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Presse


Pressespiegel

Kieler Nachrichten, 28.03.2012
Spiegel einer vitalen Kultur
- 1. Landesfestival der jüdischen Musik in der Aula der Kieler Hebbelschule
Kai-Peter Boysen

[…] In Hamburg gibt es seit elf Jahren eine vergleichbare Veranstaltung, jetzt feierte auch Kiel beim gelungenen „1. Landesfestival jüdischer Musik in Schleswig-Holstein“ mit einem abwechslungsreichen Programm und Künstlern aus allen Teilen des Landes die lebendige jüdische Kultur in Schleswig-Holstein. „Mehr voneinander wissen, mehr miteinander erleben“, sei das Rezept, um sich den „Herausforderungen der Demokratie“ zu stellen, betonte Igor Wolodarski, Vorsitzender der mit veranstaltenden Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, in seiner Begrüßungsrede. So hatten sich viele jüdische und nichtjüdische Besucher in der Aula der Hebbelschule eingefunden, um festzustellen, dass jüdische Musik weit mehr als Klezmer ist. […] Reibungslos klappte der Wechsel auf der Bühne, locker anmoderiert von Lothar Viehhöfer begeisterten Chöre wie Mameloschn (jiddisch für „Muttersprache“), Tänzer wie die Lübecker Gruppe „Israelische Tänze“ und Solisten das Publikum. […]


Kieler Nachrichten, 22.03.2012
Erstes Festival der Jüdischen Musik

[…] Das erste Landesfestival der jüdischen Musik geht am Sonntag, 25. März, ab 15 Uhr in der Aula der Kieler Hebbelschule (Feldstr. 177) über die Bühne. […] Ausgerichtet wird das Festival von der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region und vom Jüdischen Kulturverein „Aschkenas“.


Die Woche im Erzbistum Hamburg, 18.03.2012
Kein Mensch ist nur ein Neonazi
- Kieler Protestanten und Katholiken wollen im Kampf gegen Rechts keine christlichen Werte verletzen
hix

[…] Die Botschaft ist klar und wird ohne wenn und aber von allen Beteiligten- darunter Christen, Muslime und Juden- getragen: In Kiel soll neonazistisches Gedankengut keine Chance haben. Doch die jüngst angebrachten Schilder „Kein Ort für Neonazis“ rufen Widerspruch hervor. […] Zum Start der Kampagne […] waren auch Vertreter der Kirchen gekommen, die das Anliegen inhaltlich ohne Einschränkung teilen. Allerdings wenden sich jetzt einige gegen den knappen Slogan „Kein Ort für Neonazis“. […] Den Anstoß, sich intensiver mit dem Slogan auseinanderzusetzen, gab der evangelische Probst Thomas Lienau-Becker […]. […] Es sei ein „sprachlich feiner, aber erheblicher Unterschied, ob ich von Ideologien oder Taten rede, oder den so denkenden Menschen zu dem ‚Nazi‘ stilisiere- also als einen Menschen ansehe, dessen ganzes Dasein mit diesem Begriff zusammengefasst wird. […] Darüber hinaus sieht Lienau-Becker auch die sprachliche Nähe zu Nazi-Parolen wie „Ausländer raus“ sehr kritisch, da dies einer Kopie gleichkomme. […] Er fühle sich den anderen Teilnehmern „sehr tief in dem Wunsch verbunden“, dass sich niemand in Kiel durch neonazistisch motivierte Gewalt oder fremdenfeindliche und menschenverachtende Haltungen ausgegrenzt fühlen sollte, begründet der Geistliche seine Teilnahme an der Präsentation […]. Doch das Unwohlsein gegenüber der Parole bleibt. […]


Die Woche im Erzbistum Hamburg, 18.03.2012
Deutlich bleiben
- Über sprachliche Differenzierungen
Marco Heinen

