Marine- und Kriegsgedenkstätten auf dem Nordfriedhof
Schwerer Kreuzer "Lützow"
Grabstätte der Besatzungsmitglieder der Lützow
Die Gräber befinden sich auf Feld VII2, Nr. 1-15.
Zwischen den Einzelgräbern des Zweiten Weltkrieges befindet sich auf der rechten Seite vor dem Hochkreuz das Gemeinschaftsgrab der im April 1940 auf der "Lützow“ verstorbenen 15 Seeleute. Neben drei liegenden Breitsteinen steht ein Denkmal in Form eines stelenförmigen Eisernen Kreuzes.
Die "Lützow“ wurde bei den Deutschen Werken in Kiel gebaut und lief dort am 19. Mai 1931 als "Deutschland“ vom Stapel.
Nachdem das Schiff im Nordatlantik Handelskrieg geführt hatte, kehrte es im November 1939 nach Gotenhafen zurück und wurde auf Befehl Hitlers in "Lützow“ umbenannt. Man befürchtete, dass die Zerstörung eines Schiffes mit dem Namen "Deutschland“ eine psychologische Belastung für die Kriegsmarine und die Bevölkerung darstellen würde.
Schwerer Kreuzer Lützow
Im April 1940 war die "Lützow“ an der Besetzung Norwegens beteiligt. Auf dem Rückweg nach Kiel wurde sie am 11. April 1940 von einem Torpedo des britischen U-Bootes "Spearfish“ getroffen. Die getöteten Besatzungsmitglieder sind nach der Rückkehr des Schiffes im Kieler Hafen am 17. April 1940 auf dem Nordfriedhof beerdigt worden.
Am 4. Mai 1945 sollte die von Fliegerbomben stark beschädigte "Lützow" bei Swinemünde selbstversenkt werden. Nachdem alles dafür vorbereitet worden war, brach auf dem Schiff ein Feuer aus und entzündete die auf dem Schiff angebrachte Munition.


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