Landeshauptstadt Kiel Wappen der Landeshauptstadt Kiel

Projekte

Innovative Bauausstellung InBA® Kiel 2008:

Die InBA® Kiel präsentierte vom 05.09.2008 bis zum 28.09.2008 Neubaumaßnahmen und Modernisierungsprojekte mit vorbildhafter Umsetzung von Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien mit dem Ziel der CO2-neutralen Wärmeversorgung.
Die Ausstellung zeigte Gebäude mit verschiedensten Nutzungen, die belegten, wie energiesparende und ressourcenschonende Konzepte in Stadtquartieren geplant und realisiert werden können. Die vorgestellten Projekte erfüllten als Neubauvorhaben mindestens den KfW-Energiesparhäuser 40-Standard. Im Sanierungsbereich erreichten die Projekte das Neubau-Niveau nach Energieeinsparverordnung (EnEV 2004).
Dabei sollte die Nutzung von erneuerbaren Energien und/oder Kraft-Wärme-Kopplung möglichst bis zu 100 % für die Gesamtwärmeversorgung (Heizung und Warmwasser) erfolgen. Es kamen unterschiedliche Versorgungslösungen (z.B. Holzpellets, Solarthermie oder Erdwärme mit Solarstrom) zum Einsatz.
Die InBA Kiel 2008 ist der deutsche Beitrag zum EU-Projekt REBECEE (Renewable Energy and Building Exhibitions in Cities of the Enlarged Europe), das eine Reihe von innovativen und ökologischen Bauausstellungen in Mittel- und Osteuropa beinhaltet und am 22. Mai 2006 von der EU-Kommission im EIE-Programm 2005/2006 genehmigt wurde. Neben Kiel nehmen u.a. Graz (A), Alingsås (S), Ljublijana (SLO) und Tallinn (EST) an dem EU-Projekt teil.
Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.inba-kiel.de

Entwicklung eines handlungsorientierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes:

Gemäß Beschluss der Ratsversammlung vom 20.10.2005 wurde, in Abstimmung mit den Stadtwerken Kiel AG, ein nachhaltiges kommunales Energie- und Klimaschutzkonzept entwickelt, um schrittweise die Abhängigkeit vom Erdöl abzusenken und verstärkt Energieeinsparungen, rationelle Energieverwendung und Nutzung erneuerbarer Energieträger zu fördern. Das Klimaschutzkonzept wurde am 15.05.2008 von der Ratsversammlung beschlossen .

Teilnahme an der bundesweiten Kampagne SolarLokal:

SolarLokal  ist eine Kampagne für Solarstrom mit dem Ziel, den Anteil dieses umweltfreundlichen Stroms an der Energieerzeugung weiter auszubauen.

Förderprogramm Altbausanierung Ellerbek:

Die Landeshauptstadt Kiel fördert die energetische Sanierung von Wohngebäuden. In einem Pilotprojekt in Kiel-Ellerbek können Eigentümer von Einfamilienhäusern (Baujahr vor 1979) Beratungen sowie einen finanziellen Zuschuss aus Mitteln des Kieler Klimaschutzfonds erhalten. Fördergebiet ist das zwischen der Werftstraße, Poppenrade und Franziusallee gelegene Areal mit seiner typischen Doppelhausbebauung.

„Fifty-Fifty“ - Energie sparen an Kieler Schulen:

Mit dem Modell "Fifty-Fifty für Kieler Schulen" wurde 1996 ein Anreizsystem eingeführt, dass das Ziel hat, Eigeninitiativen zum energie- und ressourcensparenden Verhalten zu fördern. Von 1998 bis Ende 2007 wurden dabei verhaltensbedingte Einsparungen von über 3.100 MWh Heizenergie (witterungsbereinigt) und über 2,15 Millionen kWh Elektroenergie erzielt. Der Umwelt wurden mehr als 2.300 t CO2 erspart und die teilnehmenden Schulen haben sich durch ihre Verhaltensänderungen Prämien von über 500.000 € erwirtschaftet.

Förderung Regenerativer Energieträger:

In Kooperation mit den Kreisen Plön, Rendsburg-Eckernförde und der Stadt Neumünster wurde im Rahmen der K.E.R.N.-Kooperation das Deutsch-Dänische INTERREG-Förderprojekt Region21 gestartet. Ein Ziel dieses EU-Projektes ist es, die in der K.E.R.N.-Region vorhandene Biomasse nach dänischem Vorbild verstärkt zur Energieerzeugung zu nutzen, dadurch der Landwirtschaft alternative Einkommen zu ermöglichen und die CO2-Emissionen zu reduzieren.

