Energiebericht 2010
Klimaschutz in Kiel
Klimaschutzstadt Kiel
Mit dem Beitritt zum Klimabündnis Alianza del Clima im Jahr 2004 ist die Klimaschutzstadt Kiel ehrgeizige Verpflichtungen eingegangen. Die CO2-Emissionen sollen alle fünf Jahre um 10 % verringert werden. Im Mai 2008 beschloss die Kieler Ratsversammlung das "Kieler Energie- und Klimaschutzkonzept 2008“. Dabei orientiert sich die Landeshauptstadt Kiel an dem Ziel der Bundesregierung, die CO2-Emissionen Deutschlands bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 um 40% zu reduzieren.
Ob die Kieler Klimaschutzziele erreicht werden können, hängt entscheidend von der Art der künftigen Kieler Energieversorgung ab. Das neue Energieversorgungskonzept der Stadt ist in Arbeit und wird spätestens im Februar 2011 nach umfangreicher Beteiligung der Öffentlichkeit vorgelegt. Einen großen Beitrag zur Erreichung der Kieler Klimaziele kann aber auch das operative Energiemanagement der fast 700 Gebäude liefern, die die Stadt öffentlich nutzt. Energieeffizienz spart CO2 und schont den städtischen Haushalt.
Der vom Umweltschutzamt herausgegebene Energiebericht 2010 (PDF) gibt einen umfassenden Überblick über den Energieverbrauch städtischer Liegenschaften sowie Großverbraucher und stellt erfolgreiche Projekte der vergangenen Jahre vor.
Selbstverständlich ist mittlerweile geworden, dass Neubauten und umfassende Sanierungen der Stadt dem "InBA-Standard“ entsprechen müssen und somit höhere energetische Anforderungen erfüllen, als nach der Energieeinsparverordnung erforderlich wären. Der Kieler Standard nähert sich dem Passivhausstandard bereits sehr an. Die Versorgung von fast 30 % der städtischen Liegenschaften mit Ökostrom seit 2008 war nur ein erster Schritt zur CO2-Einsparung.
Im Bereich der Sanierung muss angestrebt werden, dass die Gesamtenergieeffizienz der Gebäude nach Sanierung im "grünen Bereich“ des Anforderungswertes des jeweiligen Energieausweises liegt. Wichtig ist weiterhin die Beeinflussung Wichtig ist weiterhin die Beeinflussung des Nutzungsverhaltens als vierte Säule eines effizienten Energiemanagements.
Der Energiebericht 2010 zeigt aber auch, dass viele Anstrengungen der letzten Jahre allein wegen gestiegener Nutzungsanforderungen verpufften. Ganztagsunterricht, Übermittagbetreuung, neue Kinderbetreuungsplätze oder eine Ausweitung der PC-Kapazitäten erhöhen den Energieverbrauch. Zusätzlicher Verbrauch muss mit dem Einsatz regenerativ erzeugter Energie ausgeglichen werden. Ein neu ausgerichtetes Energiemanagement mit integraler Planung und energetischer Projektsteuerung könnte eine Trendwende unterstützen.
Modell zur Finanzierung
Innerstädtisches Contracting, auch Intracting genannt, ist ein Modell zur Finanzierung von Energie- und Wassersparinvestitionen in öffentlichen Gebäuden.
Broschüre Innerstädtisches Contracting


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