Tipps für Notfälle
Gut vorbereitet: In einem akuten Notfall muss es schnell gehen. Am besten weiß man vorher, was zu tun ist. Wir haben hier die wichtigsten Infos und Tipps für Sie zusammengestellt.
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Notruf
Wenn Sie den Notruf wählen, werden Sie von geschultem Personal durch das Gespräch geleitet. Damit Ihnen schnell geholfen werden kann, sollten Sie dabei alle nötigen Informationen bereithalten.
Besonders wichtig ist der Standort: Ein Mobiltelefon wählt immer die nächste Notfall-Leitstelle an. Nennen Sie deshalb immer ihren genauen Standort (Ort, Straße, Hausnummer) beziehungsweise den Ort des Notfalls.
Ein Notrufgespräch ist einfach
Machen Sie sich keine Sorgen, dass Sie etwas vergessen könnten. Ihr Anruf wird von geschultem Personal entgegengenommen. Alle benötigten Informationen werden der Reihe nach von Ihnen abfragt.
112
Feuerwehr & Rettungsdienst
Wählen Sie die 112 bei lebensbedrohlichen Situationen (zum Beispiel Herzinfarkt, Atemnot, Bewusstlosigkeit, schwere Verletzungen), bei akuten Gefahren oder Bränden.
110
Polizei
Wählen Sie die 110, wenn Sie bedroht werden, in Gefahr sind oder einer Straftat ausgesetzt. Auch wenn Sie beobachten, dass sich andere in solchen Situationen befinden, können Sie anrufen.
116 117
Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Die 116 117 ist die richtige Telefonnummer, falls jemand dringend medizinische Hilfe benötigt, die Situation aber nicht lebensbedrohlich ist. Prüfen Sie vorher, ob gegebenenfalls auch ein Besuch beim Hausarzt möglich ist, zum Beispiel bei Hexenschuss, starkem Erbrechen oder Durchfall.
Spezielle Notrufnummern
- Behördennummer: 115
- Krankentransport: 0431 19 222
- Giftinformationszentrum: 0431 05 51 19 240
- Zahnärztlicher Notdienst: 0431 18 18 6
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111
- Kinder- und Jugendtelefon: 0800 111 0 333
- Notrufnummer für Frauen: 0800 116 016
Verhalten im Notfall
Notfälle können jederzeit und überall im Alltag auftreten. Da der letzte Erste-Hilfe-Kurs bei vielen bereits einige Zeit zurückliegt, haben wir für Sie die wichtigsten Informationen zusammengestellt und verlinkt. Grundsätzlich gilt jedoch: Setzen Sie im Ernstfall zuerst den Notruf ab.
Das richtige Verhalten im Brandfall kann lebensrettend sein. Ein Feuer in den eigenen vier Wänden ist für die meisten Menschen eine erschreckende Situation. Besonders gefährlich ist dabei nicht nur das Feuer, sondern vor allem der giftige Brandrauch. Schon wenige Atemzüge können zur Bewusstlosigkeit und zu einer Rauchvergiftung führen. Damit Sie im Ernstfall richtig handeln können, sollten Sie sich bereits vorher einen Flucht- und Verhaltensplan überlegen.
Ein ausführlicher Überblick zum richtigen Verhalten in einem Brandfall: Rauchmelder retten Leben
- In Sicherheit bringen! Verlassen Sie umgehend die Wohnung. Wenn möglich, warnen und helfen Sie anderen Personen in Ihrer Wohnung und im Gebäude.
- An Schlüssel und Handy denken! So gelangt die Feuerwehr schnell in ihre Wohnung ohne weiteren Schaden zu verursachen. Für die Mitnahme weiterer Wertgegenstände ist keine Zeit.
- Türen schließen! So kann ein weiteres Ausbreiten von Feuer und Rauch verzögert werden.
- Im Brandfall niemals den Fahrstuhl benutzen! Flüchten Sie, wenn möglich, durch das Treppenhaus.
- Feuerwehr rufen! Wählen Sie die 112, wenn Sie draußen in Sicherheit sind und beantworten Sie die Fragen der Leitstelle, sodass die Feuerwehr schnellstmöglich ausrücken und helfen kann.
Die stabile Seitenlage hält die Atemwege frei und ermöglicht, dass Erbrochenes, Blut oder andere Flüssigkeiten aus dem Mund abfließen können. So wird verhindert, dass die betroffene Person daran erstickt. So gehen Sie vor:
- Neben die Person knien. Beide Arme und Beine ausstrecken.
- Arm positionieren: Den nahen Arm im rechten Winkel nach oben legen, die Handfläche zeigt nach oben.
- Anderen Arm nehmen: Den gegenüberliegenden Arm über der Brust platzieren und die Hand an die Wange legen. Den Arm festhalten.
