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Programm Soziale Stadt

Mettenhof

Das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt Mettenhof“ beschreibt eine erfolgreich gewachsene Idee. Mettenhoferinnen und Mettenhofer, die Landeshauptstadt Kiel und das Land Schleswig-Holstein haben im Jahr 1999 einen Meilenstein gesetzt. Alle waren sich einig, dass Mettenhof in das Förderungsprogramm aufgenommen werden sollte. Um den Stadtteil lebendiger und attraktiver zu gestalten, saßen alle zusammen an einem Tisch.

Bis 2012 lief das Förderungsprogramm für Mettenhof. Heute kann der Stadtteil auf eine sehr erfolgreiche Programmgeschichte zurückblicken. Vieles hat sich hier in diesem Zeitraum sichtbar verändert.

Weniger Barrieren, attraktive Schulhöfe und schöne Grünanlagen machen den Stadtteil lebenswerter. Die vielen Initiativen und Veranstaltungen, die in den vergangenen Jahren in Mettenhof ins Leben gerufen wurden, zeigen: Hier bewegt sich was! Die Mettenhoferinnen und Mettenhofer sind durch die gemeinsamen Projekte zu einer starken und vertrauensvollen Gemeinschaft gewachsen.

Alle an einem Tisch

Möglich wurde dies vor allem durch den hohen finanziellen Einsatz von Bund, Land und Landeshauptstadt. Das Stadtteilbüro war Anlaufstelle für Ideen und unterstützte deren gezielte Umsetzung im Stadtteil. Das Büro agierte dabei stets auch als wichtiger Mittler zwischen den beteiligten Institutionen, dem Stadtteil und der Landeshauptstadt. Die Kieler Stadtentwicklungs- und Sanierungsgesellschaft mbH hatte eine Antwort auf alle finanziellen Fragen.

Viele Institutionen sowie Mettenhoferinnen und Mettenhofer haben sich für ihren Stadtteil eingesetzt - und tuen das weiter. Kiel ist stolz auf dieses herausragende Beispiel einer erfolgreichen Kooperation. Es zeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. 

Mettenhof aus der Luft

Ein junger Stadtteil

Die Rahmenbedingungen für Mettenhof waren und sind teilweise schwierig. Mettenhof feierte 2015 sein 50-jähriges Stadtteiljubiläum und kann somit als noch sehr junger Stadtteil nicht auf gewachsene Stadtteilstrukturen zurückgreifen. Als klassisch monostrukturierte Großwohnsiedlung der 60-er und 70-er Jahre weist Mettenhof innerhalb Kiels die höchste Anzahl an Sozialwohnungen auf.

Mit seinen rund 19.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Mettenhof der bevölkerungsreichste Stadtteil Kiels. Auffallend ist die besonders junge Altersstruktur der Bewohnerinnen und Bewohner, hier leben die meisten Kinder und Jugendlichen Kiels.

Mettenhof ist ebenso durch einen hohen Anteil an Migrantinnen und Migranten charakterisiert und im Vergleich zur Gesamtstadt Kiel in überdurchschnittlichem Maß von Arbeitslosigkeit und einer hohen Armutsdichte, insbesondere im Bereich der Kinderarmut betroffen.

Leider begründen diese Faktoren nach wie vor oftmals Vorurteile gegenüber dem Stadtteil. Das daraus resultierende negative Image wie auch die erlebte Armut führen bei vielen Bewohnerinnen und Bewohnern zu einem Gefühl der Stigmatisierung und des gesellschaftlichen Ausschlusses.

Dennoch hat sich der Stadtteil, trotz der teilweise schwierigen Rahmenbedingungen, innerhalb der vergangenen 15 Jahre in vielen Bereichen sehr positiv entwickelt. Hierzu hat vor alles das gemeinsame Engagement aller Beteiligten - der Landeshauptstadt Kiel, der Mettenhofer Wohnungswirtschaft, der politischen Vertreterinnen und Vertreter und der sozialen Organisationen des Stadtteils, der Polizei vor Ort, des Stadtteilbüros und nicht zuletzt der Bewohnerinnen und Bewohner selbst - beigetragen.

Soziale Stadt brachte Mettenhof nach vorn

Titelblatt der Broschüre
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Ein wesentlicher Motor und professioneller und flankierender Rahmen für diese Entwicklung war dabei die Aufnahme Mettenhofs in das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt von Januar 1999 bis Dezember 2012.

Wohnumfeld aufwerten, Vernetzungen schaffen, Projekte auf den Weg bringen, Infrastruktur ausbauen, Image verbessern und vor allem die Menschen vor Ort beteiligen und dadurch mitnehmen auf den Weg in eine bessere Zukunft. Dies alles war die Zielsetzung der Sozialen Stadt.

Heute - nach der Sozialen Stadt - liegt die Kriminalitätsrate unterhalb des Kieler Durchschnitts, die Vielfalt der sozialen und kulturellen Angebote hat sich deutlich ausgeweitet und die vorhandene Vernetzungsstruktur im Stadtteil sucht ihresgleichen. 

Städtebau und Stadtteilbüro

24 Baumaßnahmen der Sozialen Stadt für über 8 Millionen Euro haben den Stadtteil maßgeblich städtebaulich aufgewertet. Zusätzlich wurden weitere 580.000 Euro für nicht-bauliche Maßnahmen des Programmteils „Modellvorhaben“ zur Verfügung gestellt

Zum Förderprogramm gehörte ebenso die Implementierung eines Stadtteilmanagements vor Ort, das mit weiteren 1,5 Millionen Euro durch die Soziale Stadt finanziert wurde. Diese Aufgabe übernahm das Stadtteilbüro Mettenhof, das die Umsetzung des Programms von Januar 2000 bis Dezember 2012 begleitete, koordinierte und moderierte. Das Stadtteilbüro konnte ergänzend weitere Stiftungsmittel, Spenden und anderweitige Ressourcen für Stadtteilprojekte in Höhe von mehr als 800.000 Euro akquirieren.

Weitere Informationen zum ehemaligen Fördergebiet Mettenhof mit den durchgeführten Baumaßnahmen und weiteren Projekten erhalten Sie auch in der Broschüre „Mettenhof - ein Stadtteil im Aufbruch“.

Aufgrund der zentralen und bedeutenden Funktion des Stadtteilmanagements erfolgte nach Auslaufen der Förderung der politische Beschluss, das Stadtteilmanagement für Mettenhof auch weiterhin fortzusetzen und in die städtische Trägerschaft zu überführen. Somit ist das Stadtteilbüro Mettenhof seit Juli 2012 bei der Landeshauptstadt Kiel im Amt für Wohnen und Grundsicherung angesiedelt und wird durch städtische Mittel finanziert.

Kontakt

Stadtteilbüro Mettenhof

Claudia Fröhlich, Projektleitung, Telefon 0431 - 53 08 157
Melanie Begenat, Telefon 0431 - 53 08 158

Bergenring 30
24109 Kiel-Mettenhof
Fax 0431 - 53 08 159
E-Mail sbmettenhof@web.de

Sprechzeiten nach telefonischer Vereinbarung

Claudia Fröhlich, Melanie Begenat
Foto: Lisbeth B. Hardel

  


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