Bürgersolaranlage:

Der Förderverein Neue Produktion e.V. (FNP) aus Kiel hat gemeinsam mit einem führenden Fachbetrieb der Solarenergietechnik in Schleswig-Holstein, der Firma Energie aus Wind und Sonne GmbH (EWS) aus Handewitt, die erste BürgerInnensolaranlage  in Schleswig-Holstein errichtet. Alle Kieler Bürgerinnen und Bürger im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Kiel AG hatten Gelegenheit, sich an dieser Kieler Gemeinschaftsanlage mit einer Leistung von 14 Kilowattpeak zu beteiligen.

Sonne in der Schule - Förderung von Fotovoltaikanlagen für Schulen:

Vom Kieler Klimaschutzfonds wurden bisher 21 Schulen mit Solaranlagen ausgestattet. Sie erzeugen nun elektrische Energie aus Sonnenlicht. An den Schulen wurden unter der Leitung engagierter Lehrkräfte Projektgruppen gebildet und Fachvorträge gehalten. Die Stromerzeugung der Anlagen wird messtechnisch erfasst und mit Computerprogrammen ausgewertet. Die Ergebnisse können im Unterricht verwendet werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen durch die aktive Beteiligung beim Aufbau der Anlagen und durch die Behandlung des Themas im Unterricht die Technologien des Solarzeitalters kennen.

Innerstädtisches Contracting:

Innerstädtisches Contracting ist ein Modell zur Finanzierung von Energieeinsparinvestitionen durch eingesparte Energiekosten in öffentlichen Gebäuden. Die Investitionskosten amortisieren sich durch die Energiekosteneinsparungen. Mit diesem Finanzierungsmodell werden die bestehenden kommunalen Energieeinsparpotentiale zur Entlastung von Umwelt und städtischem Haushalt optimal genutzt. In Kiel werden Projekte realisiert, die sich in weniger als 10 Jahren durch die eingesparten Energiekosten refinanzieren.

Energiesparendes Bauen und Sanieren:

Ein Schwerpunkt des Kieler Klimaschutzes liegt auf der Unterstützung von privaten Immobilienbesitzern zum energiesparenden Bauen und Sanieren. Im Frühjahr 2003 wurde von der Landeshauptstadt Kiel die Broschüre „Sanieren und Sparen“ herausgebracht. Das Thema wurde auf Veranstaltungen und Messen zusammen mit Kooperationspartnern beworben, u.a. gemeinsam mit Solarfachfirmen auf der Kieler Woche, gemeinsam mit der Energiestiftung Schleswig-Holstein und der Initiative Faktor Vier auf der Messe „Alles fürs Heim“ sowie auf einer Fachveranstaltung für Makler und Hausverwaltungen, die gemeinsam mit dem Verband Deutscher Makler und mit Unterstützung der Investitionsbank Schleswig-Holstein ausgerichtet wurde. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Reihe von Beratungsnachmittagen in der städtischen Umweltberatung, an denen Bauexperten zur Verfügung standen.

CO2-Reduktionskonzept und Handlungskatalog zur CO2-Reduktion:

Mit Beschluss der Ratsversammlung vom 19. Oktober 2000 bekräftigte die Landeshauptstadt Kiel ihre Beschlüsse vom 17. November 1994, die Anregungen der Umweltkonferenz von Rio de Janeiro aus dem Jahr 1992 in der Kieler Kommunalpolitik umzusetzen. Die Verwaltung wurde beauftragt, auf der Grundlage des am 18. Mai 1995 beschlossenen CO2-Reduktionskonzepts, einen nach Effektivität geordneten Handlungskatalog vorzulegen. Der Handlungskatalog soll einen Schwerpunkt bei den städtischen Liegenschaften setzen und weiterhin die Möglichkeiten zur Einflussnahme auf Bauträgerinnen und Bauträger im Kieler Raum beinhalten. Ergänzend zum CO2-Reduktionskonzept von 1995, das darauf ausgerichtet war, Empfehlungen zu geben und die Initiative für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen weitgehend den städtischen Ämtern zu überlassen, sind im Handlungskatalog konkrete, zeitlich abgrenzbare Projekte benannt, einschließlich der daran zu beteiligenden Akteure.

