Naturerlebnisse an der Schwentine
Gemälde von Sumpfdotterblumen an der Schwentine
Das Spazieren und Wandern hat im Schwentinetal Tradition. Von einem Fußweg, der sich »windet mit sanften Wellenlinien … überall malerisch bis zur Mündung«, schwärmte bereits der Hamburger Domherr Meyer bei seiner Sommerreise 1815.
Mit dem Zeitalter der Aufklärung entwickelte nicht nur die Stadtbevölkerung ein Empfinden für Natur- und Landschaftsästhetik. Schon im 18. Jahrhundert wurden Gutsgärten an der Schwentine angelegt und bei deren Gestaltung der nahe Fluss miteinbezogen.
Gut Oppendorf
Bootsfahrt auf der
Schwentine
So verweisen Ortsbezeichnungen wie »Lustberg« bei Oppendorf noch heute auf Plätze, die früher der Gutsherrschaft als Ziel reizvoller Spaziergänge dienten. Mit steigender Mobilität des Bürgertums ab Mitte des 19. Jahrhunderts nahm die Zahl der Ausflüglerinnen und Ausflüger aus der Stadt im Schwentinetal weiter zu. Besonders beliebt war der wegen seiner steilen Taleinschnitte schweizerisch anmutende Bereich der ehemaligen Rastorfer Papiermühle.
Heute bietet der Wanderweg entlang der Schwentine die Möglichkeit, zu Fuß oder per Fahrrad die Landschaft zu erkunden. Vom naturnahen, zum Teil unter Naturschutz stehenden Schwentinetal bis zur städtisch geprägten Mündung des Flusses in die Kieler Förde wird der Betrachterin oder dem Betrachter ein breites Spektrum von Natur- und Kulturerlebnissen geboten.
Bildmaterial: Ulf Fürst, Landeshauptstadt Kiel, Stadtarchiv
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