Ein Mensch lässt sich nicht alleine auf seine verqueren politischen Vorstellungen reduzieren. […] Doch wer differenziert, läuft auch Gefahr, nicht verstanden zu werden. Als „zu akademisch“ ließe sich der Einwand gegen den Slogan „Kein Ort für Neonazis“ beiseite schieben. […] Wer sich als Neonazi versteht und Parolen wie „Ausländer raus“ an Wände schmiert, verletzt die Würde anderer Menschen auf das Gröbste. So jemand darf sich nicht beklagen, wenn analog zu „national befreiten Zonen“ vielerorts „kein Ort für Neonazis“ sein soll. […] Das soll man den Gegnern der Demokratie nicht zumuten dürfen? Nein, in der Tat, man sollte es nicht, jedenfalls nicht in diesem speziellen Fall. Das Wort kann ein scharfes Schwert sein. Allerdings gilt auch: Wie viel weniger vermag es zu verletzen als die körperliche Gewalt von rechten Schlägern. […]


Kieler Nachrichten, 08.03.2012
Holtenau wirbt weiter für mehr Toleranz
Petra Krause

[…] 2009 hatte die Ratsversammlung beschlossen, einen Antrag zur Förderung durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ zu stellen […]. […] Der Aktionsplan ist derzeit noch auf den Kieler Norden mit der Wik, Pries-Friedrichsort und Schilksee beschränkt, da es dort immer wieder rechtsextremistische Aktivitäten gegeben habe, so Pasternak. […] In Schilksee habe zum Beispiel wochenlang an einer Mauer gestanden „Nationaler Sozialismus oder Untergang“. 2011 flossen die ersten Gelder, wurden die ersten Pilotprojekte gestartet. […] In den nächsten Monaten gehe es darum, weitere „lokale Akteure der Zivilgesellschaft“ wie Kirchen, Vereine und engagierte Bürger zu gewinnen und weitere Projekte aus dem Aktionsgebiet zu fördern. […]


Kieler Express, 07.03.2012
Kiel macht den Anfang: „Kein Ort für Neonazis“

[…] Die Botschaft ist eindeutig: „Kein Ort für Neonazis- Kiel gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ steht auf den gelb-schwarzen Blechschildern mit rotem Diagonalbalken, die bereits an einigen Gebäuden angebracht wurden. […] Ganz bewusst habe Kiel diesen plakativen Ansatz gewählt, so Oberbürgermeister Torsten Albig bei der Vorstellung der Aktion. Die Aussage der Schilder und ihre Verbreitung sollen den Anhängern neonazistischer Ideologien klarmachen, dass sie in Kiel auf Gegenwind stoßen: „Wir wollen sagen: Dieser Ort ist stärker als Ihr“, drückte es Torsten Albig aus. Getragen wird die Aktion schon jetzt von einem breiten Bündnis. Gemeinsam mit Albig waren Vertreter verschiedener Organisationen ins Rathaus gekommen, um die gelben Schilder vorzustellen. […]


Kieler Nachrichten, 03.03.2012
Klare Kante gegen Neonazis
- Als bundesweit erste Stadt kämpft Kiel mit 500 Schildern im gesamten Stadtgebiet gegen Rechtsextremismus
Martina Drexler

[…] Kiel zeigt Flagge: Als erste Stadt Deutschlands setzte sie mit 500 Schildern ein Zeichen gegen Rechtsextremismus. […] „Über die gesamte Bürgergesellschaft zeigen wir, dass wir nicht akzeptieren, dass sich Menschen gegen Menschen aus rassistischer Verblendung wenden“, begründete Albig die Aktion. 150 Schilder haben bereits Orte gefunden, am Verwaltungshochhaus der Universität zum Beispiel, am Justizministerium und an der „Pumpe“. […] Die Aktion sei auch ein Signal an die Bürger: „Stärkt die Demokratie“. Man habe nicht nur Gespräche anregen, sondern auch der Bürgergesellschaft die Möglichkeit geben wollen, sich zu positionieren, erklärte Kulturreferent Rainer Pasternak. […] Es gelte, gemeinsame Werte zu verteidigen, sagte etwa Özlem Ünsal vom Forum für Migrantinnen und Migranten. […] Einig sind sich auch die Kieler Ratsfraktionen: „Wir wollen keine national befreiten Zonen, sondern ein tolerantes, friedliches Miteinander“, betonte Dagmar Hirdes (Grüne). Erst im Februar hatte die Ratsversammlung appelliert, sich gegen rechtsextreme Auswüchse zu wehren. Anlass der Resolution, gegen die nur NPD-Ratsherr Hermann Gutsche stimmte, waren die am 31. März in Lübeck sowie am 1. Mai in Neumünster geplanten Aufmärsche von Gruppierungen aus dem rechten Lager. […]


