Landeshauptstadt Kiel Wappen der Landeshauptstadt Kiel

Flüchtlingen helfen

Es sind Menschen in Not, die nach Kiel kommen, und denen die Stadt eine Zuflucht bieten möchte. Es kommen in kurzer Zeit viele Menschen, die Kiel menschenwürdig unterbringen will und muss - mehr als anfangs gedacht. 

Diese Situation verlangt allen Beteiligten viel ab. Was die oft durch Krieg, Vertreibung und Terror traumatisierten Flüchtlinge brauchen, ist Stabilität. 

Tipps zur Orientierung für Flüchtlinge und Helfende

Überall in der Stadt bemüht sich die Verwaltung, Wohnraum zu finden, damit die Unterbringung der Menschen in provisorischen Quartieren möglichst kurz bleibt. Es lässt sich aber auch nicht ausschließen, dass zum Beispiel mal eine Turnhalle kurzfristig belegt werden muss.

Die Kielerinnen und Kieler haben viel Verständnis dafür, helfen ihren neu angekommenen Nachbarn und reden mit - zum Beispiel bei den Stadtgesprächen.

Zu den Stadtgesprächen

Wie und wo Sie Flüchtlingen helfen können

Hände

Sie möchten in Kiel ankommende Flüchtlinge willkommen heißen, sie bei den notwendigen Schritten im Alltag begleiten, Deutschkurse geben oder einfach Kleidung oder Möbel spenden?

Hier gibt es Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, Adressen und Informationen.

Aktuelle Hinweise


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    Tipps zur Orientierung für Flüchtlinge und Helfende

    Viele Online-Angebote und Apps erleichtern die Verständigung und helfen Flüchtlingen im Alltag. Hier finden Sie eine Auswahl. 

    Antworten auf häufige Fragen, die Kielerinnen und Kieler an die Landeshauptstadt stellten, sind hier ebenfalls zusammengefasst aufgeführt.

    Alltag und Sprache

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    zur Landeswebsite

    • Das Land Schleswig-Holstein hat die Webseite willkommen.schleswig-holstein.de in Betrieb genommen.

      Hier gibt es viele Informationen und Hilfestellungen auch auf Englisch, Russisch, Arabisch, Farsi und Tigrinya.

    • Die neue Moin-Refugee-App ist ein Kompass durch das Behördensystem für Flüchtlinge und in sechs Sprachen erhältlich. Sie speichert Karten, hat eine Umkreissuche und zeigt Fotos wichtiger Gebäude und deren Eingänge.

      Die kostenlose App können Sie auf der Seite moin-refugee.de herunterladen.

    • Der Refugee Guide Online enthält nützliche Tipps und Informationen für das Leben in Deutschland in mehreren Sprachen.

    • Studierende der Muthesius Kunsthuchschule haben ein mehrsprachiges Wörterbuch mit wichtigen Begriffen erstellt. Das Dictionary können Sie hier herunterladen.

    • ÖPNV: Wo kauft man eine Fahrkarte? Kostet die Mitnahme eines Kinderwagens etwas? Was zahlen Kinder? Die Kieler Verkehrsgesellschaft bietet einen 
      Flyer mit ÖPNV-Informationen in englischer und arabischer Sprache an. 

    Beruf und Bildung


    • Sie möchten in Deutschland studieren?
      Auf der Internetseite www.studieren-in-deutschland.orggibt es hilfreiche Hinweise und Tipps für Flüchtlinge in verschiedenen Sprachen.


    • Viele Flüchtlinge fragen sich, ob ihr Berufsabschluss in Deutschland anerkannt wird. Mit der App „Anerkennung in Deutschland“  können sich Flüchtlinge über die Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikationen informieren.

      Neben Deutsch und Englisch auch in den Sprachen Arabisch, Dari, Farsi, Tigrinya und Paschtu.

      Hier können Sie die App herunterladen: www.anerkennung-in-deutschland.de/app.

    Vorsorge und Gesundheit


    • Diese Telefonhotline erleichtert den Besuch bei der Ärztin oder beim Arzt:

      04526 / 381-370

      Hinter dieser Nummer steckt ein mehrsprachiger Dolmetsch-Service - einfach aus dem Behandlungszimmer oder kurz vor der Untersuchung anrufen und die Worte des Flüchtlings telefonisch übersetzen lassen.

      Eine Übersetzerin oder ein Übersetzer muss so nicht mehr mit zur Behandlung kommen.

      Erreichbar montags, dienstags, donnerstags und freitgs von 9 bis 17.30 Uhr sowie mittwochs von 9 bis 13 Uhr.

      Mehr Informationen über die Hotline gibt es hier zum Herunterladen.

    • Gefahr durch Giftpilze
      Zahlreiche Flüchtlinge haben sich lebensbedrohliche Pilzvergiftungen zugezogen. Sie verwechselten offenbar den hochgiftigen Knollenblätterpilz mit essbaren Pilzen in ihren Herkunftsländern.

      Insbesondere syrische Flüchtlinge waren betroffen. Die Medizinische Hochschule Hannover hat eine Presseinformation mit Warnpostern in verschiedenen Sprachen veröffentlicht.

    Aufnahme und Wohnen

    Zunächst werden die Flüchtlinge in den vom Land betreuten Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht. Dort werden sie registriert, ärztlich untersucht und können ihren Asylantrag stellen.

