilds.
● Benutzbar im Lesesaal
Städtische Lichtbildstelle des Baudezernats
Ca. 8.000 Glasplatten, 18.000 Dias und 105.000 Negative der städtischen Lichtbildstelle.
● Benutzung auf Absprache
Bildnachlass Wilhelm Schäfer (1872-1948)
Wilhelm Schäfer:
Schlachtschiff Bismarck, 1940
Der Marinefotograf Schäfer dokumentierte umfassend Kriegsschiffe der Königlich Preußischen Marine (ab 1848-1871), der Kaiserlichen Marine (1871-1918), der Reichsmarine (1922-1935) und der Kriegsmarine (1935-1945). So entstanden etwa 6.000 Aufnahmen, die einen bedeutenden Fundus zur Marinegeschichte und zum Kriegsschiffbau in Deutschland darstellt.
● Benutzung auf Absprache über Computer-Arbeitsplatz im Lesesaal
Bildnachlass Erika Haendler-Krah (1893-1979)
Erika Haendler-Krah:
"Geisterliebe", 1971
Für das Kieler Stadttheater als Fotografin tätig, dokumentierte Erika Haendler-Krah die Theaterproben der verschiedenen Spielzeiten des Opernhauses, des Schauspielhauses, sowie in Ausschnitten des Landestheaters und der Niederdeutschen Bühne. Darüber hinaus porträtierte sie Schauspielerinnen und Schauspieler und anderen Persönlichkeiten des Kieler Theaters: ein einzigartiger Fundus zur Kieler Theatergeschichte mit etwa 10.000 Negativen und mehr als 5.000 Fotos (1944-1977).
● Benutzung auf Absprache
Bildnachlass Ottilie Zacharias (1906-1981)
Otti Zacharias:
Ellerbeker Fischer, 1933
Die Porträtfotografin „Otti“ Zacharias fotografierte bedeutende Künstler, Wissenschaftler, Politiker, Familien und Kindern aus Kiel und Schleswig-Holstein in etwa 90.000 Negative und ca. 350 Kunstaufnahmen von 1945 bis 1981. Ihre Interessengebiete betrafen die Bereiche Künstlerporträts, Kiel (z. B. „Ellerbeker Fischer“), Reise und Arbeitswelt. Durch Ihr kreatives Arbeiten errang sie bedeutende internationale Auszeichnungen (z. B. beim New Yorker Metropolitan Museum of Art).
● Derzeit nicht benutzbar
Bildnachlass Ursula Springer (1913-1994) und Otto Springer (1912-1988)
Ursula Springer:
350-Jahrfeier der
Neumühlener Großen Gilde, 1985
Das Journalistenehepaar fotografierten für Kieler Nachrichten und den Kieler Express und dokumentierte so das Lokalgeschehen Kiels - speziell vom Ostufer. Ein etwa 60.000 Negative umfassender Fundus an Aufnahmen von 1969 bis 1993, die das lokale Leben, das Vereins-, Gilden- und Chorlebens, das Wirken von Siedler- und Kleingärtnerorganisationen und der Freiwilligen Feuerwehr zeigen.
● Derzeit nicht benutzbar
Bildnachlass Friedrich Magnussen (1914-1987)
Friedrich Magnussen:
Ministerpräsident Stoltenberg
spricht zu Studenten, 1968
Für die Kieler Nachrichten als Pressefotograf tätig, dokumentierte der Bildberichterstatter Friedrich Magnussen die Ereignisse des politischen und des alltäglichen Lebens der Stadt Kiel aus zahlreichen Blickwinkeln während der Nachkriegszeit, dem Wiederaufbau und des Wirtschaftwunders. Diese für Kiel einzigartige Negativsammlung umfasst etwa 500.000 Negative (1948-1987).