Kieler Nachrichten, 03.03.2012
Gute Idee oder reine Geldverschwendung?
birt/kbö

[…] Was sagen die Kieler zu der Idee, mit Schildern in öffentlichen Einrichtungen ein deutliches Zeichen gegen Nazis zu setzen? Unsere Zeitung hat sich umgehört: „Eigentlich finde ich die Idee gut“ […] „Denn je mehr die Stadt plakatiert wird, desto weniger trauen sich entsprechende Leute, ihre Gesinnung öffentlich zu machen.“ […] „Ich glaube nicht, dass es wirklich was bringt, aber es setzt zumindest ein Zeichen gegen Nazis.“ […] „Das ist reine Geldverschwendung“ […] „Denn wer Nazi ist, bleibt es auch- trotz Schild!“


Kieler Nachrichten, 03.03.2012
Klares Signal
- Aktionen gegen Rechtsextremismus
Martina Drexler

[…] Ja, es ist nur ein kleines Zeichen, das aber große Wirkung erzielen könnte. Denn Kiel ist als Stadt Vorreiterin, indem sie durch die Aussage „Kein Ort für Neonazis“ nicht nur in ihrem Rathaus, sondern flächendeckend klar gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus positioniert. […] Hinsehen statt wegschauen, sich auseinandersetzen und Partei ergreifen: Die Aktion könnte zusätzlich Symbolkraft entwickeln- quasi als Gegenkampagne zu den Botschaften nationalsozialistischer Ideologie. […] Denn auch wenn sich nach Einschätzung des Verfassungsschutzes Teile der gewaltbereiten rechten Szene in Schleswig-Holstein auflösen […] bleibt die braune Gefahr bestehen.


http://www.taz.de/!88845/, 02.03.2012; letzte Einsicht: 26.03.2012
Neonazis? Kein Einlass!

Mit 500 Schildern will Kiel ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. […] „Kiel zeigt Flagge“, sagte Albig. Mit Blick auf die Nazizeit von 1933 bis 1945 fügte er hinzu: „Wir wollen, dass dieser Ort nie wieder vom Geist des nationalsozialistischen Unwesens besudelt wird- darin sind wir uns alle einig.“ […] Ihm sei bewusst, dass die Aktion „sehr plakativ ist und zum Widerspruch reizt“, fügte Albig hinzu. Es gehe nicht darum, einzelne politisch verblendete junge Menschen auszugrenzen, sondern sich gegen jenes Gedankengut zu wenden, das diese Menschen auf Abwege führe. […] An Kirchen sollen die Schilder nicht angebracht werden. Gotteshäuser seien Orte, die jeden zum Gebet einladen, auch Menschen, die Falsches getan haben, erläuterten Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche. Inhaltlich werde die Aktion voll mitgetragen, NS-Ideologie und das christliche Menschenbild schlössen sich einander aus. […]


http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Kiel-stellt-500-Schilder-gegen-Nazis-auf-id19039576.html, 02.03.2012;
letzte Einsicht: 26.03.2012
Kiel stellt 500 Schilder gegen Nazis auf

[…] Als erste deutsche Stadt setzt Kiel mit 500 Schildern im gesamten Stadtgebiet ein Zeichen gegen Rechtsextremismus. Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD) befestigte am Freitag am Rathaus das erste Schild mit der Aufschrift «Kein Ort für Neonazis- Kiel gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus». […] Vertreter der Kirchen, der Jüdischen Gemeinden, der Türkischen Gemeinde und des Forums für Migrantinnen und Migranten sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Hochschulen unterstützen die Aktion.


http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article/111/500-schilder-gegen-neonazis.html, 02.03.2012, letzte Einsicht: 26.03.2012
500 Schilder gegen Neonazis
- Kiel bundesweit erste Stadt

