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Preisträger 2009

Stadtwerke Kiel Umweltpreis 2009
Stadtwerke Kiel
Umweltpreis 2009

Bereits zum 18. Mal wurde der Stadtwerke Kiel Umweltpreis verliehen. Oberbürgermeister Torsten Albig und Arthur Bächle, Vorstandsmitglied der Stadtwerke Kiel AG, überreichten die Preise am Freitag, 17. Juli, im Rathaus. Alljährlich zeichnen die Stadtwerke Kiel AG und die Landeshauptstadt gemeinsam besonderes Umwelt-Engagement in Kiel aus. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro wird von der Stadtwerke Kiel AG gestiftet. Das Motto des Wettbewerbs lautete in diesem Jahr: "Lebensquelle Wasser - So haben wir das kostbare Nass geschützt". Von den zehn eingegangenen Bewerbungen wurden drei mit Urkunde und Geldpreis sowie zwei mit Anerkennungsurkunde und Geldpreis ausgezeichnet.

Eine Urkunde und 2.500 Euro erhielt die Belegschaft der Lindenau Werft für die dort gebauten Doppelhüllentanker, die Meere und Küsten vor Ölverschmutzung schützen. 1976 wurde in Japan die "Prestige" nach der damals üblichen Weise als Einhüllentanker gebaut, die 2002 die größte Ölverschmutzung an Europas Küste verursachen sollte. 68.000 Liter Schweröl liefen aus, 2900 km Küste wurden verseucht und 250.000 Seevögel verendeten. Im gleichen Jahr 1976 begann die Lindenau Werft als erste Werft in Deutschland mit dem Bau von Doppelhüllentankern für den Transport von wassergefährdenden Flüssigkeiten wie Rohöl, Ölprodukten und Chemikalien. Damit war die Werft Pionier und Wegbreiter für einen hohen Sicherheitsstandard im Tankschiffsbau, der auch durch sie heute weltweit zum Stand der Technik geworden ist. So trug die Lindenau Werft maßgeblich zur Einführung von europäischen und internationalen Vorschriften bei, die ab einer bestimmten Tankergröße die Doppelhülle für den Transport von wassergefährdenden Flüssigkeiten vorschreiben. Die Weitsicht zeigt sich, wenn man sieht, dass erst 39 Jahre später - nämlich 2015 - europaweit alle Öltanker mit doppelten Außenhüllen nachgerüstet sein müssen.

Eine Urkunde und 1.500 Euro erhielt die Grundschule Russee für ihre Lernwerkstatt "Rund um das Wasser". Die gesamte Schule hat mit Eltern und Lehrern das Thema Wasser aufgegriffen, und zwar nicht als trockenen Unterrichtsstoff: Das nasse Thema wurde mit allen Sinnen in einer Lernwerkstatt vermittelt, da die Schule der Auffassung ist, dass man nur das schützen kann, was man auch kennt. Eine Lernwerkstatt dient dazu, den Schülern einen Einblick zu geben, warum Wasser lebensnotwendig ist und welche Kreisläufe Wasser durchläuft. In diesem Zusammenhang wurde auch von allen Schülern die Frage behandelt, wie man Wasser sparen kann. Alle Schülerinnen und Schüler mussten sich hierzu Gedanken machen und diese in einem persönlichen Lerntagebuch festhalten. Mit dem Geld soll der Grundschule ermöglicht werden, gemeinsam nach Tönning ins Multimar Wattforum zu fahren.

Für Autowäschen ohne Wasser erhielt Marek Plazura eine Urkunde und 500 Euro. Sein Autoshampoo reinigt und pflegt ohne Zusatz von Wasser Fahrzeuglacke und alle glatten Flächen wie Spiegel, Glas oder Kunststoffflächen. Das Reinigungssystem ist besonders bei der Anwendung zur Fahrzeugpflege ein Beitrag zur Ressourcenschonung und vermeidet gleichzeitig entsprechende Abwassermengen. Es bietet eine sinnvolle Alternative zur regelmäßigen Fahrzeugwäsche in einer Waschanlage, wo für eine Autowäsche trotz Aufbereitung des Wassers im Durchschnitt 60 Liter Frischwasser verbraucht werden.

Eine Anerkennungsurkunde und 250 Euro erhielt Sigrid Beissel für die Reduzierung von Trinkwasserverbrauch und Haushaltschemie im Abwasser. Sie reduziert Trinkwasserverbrauch und Haushaltschemikalien in ihrem Haushalt seit vielen Jahren sehr konsequent. Sigrid Beissel benutzt Regentonnen und pflegt den Garten ökologisch. Sie benutzt seit zehn Jahren einen umweltfreundlichen physikalischen Kalkumwandler für den gesamten Wasserverbrauch des Hauses und vermindert damit den Einsatz von Reinigungsmitteln erheblich, was für einen privaten Haushalt vorbildlich ist.

Ebenfalls eine Anerkennungsurkunde und 250 Euro gingen an die Familie Kindschus für den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser im Haushalt. Die ganze Familie zeichnet sich durch hohes Umweltbewusstsein aus, was von den Eltern sehr vorbildlich an die Kindern weitergegeben wird. Die Eltern und zwei Kinder im Alter von 14 und 8 Jahren kontrollieren ihren Wasser- und Energieverbrauch regelmäßig seit 2005. Sie vergleichen die Werte mit dem Vorjahr und prüfen und diskutieren, ob sie durch Verhaltensänderung ihre Verbräuche weiter senken können.

Zu den Ergebnissen des Stadtwerke Kiel Umweltpreises 2008