    Danach werden sie den Kreisen und kreisfreien Städten zugewiesen.

    Die Landeshauptstadt Kiel bringt die ihr zugewiesenen Flüchtlinge in Wohnungen unter. Wenn dies nicht möglich ist, weil zu wenig geeigneter Wohnraum vorhanden ist, werden die Flüchtlinge in sogenannten Gemeinschaftsunterkünften aufgenommen.

    Große Gemeinschaftsunterkünfte sind zum Beispiel das ehemalige MFG-5-Gelände in Friedrichsort oder die Marinetechnikschule in der Wik.

    Die soziale Betreuung der Flüchtlinge dort übernehmen von der Stadt beauftragte Dritte, wie zum Beispiel der Christliche Verein Kiel e.V.

    Leben und Integration

    Für die Integration der Flüchtlinge ist ebenfalls die Stadt zuständig. Flüchtlinge bekommen Informationen zu vielen Lebensfragen, zum Beispiel durch die städtische Migrations-Sozialberatungsstelle am Wilhelmplatz und / oder durch das engmaschige Netz der mit der Stadt kooperierenden Beratungsstellen (zum Beispiel TIO, ZBBS, AWO, Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein etc.).

    Aber auch die Stadtteile selbst sorgen für die Integration. So haben sich in einigen Stadtteilen schon Bürgerinitiativen gegründet, zum Beispiel in der Wik und in Friedrichsort. Dort werden Freizeitangebote und Sprachkurse angeboten und Kontakte zur Nachbarschaft geknüpft.

    Die Integration in Arbeit hat die Stadt ebenfalls im Blick. In enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit sollen die Voraussetzung für ein Ankommen auch auf dem Arbeitsmarkt geschaffen werden.

    Leistungen und Zahlungen

    Flüchtlinge erhalten zur Sicherung ihrer Existenz Geldleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Diejenigen, die ohne Hab und Gut hierher gekommen sind, erhalten auch Gutscheine zum Beispiel für die Rot-Kreuz-Märkte, um sich mit Bekleidung einzudecken.

    Weitere Aufgaben der Stadt

    Für Flüchtlinge, die auf der Durchreise Richtung Skandinavien sind - die so genannten Transitflüchtlinge - ist die Stadt gesetzlich nicht zur Hilfe verpflichtet. Kiel hilft dennoch, aus humanitären Gründen.

    Die Markthalle am Bootshafen bietet für diejenigen, die auf die Fährüberfahrt nach Schweden warten, 300 Schlafplätze und sanitäre Anlagen. Ihnen werden abends Getränke, eine warme Mahlzeit und morgens ein Frühstück angeboten.

    Die Kantine des städtischen Krankenhauses leistet diese Versorgung im Auftrag der Stadt.

    Bei Bedarf kann vor Ort ärztliche Hilfe angefordert werden. Akutfälle werden im Krankenhaus behandelt.

    Die Betreuung vor Ort wird durch die Feuerwehr, die Polizei und Hilfsorganisationen wie Arbeiter-Samariter-Bund, Malteserorden, Die Johanniter oder Deutsches Rotes Kreuz übernommen.

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    STADTGESPRÄCH: Flüchtlinge in Kiel

    Wie können wir in guter neuer Nachbarschaft miteinander leben? Immer mehr Menschen aus Krisenregionen der Welt suchen Zuflucht bei uns und werden Teil der Kieler Gesellschaft. Viele Kielerinnen und Kieler helfen, Geflüchtete bei uns willkommen zu heißen und ihr Ankommen angenehmer zu gestalten. Andere Kielerinnen und Kieler wissen nicht, wie sie helfen können, oder sie haben zur gesamten Thematik Anregungen, Fragen, Sorgen oder Ängste.

    Wir möchten Sie über den aktuellen Stand der Planungen informieren, mit Ihnen ins Gespräch kommen, Ihnen zuhören.

    Laden Sie hier den Informationsflyer herunter.

    Sitzung der Ortsbeiräte Holtenau & Pries / Friedrichsort

    • Die Ortsbeiräte Holtenau und Pries / Friedrichsort haben sich in einer gemeinsamen Sitzung am 6. Oktober 2015 mit der Situation der Flüchtlinge beschäftigt.

    Erstaufnahmeeinrichtung am Bremerskamp

    Luftbild mit Baufläche

    In einer gemeinsamen Sitzung befassten sich am 30. Juni 2015 die Ortsbeiräte Suchsdorf, Steenbek-Projensdorf und Ravensberg / Brunswik / Düsternbrook mit den Planungen des Landes Schleswig-Holstein zum Bau einer Erstaufnahmeeinrichtung.

    Vorgestellt wurde auch die bis zur Fertigstellung der Erstaufnahmeeinrichtung notwendige Übergangslösung am Rand des Nordmarksportfelds.
     

    In der Sitzung wurden zahlreiche Fragen gestellt,
    die Sie hier mit den Antworten nachlesen können.

    Die Präsentation von Dr. Thiemo Lüeße können Sie hier ansehen:
    Dr. Thiemo Lüeße: Konzept Erstaufnahmestelle des Landes

    Die Kieler Ratsversammlung unterstützt die Planungen und
    hat dies in einem interfraktionellen Antrag dokumentiert.




    Foto Hände: birgitta hohenester / pixelio.de