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Erinnerungskultur

Zurzeit ragen aus der Fülle der stadtgeschichtlichen Themen vier große Bereiche heraus, die in der Stadt diskutiert, geplant oder anderweitig bearbeitet werden.

 

Marschierende SoldatenExponate zum Matrosenaufstand gesucht
Zum 100. Jubiläum des Aufstandes im Jahr 2018 werden Exponate aus der Zeit gesucht.

 

Matrosenaufstand 1918

In den Leitlinien zur kommunalen Kulturförderung ist am 21. Februar 2013 unter andrem beschlossen worden:

"Aus den zum Teil organisierten sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern und aus der themenbezogen arbeitenden Verwaltung wird ein Begleitausschuss gebildet. [...] Dieser Begleitausschuss vergibt nach den Richtlinien des Kulturamtes auch die im Haushalt für dieses Thema vorgesehenen finanziellen Mittel. Zielvorgabe ist die Umsetzung des entsprechenden inhaltlichen Ratsbeschlusses. Dem Kulturausschuss wird regelmäßig Bericht erstattet."

Weitere Planungen zum Thema Matrosenaufstand - bis hin zum 100. Jahrestag 2018 sollen fortan im Rahmen dieses Gremiums erfolgen.

Matrosen auf einem Schlachtschiff

Die KulturSpuren Matrosenaufstand 
führen Sie zu zehn Stätten des Kieler
Matrosenaufstandes vom November 1918.

Bewaffnete Soldaten im Demonstrationszug 1918
 

Das bekannteste Bild zum Matrosenaufstand wurde fehlerhaft Kiel zugeschrieben. Das ergaben Recherchen des Kieler Stadtarchivs.

Mehr Informationen erhalten Sie hier:

 

Erinnerung an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft

Die Stadt Kiel wurde durch die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts geprägt. Insbesondere die Epoche des Nationalsozialismus und die Erinnerung an Täter und Opfer stehen im Fokus unserer Erinnerungskultur. Die Landeshauptstadt Kiel möchte zu einer offenen und selbstkritischen Sicht auf die eigene Geschichte beitragen.

Die Ratsversammlung hat daher am 7. Mai 2013 unter anderem beschlossen, dem Kultur- und dem Innen- und Umweltausschuss ein Konzept für die Durchführung eines öffentlichen Workshops zu den in der Drucksache aufgeführten neuen Formen der Informationsvermittlung vorlegen zu lassen - Rats-Drucksache 0949/2012

Zur Erstellung eines Konzepts wurde ein Begleitausschuss zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur gegründet, der von der Stadt Kiel moderiert wurde. Der Begleitausschuss stellte einen ersten Entwurf anlässlich eines Workshops am 4. und 5. September 2015 im Kieler Rathaus zur öffentlichen Diskussion. 

Vorträge:

  • Die Rolle Kiels im Nationalsozialismus (Dr. Jens Rönnau, Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte, Verein Mahnmal Kilian)
  • Die Arbeit des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln (Dr. Werner Jung, Leiter des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln)
  • Gedenkstättenkonzept der Stadt Braunschweig (Dr. Annette Boldt-Stülzebach, Fachbereich Kultur der Stadt Braunschweig)

 

Stapellauf der Prinz Eugen 1936
Rüstungsstandort Kiel 1936:
Stapellauf der Prinz Eugen

Im Anschluss führte eine Stadtrundfahrt zu ausgewählten Kieler Erinnerungsorten. Der erste Workshoptag endete mit einem Vortrag zum Thema "Erinnern an den Nationalsozialismus" (Prof. Martin Sabrow, Humboldt-Universität Berlin, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam).

Der zweite Workshoptag begann mit einem Einstiegsvortrag zur Konzeption zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur (Dr. Harald Schmid, Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten), um die Teilnehmenden auf die folgenden Arbeitsgruppen vorzubereiten. Dort wurden verschiedene Aspekte der Zukunft der Kieler Erinnerungskultur diskutiert und die Ergebnisse abschließend im Plenum vorgestellt.
 
Auf Grundlage der Workshopergebnisse wurde ein Abschlusspapier erarbeitet, das der Begleitausschuss zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur am 17. November 2015 dem Kulturausschuss und am 1. Dezember 2015 dem Innen- und Umweltausschuss vorlegte.

Das Abschlusspapier des Beteiligungsprozesses können Sie hier einsehen:
Konzeption zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur (2015)

Diskussion um Paul von Hindenburg

Die Ratsversammlung hat in ihrer Sitzung am 16. Januar 2014 beschlossen, Paul von Hindenburg aus der Liste der Kieler Ehrenbürger zu streichen. Zudem wird der seit 1972 bestehende Straßenname "Kiellinie" auf die gesamte Fördepromenade übertragen und dadurch der Straßenname "Hindenburgufer" ersetzt.

Paul von Hindenburg in Uniform
 

Mehr Informationen zur Diskussion um
Paul von Hindenburg und die Umbennenung
des Hindenburgufers finden Sie hier.
 

Kieler Frieden von 1814

Das 200-jährige Jubiläum des „Kieler Friedens“ am 14. Januar 2014 wurde mit einer umfängliche inhaltliche Aufbereitung, die zu einer Sonderausstellung im Stadtmuseum  Warleberger Hof führten, Jubiläumsveranstaltungen mit prominenten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Skandinavien und einer hochwertige Publikationen gefeiert.

Der Bereich hinter dem Warleberger Hof / Alte Feuerwache wurde aus diesem Anlass in „Platz des Kieler Friedens“ umbenannt. Die Taufe erfolgte im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten.

Weitere Einzelheiten können Sie der Rats-Drucksache 0078/2013 entnehmen.