Kfz-Servicemechanikerin / Kfz-Servicemechaniker
- Keine Ausschreibung für den Ausbildungsbeginn 2013
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Inspizieren, warten, reparieren, umbauenAlles, was rollt, muss auch laufen. Und zwar buchstäblich wie geschmiert! Wenn auf die Funktion von Motoren und Getrieben kein Verlass ist, sind sie nicht verkehrssicher. Dies gilt nicht nur für Fehler und Störungen bei Privatfahrzeugen oder Motorrädern, für LKW, Busse oder Anhänger - auch die Einsatz- und Sonderfahrzeuge bei der Berufsfeuerwehr Kiel müssen regelmäßig inspiziert und gewartet werden. Dies ist die Aufgabe von Kfz-Servicemechaniker/innen.
Sind die Reifen einseitig abgefahren? Ist die Bremsanlage dicht? Wie rostig ist die Auspuffanlage? Hat ein Unfallwagen neben dem zerbeulten Kotflügel auch verdeckte Schäden? Kfz-Servicemechaniker/innen kümmern sich um Wartung, Pflege und Instandsetzung von Kraftfahrzeugen, oft auch um den Einbau von Zubehör und Zusatzeinrichtungen wie Klimaanlagen oder Sitzheizungen.
Bei der Landeshauptstadt Kiel sind die Kfz-Mechaniker/innen für den Fuhrpark der Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Feuerwehren zuständig. Hier haben sie es sowohl mit Kleinstmotoren wie denen einer Motorsäge ebenso zu tun wie mit den PKW der Feuerwehren: Kommandowagen, Einsatzleitwagen oder Mannschaftstransportwagen und den großen Lösch- und Sonderfahrzeugen. Sie nehmen auch spezielle Um- und Ausbauten an den Fahrzeugen vor.
Die Fahrzeuge werden halb- oder vierteljährlich gewartet, es muss aber auch auf unvorhersehbare Probleme flexibel reagiert werden. Für die Inspektion halten Kfz-Service-Mechaniker/innen alle technischen Unterlagen, Werkzeuge, Ersatz- und Zubehörteile bereit und kontrollieren in Sichtprüfungen zunächst den Zustand der Fahrzeuge. Danach arbeiten sie den Inspektionsauftrag nach Angaben der Hersteller Punkt für Punkt ab.
Sie wechseln Motor- und Getriebeöl sowie die Bremsflüssigkeit, schmieren Naben und Lager, ölen Gelenke und Scharniere. Sie prüfen auch einzelne Bauteile und Systemeinheiten wie den Kühlkreislauf oder die Bremsanlage, reinigen sie, bauen sie unter Umständen aus, reparieren sie und montieren sie neu. Auch Elektroinstallationsarbeiten gehören zu ihren Aufgaben. Vielfach unterstützen sie ihre spezialisierteren Kolleginnen und Kollegen, die Kraftfahrzeug-
mechatroniker/innen bei der Untersuchung von modernen Hightechmotoren und -systemen. Dazu gehören Antiblockiersystem, Schadstoffregulierung und das gesamten moderne Motor- und Antriebsmanagement. Bei der Metallbearbeitung kommen Bohrer, Metallsägen sowie Schweiß- und Lötgeräte zum Einsatz. Mit Schraubendreher, Zangen, Schrauben und Bolzen montieren sie Baugruppen, Schaltanlagen, Bremsen und Zubehör wie Zusatzscheinwerfer oder Anhängerkupplungen.
Trotz aller Hilfsmittel müssen sie auch kräftig zupacken und schwere Ersatzteile heben.
Wenn es um Sicherheit geht, ist viel Verantwortung gefragt. Auf die Kfz-Servicemechaniker/innen bei der Landeshauptstadt Kiel wartet ein breites und interessantes Aufgabengebiet. Mit ihrer Arbeit tragen sie dazu bei, dass der Fuhrpark der Feuerwehr leistungsfähig ist. Wenn diese sicher ankommt, kann sie auch schneller helfen.
Voraussetzungen
- mindestens guter Hauptschulabschluss
- technisches Verständnis
- handwerkliches Geschick
- Teamfähigkeit
- Verantwortungsbewusstsein
Ausbildungdauer
Zwei Jahre
Ausbildungsorte
Praxis:
Die Praxis wird auf den beiden Brandwachen der Landeshauptstadt Kiel vermittelt.Theorie:
Die Theorie wird in der Beruflichen Schule am Schützenpark sowie in überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen vermittelt.