● Bestand wird digitalisiert! Recherche bis 1965 über Computer-Arbeitsplatz im Lesesaal
Bildnachlass Hermann Nafzger (1914-1995)
Hermann Nafzger:
Bundespräsident Heuss und
Oberbürgermeister Gayk, 1951
Als Pressefotograf dokumentierte der Bildberichterstatter Hermann Nafzger mit seinen über 200.000 Aufnahmen die örtliche Zeitgeschichte Kiels ab der Nachkriegszeit (bis 1977); besonders auch Alltagsgeschehen, Industrie und Gewerbe, Wiederaufbau.
● Bestand derzeit nicht benutzbar
Bildnachlass Helmut Beckmann (1926-2007)
Helmut Beckmann:
Olympisches Feuer im
Olympiahafen Schilksee, 1972
Als „Linsen-Karl“ bekannt, fotografierte Helmut Beckmann für verschiedene Kieler Zeitungen die Sportereignisse in Kiel und Umgebung - wie z. B. die olympischen Wettkämpfe 1972 oder die Kieler Woche. Der Bildnachlass umfasst etwa 140.000 Negative (1958-1990).
● Auswahl an Fotos zu Segelsport und Kieler Woche benutzbar über Computer-Arbeitsplatz im Lesesaal
Bildvorlass Joachim Thode
Joachim Thode:
"Götterdämmerung"
Theater Kiel, 1999
Proben des Theater Kiels (Oper, Schauspiel, Studio, Ballett und Jugendtheater) und der Niederdeutschen Bühne waren die Hauptmotive des Kieler Fotografen Joachim Thode, neben Aufnahmen vom Ostufer und Kieler Bunkern. Insgesamt umfasst der Bildnachlass etwa 450.000 Negative (1974-2003).
● Derzeit nicht benutzbar
Bildnachlass Rudolf Schenck
Rudolf Schenck:
Olympiahafen 1948
Der geborene Kieler Rudolf Schenck (1907-1981) war im zweiten Weltkrieg unter anderem als Kriegsberichterstatter tätig. Ab 1948 arbeitete er als selbstständiger Pressefotograf, bis er 1958 eine eigene Foto-Drogerie eröffnete. Seine Fotos zeigen vor allem den Alltag in der Nachkriegszeit: Wiederaufbau, Straßenbild, Geschäfte, besonders aber Sportereignisse. Da es sich um einen reinen Negativbestand handelt, wird erst eine Digitalisierung die Bilder benutzbar machen. Eine kleine Auswahl finden Sie hier als Bildergalerie.
Weitere Bildbestände:
Sammlung Journalist und Autor Bruno Bock (1925-1988)
Schifffahrt, 1960er bis 1980er, ca. 1.000 Aufnahmen (Fotos).
● Derzeit nicht benutzbar.
Bildnachlass Gotthold Sommer (1882-1953)
Kieler Ansichten in Farbe, 1935er-1940er, 106 Aufnahmen (Dias, Glasplatten, Fotos).
● Benutzbar über Computer-Arbeitsplatz im Lesesaal mit Bitte um vorherige Absprache.
Howaldtwerke AG, Abteilung vormals Janssen & Schmilinsky in Hamburg-Steinwärder und Hamburg-Tollert
● Derzeit nicht benutzbar.
Kommandantur Kiel
Lichtbilder zu Bombenschäden in Kiel, 1940/1941, 410 Aufnahmen (Fotos).
Reichsluftfahrtministerium
Luftbilder zu Bombenschäden in Kiel, 1944, 88 Aufnahmen.
● Benutzbar über Computer-Arbeitsplatz im Lesesaal mit Bitte um vorherige Absprache.
Zerssen & Co., Niederlassung Kiel-Holtenau
Firmengeschichte und Schifffahrtfahrt, 1922-1970er, 401 Aufnahmen (Fotos).
Oberbaurat Paul Schnoor (1901-1975): Architektur in Kiel, 1835-1939
Inventarisation Kieler Wohn- und Geschäftsbauten, 1966-1969, 404 Aufnahmen (Fotos).
Bildnachlass Bootsbaumeister Bruno Steffen (1899-1988)
Yacht- und Kleinschiffbau, 1917-1962, 105 Aufnahmen (Fotos).


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