Im Kampf gegen Rechtsextremismus setzt Kiel ein deutschlandweit bislang einzigartiges Zeichen: In der ganzen Stadt werden 500 Schilder befestigt. Die Aufschrift: „Kein Ort für Neonazis“. […] Die Schilder sind dauerhaft an öffentlichen und privaten Gebäuden zu sehen, unter anderem am Hochhaus der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel. Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD) ließ es sich nicht nehmen, das gelbe Blechschild am Rathauseingang selbst anzuschrauben. […] In seiner Rede erinnerte Albig an die braune Geschichte Kiels. „Auch in unserem Rathaus haben einmal Nazis gewirkt, selbst an meinem Schreibtisch. Das Schild am Eingang stellt klar: Dieser Ort ist demokratisch und stark.“ […] Einen Tag vor den Kommunalwahlen am 12. März 1933 besetzten SA und SS das Rathaus. Oberbürgermeister Dr. Emil Lueken (DVP), der eigentlich 1932 für zwölf weitere Jahre wiedergewählt worden war, wurde für abgesetzt erklärt. […] Fünf Jahre später brannte die Kieler Synagoge am Schrevenpark - die Reichspogromnacht hatte Kiel erreicht.


Kieler Nachrichten, 11.02.2012
„Kein Ort für Neonazis“ lautet die Botschaft
- Kulturreferent Rainer Pasternak koordiniert Schilder-Aktion in Kiel
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[…] Eingebettet in die Kampagne „Kiel in Aktion gegen Neonazis“ hat die Landeshauptstadt jetzt 500 Schilder mit der Aufschrift „Kein Ort für Neonazis“ prägen [lassen]. […] „Die Stadt Kiel und ihre Einwohner beziehen mit den Schildern dauerhaft Position gegen Neonazis“, erläuterte Rainer Pasternak während einer Präsentation vor den Ortsbeiräten Friedrichsort und Schilksee den Hintergrund der Aktion. […] Zu diesem Auftakt mit Oberbürgermeister Torsten Albig sollen auch Vertreter der Kirchen, der jüdischen Gemeinde und der türkisch-islamischen Kulturverbände eingeladen werden. […] Der Kulturreferent kümmert sich nicht nur um die aktuelle Schilder-Kampagne. Er ist auch Koordinator des „Lokalen Aktionsplans Kiel Nord“. […] Der „Lokale Aktionsplan“ wird gefördert durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“.


Kieler Nachrichten, 06.02.2012
Viele Themen im Migrantenforum

[…] Es gibt eine Menge zu besprechen im Kieler Forum für Migrantinnen und Migranten: Am Dienstag, 7. Februar, ab 17 Uhr im Magistratssaal des Rathauses. […] Zum Thema „Lokaler Aktionsplan Kiel-Nord“ berichtet Rainer Pasternak in der öffentlichen Sitzung aus dem Kulturdezernat. Über den Lokalen Aktionsplan werden Projekte gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit gefördert. […]


Kieler Nachrichten, 02.02.2012
Auf der Bühne stürzen alle Mauern ein
- Grundschule Holtenau wirbt mit Theaterstück für Integration
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[…] „Er ist anders, sie ist anders, du bist anders, wir sind anders“ heißt das Stück, das am morgigen Freitag, 3. Februar, um 10.20 Uhr in der kleinen Sporthalle der Grundschule Holtenau aufgeführt wird. […] Das Projekt ist eingebettet in den städtischen „Lokalen Aktionsplan Kiel Nord“. Er fördert in Pries/Friedrichsort, Schilksee, der Wik und Holtenau soziales Engagement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. […] Im Fokus steht ein isoliertes Kind, das dank einstürzender Mauern in den Köpfen seiner Mitmenschen später Teil der Gemeinschaft wird. […] „Die Schüler haben tolle Ideen“, lobte Schauspieler Thies John  […] am Montag bei der Generalprobe im musiculum. Dort beginnt am 6. Februar mit Kindern der Grundschule Holtenau und der Gemeinschaftsschule Friedrichsort das zweite Projekt dieser Art.