Gemeinschaftsinitiative energietechnische Gebäudesanierung:

Mit der Kieler Wohnungswirtschaft wurde eine Gemeinschaftsinitiative zur energietechnischen Gebäudesanierung gebildet. In einem Pilotprojekt wurden von der Kieler Wohnungsbaugesellschaft bis zu ihrem Verkauf im Juli 1999 beispielhaft Mehrfamilienhäuser in Kiel-Schilksee saniert, wobei Mieterinnen und Mieter über spezielle Messeinrichtungen ihren Energieverbrauch kontrollieren konnten.

Serviceangebote

Kieler Heizspiegel:
November 2004:Der Kieler Heizspiegel ist neu aufgelegt! Damit können die durchschnittlichen Heizenergieverbräuche und -kosten sowie die Kohlendioxid-Emissionen von Kieler Wohngebäuden abgelesen werden. Seit 2008 wird der Kieler Heizspiegel jährlich aktualisiert. Gleichzeitig lösen die  EnergieSparRatgeber  der Landeshauptstadt Kiel den HeizEnergieCheck ab und beantworten interaktiv viele Fragen rund um die Themen Energieeinsparung und Modernisierung.

HeizCheck:
Ab März 2003: Als Serviceangebot der Landeshauptstadt Kiel wird im Internet unter www.kiel.de der kostenlose, interaktive HeizEnergieCheck für Mieter, Hauseigentümer, Verwalter oder Wohnungseigentümer zentralbeheizter Mehrfamilienhäuser angeboten.

Broschüre Sanieren und Sparen:
Januar 2003: Die Landeshauptstadt Kiel gibt die Broschüre Sanieren und Sparen heraus. Die Broschüre dient Hausbesitzern, Bauherren, Planern, Vermietern und Mietern als kompakte Informationsgrundlage für die Realisierung von Einsparmaßnahmen und zeigt Fördermöglichkeiten bei der energietechnischen Gebäudesanierung auf.
Im Rahmen der Innovativen Bauaustellung (InBA) vom 5. bis 28. September 2008  wird von der Landeshauptstadt Kiel und der ZEBAU (Koordinator der InBA)  die neue Broschüre  "Sanieren & Sparen ­- vom Altbau zum Niedrigenergiehaus“ herausgegeben.

Veranstaltungen

Kieler Woche:
Seit 1999 findet während der Kieler Woche in Kooperation mit Solarenergiefirmen auf dem Gelände des Instituts für Meereskunde eine Ausstellung mit Informationsständen und buntem Programm zur Nutzung der Solarenergie statt. 2002 wurde diese "Klimaschutzstadt Kiel - Messe“ auch zum Volvo-Ocean-Race im Rahmen des Science-Parks an der Kiellinie durchgeführt.

Kieler Fahrradtage:
März 2004: Kieler Fahrradtage im Sophienhof mit Informationen, Aktionen und Attraktionen rund ums Fahrrad. Zahlreiche Akteure von BUND (Kieler Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und Nonprofit-Organisationen, der Landeshauptstadt Kiel, dem Land Schleswig-Holstein, der Polizei, aus Fahrradhandel und Erfinder-Werkstatt, Sport u.v.m. laden große und kleine Leute zum Erleben, Informieren und Mitmachen ein.
März 2005: Unter dem Motto "Fahr Rad - aber sicher!" veranstaltet die BUND-Kreisgruppe Kiel in Kooperation mit der Landeshauptstadt Kiel und dem Kieler Sophienhof vom 16.-19.03.05 die zweiten Kieler Fahrradtage im Sophienhof mit Informationen und Aktionen zum Schwerpunktthema "Sicherheit und Klimaschutz".
Juni 2006: Die dritten Kieler Fahrradtage fanden anlässlich des Tages der Umwelt auf der für den Autoverkehr gesperrten Holtenauer Straße statt.

