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Programm Soziale Stadt

Was ist die Soziale Stadt?

Mit dem Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" unterstützt der Bund seit 1999 die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile. Städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, in die Infrastrukturausstattung und in die Qualität des Wohnens sorgen für mehr Generationengerechtigkeit sowie Familienfreundlichkeit im Quartier und verbessern die Chancen der dort Lebenden auf Teilhabe und Integration. Ziel ist es, vor allem lebendige Nachbarschaften zu befördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.

Bislang wurden 659 Gesamtmaßnahmen in 390 Städten und Gemeinden in das Bund-Länder-Programm aufgenommen (Stand 31.12.2014). Im Jahr 2014 wurden die Bundesmittel für das Programm "Soziale Stadt" von 40 Mio. Euro in 2013 auf 150 Mio. Euro aufgestockt. Im Programmjahr 2015 stellt der Bund ebenfalls 150 Mio. Euro für das Programm "Soziale Stadt" bereit. Im Rahmen der Städtebauförderung wird das Programm "Soziale Stadt" als Leitprogramm der sozialen Integration fortgeführt und soll die Grundlage für eine ressortübergreifende Strategie "Soziale Stadt" bilden.

Ein Stadtteil hat dann einen besonderen Entwicklungsbedarf, wenn soziale Ungleichheit zunimmt, Stadtteilzentren die wirtschaftliche Basis genommen wird sowie Defizite bei Wohnungen und Wohnumfeld vorhanden sind. Überforderte Nachbarschaften, negatives Image und steigender Leerstand an Gewerbe- und Wohnräumen sind die Folgen dieser Situation.

Die Aufgabe der Sozialen Stadt ist es, eine zukunftsorientierte Entwicklung in den Stadtteilen zu unterstützen. Damit sich die Stadtteile zukunftsfähig entfalten können, werden soziale, wirtschaftliche, ökologische und städtebauliche Gegebenheiten vor Ort in die Planungen einbezogen.

Die Kieler Gebiete finden Sie hier:

 Neuzuschnitt Fördergebiet Gaarden
 Untersuchungsgebiet Neumühlen-Dietrichsdorf

Was fördert die Soziale Stadt?

Die Soziale Stadt ist ein Städtebauförderungsprogramm, das hauptsächlich investive Maßnahmen fördert. Eine Ausnahme bildet dabei die Förderung der Maßnahme Stadtteilmanagement und seit 2015 den Verfügungsfonds.

Die städtebaulichen Investitionen sollen mit anderen Mitteln verknüpft werden, so dass die Entwicklung in den Stadtteilen nicht nur baulich, sondern auch sozial, ökologisch und ökonomisch erfolgen kann.

Mit Hilfe der Sozialen Stadt werden Entwicklungsprozesse in Gang gesetzt, die eine positive Zukunftsperspektive für die Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf ermöglichen sollen. Für die jeweiligen Handlungsfelder ergeben sich folgende Zielsetzungen:

Stadtteilleben, Bevölkerungsbeteiligung

  • Aufbau eines eigenständigen Stadtteillebens mit aktiven und motivierten Bürgerinnen und Bürgern, die in selbstorganisierten Vereinen und Initiativen zu einem selbständig funktionierenden Gemeinwesen beitragen. Beteiligung der  Bevölkerung an Entwicklungs- und Planungsprozessen.

Lokale Wirtschaft, Arbeit und Beschäftigung

  • Aufbau, Stärkung  bzw. Wiederherstellung einer lokalen Wirtschaft für die dauerhafte Stabilisierung des Stadtteils.

Stadtteilzentren

  • Stärkung der Nahversorgung und Herausbildung der Zentren als Kern für das Stadtteilleben.

Soziale, kulturelle, bildungs- und freizeitbezogene Infrastruktur

  • Verbesserung des soziokulturellen Infrastrukturangebots, das den Bedürfnissen der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen gerecht wird.

Wohnen

  • Steigerung der Attraktivität des Stadtteils als Wohngebiet, Verhinderung von sozialen Verdrängungsprozessen, Verbesserung des Wohnwertes der Wohnungen, Erhalt und Förderung gemischter Bewohnerstrukturen, Unterstützung aktiver Nachbarschaften, vielfältige Wohnformen

Wohnumfeld und Ökologie

  • Aufwertung des Wohnumfeldes, bedarfsorientierte Nutzung und Gestaltung von Freiflächen, Erhöhung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, Berücksichtigung ökologischer Belange

Vor diesem Hintergrund lautet eine zentrale Forderung der Sozialen Stadt, in geförderten Gebieten professionelles Stadtteilmanagement einzurichten. Es soll unter Beteiligung der Bevölkerung die Rahmenbedingungen für nachhaltige ökonomische, ökologische und soziale Entwicklungsprozesse im Stadtteil schaffen.

  


Signets der Fördermittelgeber