Unser Holtenau, 01.02.2012
Bundesförderungsprojekt „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“
- Pilotprojekt im musiculum mit Schüler/innen der Grundschule Holtenau

[…] Im aktuellen Pilotprojekt arbeitet das musiculum mit der Grundschule Holtenau zusammen. […] Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Grundschule Holtenau haben sich über die Dauer eines Halbjahres intensiv mit dem Thema Ausgrenzung auseinandergesetzt. Ziel dieses Projektes ist es, […] ein kurzes Bühnenstück unter Einbezug von szenischem Darstellen, Bewegung und Tanz, der Komposition eines eigenen Songs nebst Formulieren der zugehörigen Texte und das künstlerische Gestalten eines Bühnenbildes erarbeiten zu lassen. Dabei werden eigene Gedanken, Erlebnisse und Erfahrungen zu den Themen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit individuell und im Gruppenkontext verstanden und verarbeitet. […] Dieses Projekt wird im zweiten Schulhalbjahr 2011/2012 mit der zweiten vierten Klasse durchgeführt.


Kieler Nachrichten, 16.12.2011
Zusammen ist man weniger allein
- Schüler der „Lernwerft“ zeigten Theater-Collage „Wir sind alle fremd irgendwo“ in der Hansa48
Caroline Neider

[…] Insgesamt 24 Schüler der privaten Club of Rome Schule Lernwerft in Friedrichsort haben unter der Leitung von Susanne Mengelkamp und dem Klassenlehrer Thies Wels eine intelligent zugespitzte Theater-Collage […] zum Thema Fremdsein, Anderssein inszeniert. Am Mittwoch zeigten sie ihr Stück mit dem Titel Wir sind alle fremd irgendwo in der Hansa48. […] Dazwischen zeigten die Schüler in zynischen, traurigen, humorvollen und vor allem realistischen Episoden, was passiert, wenn man den Titel ihres Stücks verdrängt, nämlich Wir sind alle fremd irgendwo: Schüler-Mobbing, Antisemitismus, Fremdenhass. Gut gespielt, lassen die Schüler sich, ihren Figuren und dem Publikum Zeit zu verstehen und sich eigene Gedanken zu machen. […]


Kieler Nachrichten, 30.11.2011
Vom Umgang mit dem Fremden
- Theaterprojekt an der Lernwerft entwickelt Szenencollage- Nächste Herausforderung eine Rahmenhandlung
Petra Krause

[…] Die neunte Klasse erarbeitet mit fachlicher Unterstützung eine Szenencollage zum Thema: „Umgang mit dem Fremden - Aliens begegnen Erdbewohnern“. Die Vorstellung „Erdbewohner treffen auf Außerirdische“ ist dabei der Einstieg, sich dem Thema „Umgang mit Fremden“ zu nähern. Es zeigt den Kontrast zwischen der Grenzenlosigkeit des Universums und der Begrenztheit unseres Denkens und unserer Entfaltungsmöglichkeiten“, so Thies Wels. […] Nach einer Einführung in Spieltechniken, ersten Übungen - wie Menschen wohl mit Aliens kommunizieren-, einem Vortrag über Rechtsextremismus und Informationen vom Astro-Team über das Universum, arbeiten die Schüler bereits an den Szenen. […]


HEMPELS. Das Straßenmagazin für Schleswig-Holstein, November 2011 (Ausgabe 187)
„Kulturelle Vielfalt fördern und Rechtsradikalen klar entgegentreten“
Eckehard Raupach

[…] Jährlich gibt es in Schleswig-Holstein zehn bis zwanzig rechtsradikale Lieder- und Konzertabende. Rechtsradikale Organisationen haben in Deutschland etwa 25.000, in Schleswig-Holstein rund 1500 Mitglieder (so der letzte Verfassungsschutzbericht). […] 2010 war geprägt durch etliche rechtsradikale Gewaltakte gegen „linke“ Organisationen und Einrichtungen, besonders stark traten die Rechtsradikalen im Kieler Norden auf, von der Wik bis Friedrichsort. […] Durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern, Kompetenz stärken“ stehen Mittel für Aufklärung und Aktionen bereit. Zusätzlich zahlt die Stadt jährlich 60.000 Euro für den Kampf gegen Rechtsradikalismus; ein Ausschuss mit starker Bürgerbeteiligung soll über die Vergabe entscheiden. […]


Kieler Nachrichten, 14.09.2011
„Kiel in Aktion“ gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit
küp

