Landeshauptstadt Kiel Wappen der Landeshauptstadt Kiel

Erinnerungskultur

Workshop zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur: 4. und 5. September

Die Stadt Kiel wurde durch die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts geprägt. Insbesondere die Epoche des Nationalsozialismus und die Erinnerung an Täter und Opfer stehen im Fokus unserer Erinnerungskultur. Die Landeshauptstadt Kiel möchte zu einer offenen und selbstkritischen Sicht auf die eigene Geschichte beitragen. Dazu lädt sie alle Interessierten zu Workshops und Vorträgen ins Kieler Rathaus ein.
Anmeldung nimmt Julia Fendler unter Julia.Fendler@kiel.deentgegen.

Stapellauf der Prinz Eugen 1936
Rüstungsstandort Kiel 1936: Stapellauf der Prinz Eugen

Programm

Freitag, 4. September

Ab 9 Uhr           
Eintreffen

9.30 bis 9.45 Uhr  
Grußwort Oberbürgermeister
Dr. Ulf Kämpfer
 
Kommunale Erinnerungskulturen

Moderation: Prof. Gabriele Lingelbach (Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel)

9.45 bis 10.30 Uhr  
Kiel und der Nationalsozialismus
Dr. Jens Rönnau (Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte, Verein Mahnmal Kilian)

10.30 bis 11 Uhr     
Diskussion

11 bis 11.30 Uhr     
Kaffeepause

11.30 bis 12 Uhr    
Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Dr. Werner Jung (Leiter des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln)

12.30 bis 13 Uhr    
Das Gedenkstättenkonzept der Stadt Braunschweig
Dr. Annette Boldt-Stülzebach (Fachbereich Kultur der Stadt Braunschweig)

13 bis 13.30 Uhr
Diskussion

13.30 bis 15 Uhr
Mittagspause

Exkursion
15 bis 18 Uhr 
Stadtrundfahrt zu ausgewählten Kieler Erinnerungsorten
Leitung: Dr. Jens Rönnau, Eckhard Colmorgen
 
Abendvortrag

Moderation: Prof. Gerhard Fouquet

19.30 Uhr
Begrüßung Wolfgang Röttgers (Kulturdezernent der Landeshauptstadt Kiel)
Grußwort Rolf Fischer (Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung)

Erinnern an den Nationalsozialismus
Prof. Martin Sabrow (Humboldt-Universität Berlin, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam)
 
Samstag, 5. September

Workshops zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur 

9 bis 9.30 Uhr
Dr. Harald Schmid: Die Konzeption zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur

9.30 bis 10 Uhr 
Diskussion

10 bis 12.30 Uhr
Moderierte Workshops zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur in Kiel

12.30 bis 13.30 Uhr
Vorstellung der Workshop-Ergebnisse und Abschluss

Moderation: Prof. Karl-Heinrich Pohl

13.30 bis 14.30 Uhr Mittagsimbiss

Ein Entwurf zur "Konzeption zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur" wurde durch den Begleitausschuss Erinnerungskultur erarbeitet. 

Zur Vorbereitung können Sie ihn hier abrufen.

Zurzeit ragen aus der Fülle der stadtgeschichtlichen Themen vier große Bereiche heraus, die in der Stadt diskutiert, geplant oder anderweitig bearbeitet werden.

Erinnerung an die Nationalsozialistische Gewaltherrschaft

In der Rats-Drucksache 0949/2012 ist am 7. Mai 2013 unter anderem beschlossen worden, dem Kultur- und dem Innen- und Umweltausschuss ein Konzept für die Durchführung eines öffentlichen Workshops zu den in der Drucksache aufgeführten neuen Formen der Informationsvermittlung vorzulegen.

Zu der Erstellung dieses Konzeptes sollen einschlägige Expertinnen und Experten (zum Beispiel Zeithistorikerinnen und -historiker, Kommunikationsfachleute) einbezogen werden. Ziel des Workshops ist es, die aufgelisteten Punkte auf Angemessenheit und Einsetzbarkeit in Kiel zu prüfen und Bewertungen hierzu auszusprechen.