Europäischer autofreier Tag/ Europäische Woche der Mobilität:
September 2001: Motto: In die Stadt ohne mein Auto. Der Schwerpunkt der Aktivitäten des Tages liegt in der Nutzung der Holtenauer Straße für Bewegung, Sport und Spiele.
September 2002: Stadtspaziergang von West nach Ost und umgekehrt.
September 2003: Kampagne "Kieler Kinder sammeln grüne Kiel-o-meter“.
September 2004: Woche der Mobilität mit dem Aktionstag " In die Stadt zu Fuß, mit Rad oder Bus“, den das Umweltschutzamt zusammen mit der Kaufmannschaft der Holtenauer Straße ausrichtet.
September 2005: Höhepunkt ist der Aktionstag unter dem Motto "Gesund und mobil in Kiel!", der gemeinsam von der Landeshauptstadt Kiel und der Interessengemeinschaft "DIE HOLTENAUER" veranstaltet wird.
September 2006: Fahrradtour auf den Spuren der Entente Florale.
September 2007: Fahrradtour mit Informationen zu Umwelt- und Klimaschutz, Infoveranstaltung zur Stadtregionalbahn, Aktionstag zu Fuß, mit Rad oder Bus in den Naturerlebnisraum Kollhorst.
September 2008: "Saubere Luft für Alle“ lautete das Thema. Die Woche der Mobilität beginnt mit einer Aktion zum Pendlerportal  in aller Frühe auf dem Wilhelmsplatz. Zwei Fahrradtouren zu den zwanzig Projekten der Innovativen Bauausstellung (InBA) werden angeboten.
September 2009:  Informationen und Aktionen zum Klimaschutz am Aktionstag "das Ostufer macht mobil“ in Wellingdorf am 6. September auf dem Gelände des Seefischmarktes und des IFM-GEOMAR-Instituts.

Stadtwerke Kiel Umweltpreis:
Bereits seit 1992 wird der Kieler Umweltpreis jährlich vergeben. Seit 2004 wird der "Stadtwerke Kiel Umweltpreis" gemeinsam von der Landeshauptstadt Kiel und der Stadtwerke Kiel AG, die auch das Preisgeld von 5.000 € bereitstellt, ausgerichtet. Teilnehmen können alle, die in Kiel wohnen, arbeiten, studieren oder zur Schule gehen. Seit 2002 wurden Preise zu folgenden Themen verliehen:
2002: "Ohne Wasser läuft nichts..."
2003: "Ökologisch Bauen - Gesund Wohnen"
2004: "Clever mobil in der Stadt - zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus!"
2005: "Energieeffizienz - Mit wenig Energie viel bewirken"
2006: "Unternehmen Umweltschutz - Mensch und Umwelt profitieren"
2007: "Weg vom Erdöl - hin zu einer ausgewogenen CO2-Bilanz“
2008: "Wie mobilisieren Sie andere, das Klima zu schützen?"
2009: "Lebensquelle Wasser - So haben wir das kostbare Nass geschützt“

Verbrauchermesse "Alles fürs Heim“:
Seit Oktober 2005 Teilnahme der Landeshauptstadt Kiel (Energieleitstelle) an der Verbrauchermesse "Alles fürs Heim" in der Kieler Sparkassenarena, der ehemaligen Ostseehalle mit den Themen: Energiesparend Bauen und Sanieren, Kieler Heizspiegel, Energiesparberatung-Vor-Ort, Förderprogramme und der Kampagne "SolarLokal".

Einzelne Veranstaltungen:
10. Mai 2004: Bei strahlendem Sonnenschein startet in Kiel die erste Klimastaffel Deutschlands - mit tatkräftiger Unterstützung durch Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz. Zeitgleich tritt Kiel dem Klimabündnis Alianza del Clima bei.
22. Februar 2005: Auftaktveranstaltung zur "Kindermeilen-Kampagne Schleswig-Holstein“.
23. Februar 2008: Die Landeshauptstadt Kiel hat den 23. Februar 2008 dem Klima gewidmet und ihn zum "Kieler Klima Tag“ erklärt. An diesem Tag war das Rathaus für alle geöffnet, um mit Wissenschaftlern, Expert/innen, Fachleuten, Politiker/innen über das Klima zu diskutieren. Die drei Hauptelemente des Kieler Klimatags waren ein Vortrags- und Diskussionsprogramm, "Dialogzimmer“ für direkte Gespräche zwischen Experten und Interessierten sowie eine Messe zum Klimaschutz. An ca. 60 Messeständen konnten sich die Bürgerinnen und Bürger zu den Themen Bauen, Modernisieren, Klimaschutz, Energiesparen, regenerative Energien und Mobilität im und vor dem Kieler Rathaus informieren
Vom 5. bis 28. September 2008 setzt die Klimastadt Kiel mit der Innovativen Bauaustellung (InBA®) ein Zeichen. In Kooperation mit den 5. Kieler Solartagen im Sophienhof stellt die
InBA 20 Bauprojekte mit vorbildhafter Umsetzung von Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien vor.

Banner  der Klimaschutzstadt Kiel