[…] 90 deutsche Kommunen hatten sich für das Bundesprojekt „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ beworben, Kiel erhielt laut Kulturreferent Rainer Pasternak als einzige Kommune in Schleswig-Holstein den Zuschlag für die Projektteilnahme. Der Bund habe allerdings gefordert, dass mit dem Geld vorwiegend Projekte in den nördlichen Kieler Stadtteilen Wik, Holtenau, Pries-Friedrichsort und Schilksee finanziert werden. Um aber auch in anderen Stadtteilen Präventionsprojekte auf den Weg bringen zu können, gab die Ratsversammlung für 2011 weitere 30000 Euro frei. […] „Hauptziel der Projekte ist es, durch gezielte Präventionsarbeit bei Kinder und Jugendlichen dem Rechtsradikalismus das Wasser abzugraben“, erläutert Pasternak den Hintergrund des Kieler Aktionsplanes. […] Welche Projekte umgesetzt und finanziell gefördert werden, entscheidet ein Begleitausschuss, dem Vertreter von Kieler Ämtern, Kultureinrichtungen oder Kirchen angehören. […]


Unser Ostufer, März 2011
CD und Partys gegen Rechts

„Rechts- geht gar nicht“ heißt die Kieler Schulhof-CD, produziert von den Mädchen- und Jugendtreffs der Stadt. Darauf beziehen junge Musiker/innen mit unterschiedlichen Musikstilen in ihren Texten Stellung gegen rechtsextremes, rassistisches und anderes menschenverachtendes Verhalten. Prominente Unterstützung erhielt das Projekt von Sebastian Krumbiegel („Die Prinzen“) sowie der Band „Escapado“, die jeweils mit einem Song auf der CD vertreten sind. […] Auf zwei Partys wird die CD dem jungen Kieler Publikum vorgestellt. Das Konzert in der Pumpe am 18. März steht ganz im Zeichen der Rockmusik, von Akustik bis Hardcore. Am 25. März haben in der Räucherei Hip-Hop-Musiker/innen aus Kiel und Umgebung das Mikro in der Hand. […]


Zeitung für Mettenhof, März 2011
CD und Partys gegen Rechts

[…] Die CD wird vom 7.3.- 18.3. auf Schulhöfen weiterführender Schulen in Kiel kostenlos verteilt. Auf zwei Partys wird die CD dem jungen Kieler Publikum vorgestellt. […] Beide Veranstaltungen finden in den Internationalen Wochen gegen Rassismus (14.3.-27.3.) und unter dem Dach des städtischen Projektes „Kiel in Aktion“ statt. Organisiert werden die Konzerte vom Referat für Migration und der Projektgruppe der Mädchen- und Jugendtreffs der Landeshauptstadt Kiel sowie dem Kieler Forum für Migrantinnen und Migranten, dem Beauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein, dem Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein, dem AWO-Kreisverband Kiel, der Pumpe und der Räucherei. [...]


Kieler Nachrichten, 22.02.2011
Wie die Stadt ein Kulturnetzwerk gegen Extremismus knüpft
- Kieler Jugendliche sollen durch Filmreihen, Theaterprojekte oder Diskussionen für antidemokratische Prozesse sensibilisiert werden
küp

[…] Mit Diskussionen, Filmreihen, Theaterstücken, Ausstellungen oder Schulprojekten soll ein „Lokaler Aktionsplan“ zur Demokratieentwicklung umgesetzt sowie die Bündnisse gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit oder Antisemitismus gestärkt werden. Die dafür vom Kulturreferenten der Stadt, Rainer Pasternak, veranschlagten 200 Veranstaltungen pro Jahr würden vom städtischen Amt für Kultur und Weiterbildung sowie vom Kieler Forum „Netzwerk Kultur und Wissenschaft“ organisiert. […] Die „notwendige Öffentlichkeit für eine gesellschaftliche Debatte“ über auch in Kiel zu beobachtende rechtsextreme Aktivitäten oder Fremdenfeindlichkeit soll durch hochrangig besetzte Diskussionsrunden, Film- oder Theateraufführungen hergestellt werden. […]




Fotos: Christiane Breitfelder