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ZOB-Neubau

Entwicklung des Areals und Neubau des Parkhauses

Der Neubau des Busbahnhofs mit Parkhaus ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Viel länger als ursprünglich gedacht hat der ZOB gute Dienste geleistet.

Zum Jahreswechsel 2014 / 15 wurde das Parkhaus geschlossen. Seit Anfang 2015 fahren die Busse von Ersatzhaltestellen in der Umgebung.
 

Fassadenentwurf - Sicht von der KaistraßeHäufige Fragen zum ZOB-Neubau
Wo liegen die Bushaltestellen? Wie lange wird gebaut? Diese und andere Antworten finden Sie hier.
Ausschnitt aus dem Lageplan der ErsatzhaltestellenWelcher Bus fährt wo?
Während der Bauzeit werden Ersatzhaltestellen rund um die Baustelle eingerichtet. Diverse Fernbusse fahren vom Interims-ZOB an der Gablenzbrücke.

Meldung vom 11. Dezember 2015: Dem ZOB-Bunker geht es an die Substanz
Nach dem Abbruch des alten ZOB-Parkhauses im Sommer und den anschließenden Räumarbeiten beginnt eine neue Phase in der Entwicklung des Areals.

Meldung vom 25. September 2015: ZOB-Baustelle geht in die nächste Phase

Bestand

Der ZOB und das darüber befindliche Parkhaus wurden im Jahre 1972 anlässlich der Olympischen Segelwettbewerbe in Kiel an zentraler Stelle errichtet.

Ursprünglich war das zweigeschossige und für etwa 560 Stellplätze ausgerüstete Parkhaus mit drei Fußgängerbrücken an den Bahnhofskai, zum Hauptbahnhof und in Richtung Innenstadt angebunden.

Luftbild mit Blick auf die Kieler Förde und Markierung ZOB
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Die Brücken wurden im Laufe der Jahre zurückgebaut. Der Neubau des Atlantic Hotels führte 2009 zu einem Teilabriss des Parkhauses und des ZOB. Zeitgleich begannen die Vorbereitungen zur Umgestaltung des verbliebenen
ZOB-Areals.

Ursprüngliche Überlegungen, das durch den Hotelneubau verkleinerte Bauwerk instand zu setzen und um zwei Parkebenen zu erhöhen, mussten verworfen werden.

Statische Gründe, der schlechte bauliche Zustand und die Planung eines neuen attraktiven Omnibusbahnhofs erforderten den Abriss. Seit Juni vergangenen Jahres ist der Bereich vor der Auguste-Viktoria-Straße auf die Hörn vorübergehend wíeder frei.

Perspektive

Bevor konkrete Schritte zur Planung eines neuen Parkhauses eingeleitet werden sollten, war die wirtschaftliche Perspektive eines Neubaus durch die Stadt zu überprüfen. Sowohl ein durch die Stadt beauftragtes Fachgutachten als auch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung belegen gute bis sehr gute wirtschaftliche Perspektiven für ein Parkhaus an diesem Standort.

Dies gilt trotz nicht unerheblicher finanzieller Belastungen des Projektes aufgrund eines Tiefbunkers aus dem 2. Weltkrieg auf dem Grundstück, Altlasten aus früherer Tankstellennutzung und der Berücksichtigung der Belange des Zentralen Omnibusbahnhofs im Erdgeschoss.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2012 übernahm der neu gegründete, nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführte Eigenbetrieb Parken die Aufgaben, die mit dem Bau und Betrieb der städtischen Parkhäuser verbunden sind.  

Planung

Baufeldeinteilung
Baufeldeinteilung

Geplante Nutzung Erdgeschoss
Nutzung Erdgeschoss

Geplante Nutzung ab dem ersten Obergeschoss
Nutzung ab 1. Obergeschoss

Mit Klick auf die Bilder erhalten Sie eine größere Darstellung.
 
 

Nach einem europaweit durchgeführtem Auswahlverfahren erteilte die Landeshauptstadt Kiel der Planungsgemeinschaft der Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg, und AMP, Karlsruhe, den Auftrag für die Generalplanerleistungen.

Die Ausführungsplanung für den Parkhausneubau, die mit der Planung für den Omnibusbahnhof zahlreiche Schnittstellen aufweist, ist nahezu abgeschlossen.

Folgende Merkmale kennzeichnen den Entwurf, in den die strengen Kriterien des ADAC für attraktive Parkhäuser eingeflossen sind:

  • Kapazität für etwa 520 Stellplätze, verteilt auf sechs Parkebenen und konzentriert auf das Baufeld 2
     
  • Zu- und Abfahrt über eine Doppelspindel über die Auguste-Viktoria-Straße analog heutiger Erschließung
     
  • Schnelle Erreichbarkeit der oberen Parkebenen ist gewährleistet, ohne Durchfahren der unteren Parkebenen
     
  • Nutzung vorgesehen für Kurzzeit- und Dauerparken
     
  • Nutzergruppen: Eigentümer/Angestellte der umliegenden Gebäude, Kunden der umliegenden Geschäfte, Pendler, Bahnkunden, Hotelgäste, Passagiere der Fähren und Kreuzfahrtschiffe.
     
  • Weitgehend stützenfreie Stahlbetonkonstruktion mit einer Ziegel-Loch-Fassade
     
  • Mechanische Belüftung entbehrlich aufgrund des hohen Lochanteils der Fassade
     
  • Komfortables Ein- und Ausparken durch breite Stellplätze (2,50 Meter) in Schrägaufstellung und Stützenfreiheit im Parkbereich
     
  • Hohes Maß an natürlicher Belichtung durch einen im Inneren des Bauwerk geplanten breiten Lichtschacht
     
  • Gründung auf Stahlbetonpfählen
     
  • Teilabbruch des unterhalb der Erdgeschossebene liegenden Tiefbunkers zur Herstellung der Gründung erforderlich
     
  • Baukosten: 7,5 Millionen Euro, einschließlich Tiefgründung, ohne Rückbau Parkhaus und Teilabbruch Bunker
     
  • Gesamtkosten einschl. Nebenkosten: 12 Millionen Euro
     
  • Geplante Bauzeit Neubau: 15 Monate
     
  • Geplante Gesamtbauzeit: 30 Monate, einschließlich Rückbau Parkhaus und Teilabbruch Bunker sowie Fertigstellung ZOB
     
     

Bebauung Baufeld 1

Vor dem Hintergrund der attraktiven Innenstadtlage und auf der Grundlage der städtebaulichen Rahmenplanung ist beabsichtigt, das Baufeld 1 zwischen dem Atlantic Hotel und dem geplanten Parkhausneubau (Baufeld 2) einer hochwertigen Nutzung zuzuführen.

Die Sichtachse in Verlängerung der Herzog-Friedrich-Straße wird dabei frei gehalten und von Bäumen gesäumt. Das Gebäude auf dem Baufeld 1 könnte Konferenzräume, eine ergänzende Hotelnutzung oder Flächen für attraktive Büros oder Praxen aufnehmen.