Das Tarpan - (Equus przewalskii gmeiini)
Das Tarpan-Wildpferd im Tiergehege Hammer
Der Tarpan war eine entwicklungsgeschichtlich sehr alte Wildpferderasse. Noch vor 10.000 Jahren war er mit zwei Unterarten der Urwildpferde auf dem gesamten europäischen Kontinent und weit nach Asien hinein verbreitet. In der Mongolei, der Wüste Gobi sowie in Nordindien lebten sie in Großherden, die mehrere hundert Tiere umfassen konnten. Dieser Pferdeurform entstammen alle uns heute bekannten Pferderassen.
Der letzte freilebende Tarpan wurde 1876 in den Steppen Südrusslands getötet. 1933 gelang die Rückzüchtung im Tierpark Hellabrunn in München. Heute gibt es einen recht ansehnlichen Bestand rückgezüchteter Tarpane.
Grau mit sogenanntem "Aalstrich" ist die dominierende Fellfarbe, es gibt jedoch auch verschiedene Brauntöne. An den Fußgelenken befindet sich eine auffällige "Zebrastreifung". Allerdings fehlt den Rückzüchtungen die für ihre Vorfahren typische Stehmähne.
Besonderheiten: Die wilden Tarpane galten als sehr vorsichtige Tiere. Sie bewegten sich meist gegen den Wind, um von Feinden nicht gewittert zu werden. Kam es dennoch zur Konfrontation, kämpften diese Pferde oft sehr erbittert. Auch Kämpfe zwischen rivalisierenden Pferden konnten blutig enden.
Tarpane im Tiergehege
Hammer
Tarpan mit brauner Fellfärbung
Tarpane finden Sie im Tiergehege Hammer.


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