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Das Programm Soziale Stadt

Soziale Stadt ist der Name einer Gemeinschaftsinitiative, die im November 1996 von Bund und von den Ländern als nationales Förderprogramm für die finanzielle Unterstützung der Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf beschlossen wurde.

Ein Stadtteil hat dann einen besonderen Entwicklungsbedarf, wenn soziale Ungleichheit zunimmt, Stadtteilzentren die wirtschaftliche Basis genommen wird sowie Defizite bei Wohnungen und Wohnumfeld vorhanden sind. Überforderte Nachbarschaften, negatives Image und steigender Leerstand an Gewerbe- und Wohnräumen sind die Folgen dieser Situation. Die Aufgabe der Sozialen Stadt ist es, eine zukunftsorientierte Entwicklung in den Stadtteilen zu unterstützen. Damit sich die Stadtteile zukunftsfähig entfalten können, werden soziale, wirtschaftliche, ökologische und städtebauliche Gegebenheiten vor Ort in die Planungen einbezogen. Bundesweit werden 331 Gebiete mit dem Programm Soziale Stadt gefördert.

Was fördert die Soziale Stadt?

Die Soziale Stadt ist ein Städtebauförderungsprogramm, das hauptsächlich investive Maßnahmen fördert. Eine Ausnahme bildet dabei die Förderung der Maßnahme Stadtteilmanagement.

Die städtebaulichen Investitionen sollen mit anderen Mitteln verknüpft werden, so dass die Entwicklung in den Stadtteilen nicht nur baulich, sondern auch sozial, ökologisch und ökonomisch erfolgen kann.

Mit Hilfe der Sozialen Stadt werden Entwicklungsprozesse in Gang gesetzt, die eine positive Zukunftsperspektive für die Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf ermöglichen sollen. Für die jeweiligen Handlungsfelder ergeben sich folgende Zielsetzungen:

Stadtteilleben, Bevölkerungsbeteiligung

  • Aufbau eines eigenständigen Stadtteillebens mit aktiven und motivierten BürgerInnen, die in selbstorganisierten Vereinen und Initiativen zu einem selbständig funktionierenden Gemeinwesen beitragen. Beteiligung der  Bevölkerung an Entwicklungs- und Planungsprozessen.

Lokale Wirtschaft, Arbeit und Beschäftigung

  • Aufbau, Stärkung  bzw. Wiederherstellung einer lokalen Wirtschaft für die dauerhafte Stabilisierung des Stadtteils.

Stadtteilzentren

  • Stärkung der Nahversorgung und Herausbildung der Zentren als Kern für das Stadtteilleben.

Soziale, kulturelle, bildungs- und freizeitbezogene Infrastruktur

  • Verbesserung des soziokulturellen Infrastrukturangebots, das den Bedürfnissen der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen gerecht wird.

Wohnen

  • Steigerung der Attraktivität des Stadtteils als Wohngebiet, Verhinderung von sozialen Verdrängungsprozessen, Verbesserung des Wohnwertes der Wohnungen, Erhalt und Förderung gemischter Bewohnerstrukturen, Unterstützung aktiver Nachbarschaften, vielfältige Wohnformen

Wohnumfeld und Ökologie

  • Aufwertung des Wohnumfeldes, bedarfsorientierte Nutzung und Gestaltung von Freiflächen, Erhöhung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, Berücksichtigung ökologischer Belange

Vor diesem Hintergrund lautet eine zentrale Forderung der Sozialen Stadt, in geförderten Gebieten professionelles Stadtteilmanagement einzurichten. Es soll unter Beteiligung der Bevölkerung die Rahmenbedingungen für nachhaltige ökonomische, ökologische und soziale Entwicklungsprozesse im Stadtteil schaffen.

  


Signets der Fördermittelgeber

Gefördert aus Mitteln des Bundes, des Landes und der Landeshauptstadt Kiel
im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms Soziale Stadt