Ausbildungsinhalte
- Warten und Pflegen von Fahrzeugen oder Systemen
- Demontieren, Instandsetzen und Montieren von fahrzeugtypischen Baugruppen oder Systemen
- Prüfen und Instandsetzen elektrischer und elektronischer Systeme
- Prüfen und Instandsetzen von Steuerungs- und Regelungssystemen
- Prüfen und Instandsetzen der Energieversorgungs- und Startsysteme
- Prüfen und Instandsetzen der Motormechanik
- Diagnostizieren und Instandsetzen von Motormanagementsystemen
- Durchführen von Service- und Instandsetzungsarbeiten an Abgassystemen
Sie lernen in der Praxis
- welche Vorschriften und Hinweise zur Sicherheit und zur Bedienung von Fahrzeugen und Betriebseinrichtungen existieren, wie man diese beachtet und anwendet
- wie man Servicearbeiten nach Kundenwünschen und Herstellerangaben ausführt
- welche Wartungs-, Prüf- und Einstellungsarbeiten an Fahrzeugen, Baugruppen und Systemen wie durchzuführen sind, wie man die Arbeiten dokumentiert
- wie Funktionseinheiten und andere Bauteile demontiert, gereinigt, geprüft und wieder montiert werden
- wie Maschinen eingestellt und bedient werden und wie man zum Beispiel Gewinde oder elektrische Verbindungen herstellt, überprüft und instand setzt
- welche werterhaltenden Maßnahmen und Pflegemethoden im Rahmen von Service- und Pflegearbeiten an Fahrzeugen und Betriebseinrichtungen durchgeführt werden
- wie man Arbeitsschritte und -abläufe nach bestimmten Kriterien plant sowie die Arbeitsergebnisse kontrolliert, bewertet und dokumentiert
- mit welchen Werkzeugen und Methoden Messarbeiten durchgeführt werden
- wie man Zubehör, Zusatzeinrichtungen und Sonderausstattungselemente codiert, nach gesetzlichen Vorschriften und technischen Unterlagen der Hersteller dem Fahrzeugtyp zuordnet und in Betrieb nimmt
- wie man die Verkehrs- und Betriebssicherheit des Fahrzeuges überprüft, Mängel erkennt, dokumentiert und die erforderlichen Maßnahmen zur Instandsetzung vorbereitet und durchführt
- wie die Funktion von Sensoren und Aktoren, insbesondere von Signalen, zu prüfen und zu messen ist
- wie man den Korrosionsschutz an Fahrzeugen ergänzt bzw. erneuert, Räder und deren Bauteile prüft, Räder auswuchtet und die Reifen wechselt
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung beträgt ab 1.8.2011 (brutto)
1. Ausbildungsjahr: 703,26 €
2. Ausbildungsjahr: 753,20 €
Auswahl
Es findet ein praktischer Test und ein Auswahlgespräch statt. Anhand dieses Auswahlverfahrens und der eingereichten Bewerbungsunterlagen wird über die Besetzung der Ausbildungsplätze entschieden.
Perspektive nach der Ausbildung
Beschäftigung finden Kraftfahrzeugservicemechaniker/innen in Kfz-Werkstätten oder im Pannenhilfsdienst. Während in kleineren Handwerksbetrieben noch Generalisten gefragt sind, die alle anfallenden Arbeiten erledigen, ist in der Industrie meist eine Spezialisierung auf bestimmte Tätigkeiten erforderlich. An die zweijährige Ausbildung kann sich eine aufbauende anderthalbjährige Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker/in anschließen. Nach ihrer Ausbildung müssen sich die Fachkräfte daher meist entscheiden, welche Einsatzgebiete für sie in Frage kommen und worauf sie sich spezialisieren möchten. Das Spektrum reicht von verschiedenen Fahrzeugtypen oder Antriebssystemen bis hin zu Kundendienst und Verkauf.
Selbstständigkeit
Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich: Kraftfahrzeugservicemechaniker/innen können sich zum Beispiel mit einem eigenen Betrieb des Kraftfahrzeugtechniker-Handwerks selbstständig machen. Die Gründung eines Handelsbetriebes für Fahrzeuge und Fahrzeugteile ist auch ohne Meisterprüfung oder langjährige Berufstätigkeit möglich.
Weitere Informationen unter: www.berufenet.de
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die
Landeshauptstadt Kiel
Personal- und Organisationsamt
- Ausbildung -
Kai Schlotfeldt
Postfach 1152
24099 Kiel
Telefon 0431 / 901-2278
E-Mail schlotfeldt@kiel.de


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