Angesprochen werden sollen breite Kreise der Bevölkerung: Neben Historikerinnen und -historikern, Pädagoginnen und Pädagogen, Soziologinnen und Soziologen sowie Museumsleuten sind dies auch Vertreterinnen und Vertreter der Marine beziehungsweise Bundeswehr, der Marinekameradschaft, des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Polizei, der Wirtschaft, der Kirche, der Politik und Verwaltung.

Die Verwaltung der Landeshauptstadt Kiel fördert und moderiert den Prozess der Konzepterstellung. Erstellt werden sollte der Konzeptentwurf von der Arbeitsgruppe, die dann gegebenenfalls nach dem Workshop zu gründen wäre.

Dieser Workshop wird am 4. und 5 September 2015 im Kieler Rathaus stattfinden. Geplant ist eine Veranstaltung im Ratssaal und den angrenzenden Beratungsräumen. Vorgesehen sind bislang ein einführender Vortrag sowie zwei Impulsreferate. Danach sind vier getrennte Diskussionsforen geplant, die sich dem weiteren Umgang mit der Thematik widmen.

Es wird zu beraten sein, wie sich die Arbeit verstetigen lässt, denn das Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist ehrenamtlich. Es muss geprüft werden, ob die genannten Themen und auch weitere in die Arbeit aufgenommen werden sollen. Zurzeit befindet sich ein für die Teilnehme an der Veranstaltung werbendes Einladungsfaltblatt in Entwicklung. 

Matrosenaufstand 1918

In den Leitlinien zur kommunalen Kulturförderung ist am 21. Februar 2013 unter andrem beschlossen worden:
"Aus den zum Teil organisierten sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern und aus der themenbezogen arbeitenden Verwaltung wird ein Begleitausschuss gebildet. [...] Dieser Begleitausschuss vergibt nach den Richtlinien des Kulturamtes auch die im Haushalt für dieses Thema vorgesehenen finanziellen Mittel. Zielvorgabe ist die Umsetzung des entsprechenden inhaltlichen Ratsbeschlusses. Dem Kulturausschuss wird regelmäßig Bericht erstattet."

Weitere Planungen zum Thema Matrosenaufstand - bis hin zum 100. Jahrestag 2018 sollen fortan im Rahmen dieses Gremiums erfolgen.

Bewaffnete Soldaten im Demonstrationszug 1918
 

Die KulturSpuren Matrosenaufstand führen
Sie zu zehn Stätten des Kieler
Matrosenaufstandes vom November 1918.

Das bekannteste Bild zum Matrosenaufstand wurde fehlerhaft Kiel zugeschrieben. Das ergaben Recherchen des Kieler Stadtarchivs.

Mehr Informationen erhalten Sie hier:

Diskussion um Paul von Hindenburg

Die Ratsversammlung hat in ihrer Sitzung am 16. Januar 2014 beschlossen, Paul von Hindenburg aus der Liste der Kieler Ehrenbürger zu streichen. Zudem wird der seit 1972 bestehende Straßenname "Kiellinie" auf die gesamte Fördepromenade übertragen und dadurch der Straßenname "Hindenburgufer" ersetzt.

Paul von Hindenburg in Uniform
 

Mehr Informationen zur Diskussion um
Paul von Hindenburg und die Umbennenung
des Hindenburgufers finden Sie hier.
 

Kieler Frieden von 1814

Das 200-jährige Jubiläum des „Kieler Friedens“ am 14. Januar 2014 wurde mit einer umfängliche inhaltliche Aufbereitung, die zu einer Sonderausstellung im Stadtmuseum  Warleberger Hof führten, Jubiläumsveranstaltungen mit prominenten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Skandinavien und einer hochwertige Publikationen gefeiert.

Der Bereich hinter dem Warleberger Hof / Alte Feuerwache wurde aus diesem Anlass in „Platz des Kieler Friedens“ umbenannt. Die Taufe erfolgte im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten.

Weitere Einzelheiten können Sie der Rats-Drucksache 0078/2013 entnehmen.