- Bein anwinkeln: Das gegenüberliegende Bein aufstellen.
- Person drehen: Am angewinkelten Knie vorsichtig zu sich ziehen, sodass sich die Person auf die Seite dreht.
- Kopf überstrecken: Kopf vorsichtig nach hinten neigen und den Mund leicht öffnen, damit die Atemwege frei bleiben.
- Atmung beobachten: Regelmäßig kontrollieren, ob die Person weiterhin normal atmet.
- Den Notruf 112 wählen.
Die Herzdruckmassage wird durchgeführt, wenn eine Person bewusstlos ist und nicht normal atmet. In diesem Fall sofort den Notruf 112 wählen und mit der Wiederbelebung beginnen. Holen Sie, wenn möglich, Hilfe aus Ihrer Umgebeung ein.
- Person auf den Rücken legen und neben dem Brustkorb knien.
- Hände platzieren: Einen Handballen auf die Mitte des Brustkorbs setzen, die andere Hand darauflegen.
- Arme strecken und den Brustkorb mit dem Gewicht des Oberkörpers senkrecht nach unten drücken.
- 30-mal drücken: Etwa 5–6 cm tief und mit einer Geschwindigkeit von 100–120 Druckbewegungen pro Minute.
- Beatmen: Wenn möglich und man es sich zutraut, anschließend 2 Atemspenden geben.
- 30:2 wiederholen: 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen im Wechsel durchführen, bis die Person wieder normal atmet oder der Rettungsdienst übernimmt.
Tipps für besondere Lebenslagen
Situationen, die uns im Alltag nicht häufig begegnen: Hier finden Sie Antworten zum Nachlesen.
Hitze im Sommer
Heiße Sommertage und vor allem eine Hitzewelle können ein gesundheitliches Risiko bedeuten. Insbesondere Kinder und ältere sowie pflegebedürftige Menschen müssen besonders geschützt werden. Das Amt für Gesundheit hat dazu alle wichtigen Informationen zusammengestellt.
Badeunfälle
Unachtsamkeit, Selbstüberschätzung, Strömungen oder fehlende Schwimmkenntnisse können zu schweren Badeunfällen und Ertrinken führen. Besonders Kinder sind gefährdet und sollten niemals unbeaufsichtigt am Wasser sein.
Daher ist es wichtig, die eigene Fähigkeiten realistisch einschätzen, Gefahren ernst nehmen und Kinder immer im Blick behalten.
Entlaufene Haustiere
Wenn Sie ein entlaufenes Tier gefunden haben oder Sie Ihr Haustier vermissen, wenden Sie sich zuerst an die Mitarbeiter*innen des Tierheims. Sie erreichen das Tierheim während der Öffnungszeiten (Montag - Freitag 10 - 18 Uhr) unter folgenden Rufnummern:
- 0431 52 54 64
- 0178 52 54 64 0 (Notrufhandy)
- oder per E-Mail info@tierheim-kiel.de
Außerhalb dieser Zeiten können Sie die Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt Kiel anrufen: 0431 5905-0.
Wildtiere in Not
Lebende (auch verletzte) Wildtiere sollen grundsätzlich in der Natur belassen werden, da das Einfangen in der Regel dem Tierschutzsinn entgegensteht.
Sollte dies in Einzelfällen nicht möglich sein (zum Beispiel Gefahr für den Verkehr) wählen Sie den Notruf. Die zuständigen Kolleg*innen in der Leitstelle können einschätzen, welche zuständige Stelle zu informeren ist oder ob die Feuerwehr für die Rettung ausrückt.
Bienen, Wespen, Hornissen
Die Entfernung von Nestern von Hornissen, Hummeln, Wespen oder Wildbienen sollte nur von Expert*innen vorgenommen werden. Das Umweltschutzamt hat dazu alle wichtigen Informationen zusammengestellt.
Wenn durch Hornissen, Hummeln, Wespen oder Wildbienen eine aktue Gefahrensituation eintritt, wählen Sie den Notruf oder wenden Sie sich an die Leitstelle der Feuerwehr Kiel unter 0431 5905-0.
Starke Unwetter
Stürme, Starkregen und Unwetter jeglicher Art können zu jeder Jahreszeit auftreten und den Alltag stark beeinflussen. Um auf diese Ereignisse vorbereitet zu sein, informieren Sie sich auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes und beachten Sie die amtlichen Warnmeldungen.
Je nach Schwere des Unwetters kommt es in diesen Fällen zu einem stark erhöhten Einsatzaufkommen bei den Rettungskräften und den Disponent*innen in der Leitstelle, um die einegehnden Notrufe nach Schwere und Dringlichkeit schnellstmöglich erreichen zu können.