Projekte 2011
Vielfältiges Kiel
Besonders vielseitig waren die Pilotprojekte, die im Jahr 2011 von gemeinnützigen Organisationen zum Programmstart von „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“ in Kiel dem Begleitausschuss vorgelegt worden sind. Die Projektträger starteten mit ihren Projekten überwiegend im Herbst 2011. Im Projektjahr 2011 stand besonders die Arbeit unter Einbeziehung von Schulen in den nördlichen Stadtteilen im Vordergrund.
Um allen Interessenten einen Einblick in die verschiedenen Arbeiten geben zu können, werden an dieser Stelle in Kurzbeschreibungen die Projekte vorgestellt.
Projekte
Fremd und doch so nah
Projektträger:
Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten e.V. (ZBBS e.V.)
Kurzbeschreibung:
Das Schulprojekt „Fremd und doch so nah“ richtet sich an Grundschulen und weiterführende Schulen in den nördlichen Stadtteilen Kiels. Ein Team aus Mitarbeiterinnen und Flüchtlingen der ZBBS führt an diesen Schulen Unterrichtseinheiten zu den Themen Asyl und Flucht durch. Die Schülerinnen und Schüler lernen im persönlichen Umgang mit den Referentinnen und Referenten eine für sie zunächst fremde Welt kennen. Durch den gegenseitigen Austausch wird das wechselseitige Einfühlungsvermögen gestärkt: eigene und fremde Vorurteile werden reflektiert und neutralisiert.
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Mobiles Demokratietheater ON TOUR in KIEL
Projektträger:
Verein Miteinander leben e.V.
Kurzbeschreibung:
Dieses Projekt initiiert ein mobiles Demokratietheater, welches mit den pädagogischen Methoden des darstellenden Spiels Inhalte zur Demokratieerziehung spielerisch aufbereiten möchte. Hierzu wird an weiterführenden Schulen in Kiel ein jeweils zweitägiges Programm durchgeführt, welches Inhalte wie Meinungsbildung ("Wofür bin ich?"), Meinungsäußerung ("Ich will auch mal was sagen!") Partizipation ("Meine Stimme zählt doch auch etwas") und Konfliktlösung im demokratischen Sinne ("Ich habe recht! ... Habe ich recht?") beinhaltet. Das Programm des Workshops ist mobil konzipiert und wird Bildungseinrichtungen in Form eines "Aktionstages zur Demokratie" angeboten. Methodisch ist es so aufgebaut, dass es in den Bildungsalltag integriert werden kann.
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Wir sind alle FREMD, irgendwo
Projektträger:
Bildungsstiftung Schleswig-Holstein
Kurzbeschreibung:
Ziel des Projektes "Wir sind alle FREMD, irgendwo" besteht in der Konzipierung eines Theaterstücks, in dessen Entstehung Schülerinnen und Schüler der 9.Klasse der Lernwerft eingebunden sind. Im Rahmen dieses Entstehungsprozesses beschäftigen sich die Jugendlichen mit Fragen nach dem Fremd- und Anderssein.
Von den Unterschieden zwischen "Außerirdischen und Erdbewohnern" ausgehend wird mit der Klasse erarbeitet, wie Kommunikation, Verständigung und Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher Herkunft und Lebensrealität erfolgreich bewerkstelligt werden können. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich bei der Entstehung des Stücks mit Fragen nach der eigenen kulturellen Identität und nach der von anderen Menschen. Automatisch entstehen dabei richtungweisende Lösungsansätze für ein tolerantes Miteinander und sozialer Integration. Innerhalb der Aufführungen werden die erarbeiteten Fragestellungen und Denkansätze einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
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Generationen im Dialog über Krieg und Toleranz
Projektträger:
Verein Mahnmal Kilian e.V.
