Kieler Engagement zeigt Gesicht

Kieler*innen packen mit an, wenn andere Hilfe benötigen und Gemeinschaftssinn gefragt ist. Für den Zusammenhalt unserer Stadt ist das von unschätzbarem Wert.


Mit einer digitalen Plakat-Aktion würdigen die Landeshauptstadt Kiel, das nettekieler Ehrenamtsbüro und die Ströer Deutsche Städte Medien GmbH das freiwillige Engagement der Kieler*innen. An dieser Stelle stellen wir die Gesichter der Aktion vor.


 

Kontakt

nettekieler Ehrenamtsbüro
Andreas-Gayk-Straße 31, Eingang A
24103 Kiel
0431 901-5502

Christel Mirus-Bröer
Förderverein für zeitgenössiche Literatur

Christel Mirus-Bröer leitet ist Vorsitzende des Fördervereins für zeitgenössische Literatur NordBuch e.V.

Eine Frau mit Strohhut steht hinter einem Stand mit Büchern
Warum engagierst Du Dich?

Ein kulturelles und literarisches Interesse halte ich für wertvoll. Das Lesen kann in eine andere Welt entführen. Mich erstaunt und erfreut immer wieder, dass es einige Menschen gibt, die sich für Literatur interessieren und selbst schreiben. Manchmal haben es schwer in die Öffentlichkeit zu treten oder Zugang zu Gleichgesinnten zu finden, vor allem Schreibfreude auszuleben. Dabei ist es nützlich und hilfreich, wenn nicht schon vorhanden, auch Kenntnisse zu erlangen. Das spornt Daran möchte ich mitwirken. Es interessiert mich mit anderen Menschen zusammen zu kommen, um gemeinsam etwas zu bewegen, kreativ zu sein. Anderen zuzuhören, Anregungen zu geben und in meinem Ehrenamt als Vorsitzende eines Literaturvereines auch zu ermöglichen, die ebenfalls gern schreiben. 


Wie beeinflusst dein Engagement die Einschränkungen durch die Corona-Krise oder die Gesellschaft, oder die Umwelt etc…?

Meine Aufgabe ist es, auch Lesungen und Schreibwerkstätten zu organisieren, Textmanuskripte einzusammeln, zu bewerten und ein Buch zu erarbeiten.

Leider kann ich in der Öffentlichkeit nicht so viel tun wie normalerweise. Eben durch keine Schreibwerkstätten, an der sich Schreibinteressierte beteiligen und über Literatur auch ein gewisses Handwerkszeug erlernen können, Gespräche und Besprechen von Texten führen. Das alles ist in der pandemischen Coronawelle nicht durchführbar. Selbst das monatliche Lesesofa, indem ein*e Autor*in die Möglichkeit haben ein neues Buch vorzustellen oder lesen besondere Gedichte und Geschichten, die für sie wichtig sind. In dem Interview mit mir können sie etwas über sich und inhaltlich über Ihr Schreiben und Ihre Bücher oder Texte erzählen. In der strengen Krisenzeit wird die Aufnahme als Wiederholung im Kiel TV gesendet, die wir auswählen konnten.. Das Auswählen und Besprechen von Geschichten und Gedichten, die in einem Buch veröffentlicht werden sollen, wurden ausgesetzt. Daher war es bedauerlich, dass keine persönlichen Treffen, keine Gespräche und Lesungen möglich waren.


Was macht Dein Engagement mit Dir? Glücksmomente? Besondere Erlebnisse?

Weil ich Freude an Dichtkunst und Erzählungen habe, freue ich mich beispielsweise über eine Buchveröffentlichung. Wenn ich merke, dass ein*e Autor*in gut liest und das Publikum mitnimmt oder begeistert. Auch Veranstaltungen und Gespräche mit Gästen und Autor*innen sind ein belebendes Momentum, ein freies und schönes Gefühl. Austausch von kreativen Ideen mit anderen und Interesse an der Sprache kann eine gedankliche Anregung und oft eine Überraschung bringen. Besonders war eine Lesetour und die Teilnahme an der Landesgartenschau in Eutin für mich, auch als wir uns im Literaturhaus am 2. und 3. Okt. 2019 dem 30-jährigen Mauerfall mit Wiedervereinigung in SH gewidmet haben. Aus verschiedenen Bundesländern sind Autor*innen gekommen. Das war ein tolles Ereignis. Besonders freut mich, wenn wir eine neue Anthologie „Fundstücke“ präsentieren können.

Mein Engagement belebt meinen Alltag, gibt mir neue Pläne und Ideen, wenn es mir gelingt, auch anderen, wenn sich Interessierte sich freuen lesen zu können oder zuzuhören und sich dafür auch bedanken. Und das macht auch mich glücklich.

Was wünscht Du Dir für die Zukunft der Kieler Stadtgesellschaft/der Kieler*inenn bezogen auf das Thema Engagement?

Auf jeden Fall würde ich mir wünschen, dass es mehr ehrenamtliches Interesse geben könnte.

Da es für das ehrenamtliche Engagement schwierig, auf jeden Fall nicht einfach ist, jemanden zu finden, zum Beispiel, dass auch Veranstalter*innen Angebote zur Verfügung stellen, um Lesungen und Projekte zu gestalten. Vielleicht dazu auch mehr Unterstützung von Institutionen könnte ich mir wünschen. Auch, dass mehr kulturelle und literarische Anerkennung allgemein förderlich wäre.

Kultur tut Geist und Seele gut. Vielleicht gelänge es besser, dann ehrenamtliche Helfer*innen auch allgemein zu gewinnen. Oft gibt es ein finanzielles Problem, das gelöst werden will. Als gemeinnütziger Verein haben wir dennoch einen bestimmten Aufwand an Eigenkosten. Das wäre in meinem beziehungsweise in unserem Fall für die Organisation eine Unterstützung für den Literaturförderverein NordBuch und eine Wertschätzung für die Lesekultur und Förderung.

 

 


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