Der Kapellengarten des Friedhofs Meimersdorf
Der Kapellengarten des Friedhofs Meimersdorf
Seitdem der Mensch Siedlungen errichtet, kultiviert er auch Pflanzen. Dienten die Gärten zunächst lediglich zur Nahrungsversorgung, gingen die Römer vor rund 2000 Jahren einen Schritt weiter: Erstmals wurden auch Pflanzen zur reinen Zierde im Garten angebaut.
Im Mittelalter begannen Mönche Heilpflanzen systematisch in Klostergärten anzubauen. Zogen sie zur Missionierung in neue Gebiete, nahmen sie oftmals Ableger oder Samen der Klostergärten mit und sorgten so für die Verbreitung der Pflanzen.
Die Klostergärten waren in der Regel streng symmetrisch in Form eines Kreuzweges angelegt. Die Bevölkerung zeigte großes Intersse an diesen Klostergärten und versuchte sie nachzubauen. Das notwendige Pflanzenmaterial erhielten sie oftmals von den Mönchen.
Im Zuge der Kreuzzüge wurden viele Nutz- und Zierpflanzen aus dem Vorderen Orient nach Europa eingeführt. Weitere Arten kamen nach der Entdeckung Amerikas hinzu.
Der Meimersdorfer Kräutergarten knüpft an die Tradition der alten Kloster- und Apothekergärten an. Er wurde im Jahr 2002 zum 100-jährigen Bestehen des Meimersdorfer Friedhofes angelegt und beherbergt eine große Anzahl von Arznei- und Zierpflanzen.


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