Kurzbeschreibung:
Das Projekt sieht vor, ab 2012 Seminare unter der Überschrift „Intergenerationelle Gespräche über Krieg und Toleranz“ durchzuführen. Schülerinnen und Schüler und Zeitzeugen haben innerhalb des Projekts „Generationen im Dialog über Krieg und Toleranz“ die Möglichkeit, über ihre Erfahrungen zu Themen wie Ausgrenzung, Verfolgung, Wegsehen und Widerstand zu sprechen. Im Spiegel der Erfahrungen der Kriegszeugen bietet sich für Jugendliche die Chance, eine neue Sicht auf ihre eigenen Werte und Handlungsmöglichkeiten zu erlangen.
„Ich zeig‘ Dir meine Welt“- Stadtteil als Lebensraum
Projektträger:
Kinder- und Jugendhilfe-Verbund gGmbH- Flexible Hilfen Kiel
Kurzbeschreibung:
Das Projekt „Ich zeig´ Dir meine Welt“ - Stadtteil als Lebensraum soll älteren Kindern, Jugendlichen und jungen Heranwachsenden über das Medium Fotografie eine Möglichkeit eröffnen, sich mit ihrem Stadtteil/ihrer Lebenswelt näher auseinanderzusetzen, ihre Sicht auf Lebensqualität / Freizeiträume / Cliquen / Angsträume / etc. an andere Gleichaltrige und v.a. an die Erwachsenenwelt zu kommunizieren und ihre Bedürfnisse zu formulieren.
Die von den Jugendlichen eingereichten Fotos fließen in eine Ausstellung ein, die in Jugendtreffs und Schulen gezeigt wird.
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„Das sind wir!“ - establishing identity
Projektträger:
Bildungsstiftung Schleswig-Holstein
Kurzbeschreibung:
In Ballungsgebieten leben viele Familien mit Migrationshintergrund. Gesellschaftlich kommt es bei der Integration oft noch zu Spannungen und Missverständnissen. "Das sind wir!" hilft, den Dialog zwischen verschiedenen Kulturen und gesellschaftlichen Schichten aufzubauen und zu verstärken. Zusammen mit einer 6. Schulklasse der Friedrichsorter Lernwerft soll ein Theaterstück entwickelt und aufgeführt werden. Thema des Stücks ist die eigene Identität: die Herkunft der Familie, ihr sozialer Status, aber auch das Miteinander in der Nachbarschaft und in der Schule. Ziel dabei ist eine größere Akzeptanz des jeweils „Anderen“ zu entwickeln. Zentrale Elemente des Stückes sind die Entwicklung des Bühnenbilds mit eigenen Bildern, Foto- und Filmprojektionen sowie die tänzerischen Szenen.
Er ist anders, sie ist anders, du bist anders, wir sind anders
Projektträger:
musiculum- Lern- und Experimentierwerkstatt
Kurzbeschreibung:
In diesem Projekt arbeitet das musiculum mit einer Grundschulklasse aus Holtenau zusammen. Hierbei steht die Demokratie- und Toleranz-Erziehung im Vordergrund. Aspekte sozialer Kompetenz, wie Kritikfähigkeit, respektvoller Umgang miteinander, gegenseitige Wertschätzung sowie Engagement und Zivilcourage werden geschult. Die Teilnahme im geschlossenen Klassenverband macht präventives Arbeiten möglich. Unabhängig vom jeweiligen Lebensumfeld werden viele Kinder gleichzeitig erreicht und angesprochen.
„Zusammen macht’s mehr Spaß“ tönt es in dem selbst gemachten Song aus den Boxen, zu dem die Tanzgruppe eine Choreographie erarbeitet hat und mit dieser in die szenische Darstellung der Schauspielgruppe eingreift, in der doch eben gerade ein Kind, das irgendwie anders ist, ausgeschlossen werden soll. Und so reißen sie die aufgebaute Mauer wieder ein, tanzen gemeinsam, stellen sich gegen die Ausgrenzung von anderen und öffnen sich unvoreingenommen Unbekanntem oder Fremdem gegenüber. Wenn im Stück die Mauer aus den von den Kindern bemalten Kartons fällt - dann wackelt oder fällt gleichzeitig auch die eine oder andere Mauer in unseren Köpfen.


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