Grundlagen der Gleichstellung

Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin (Artikel 3, Absatz 3 GG).

Entwicklung

Mit dem im Jahre 1999 in Kraft getretenen Amsterdamer-Vertrag haben sich alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet, die verbindliche Richtlinie „zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in allen Entscheidungsprozessen“ umzusetzen.

Alle Vorhaben, zum Beispiel neue Projekte in öffentlichen Diensten und Staatsbelangen, müssen im Vorfeld dahingehend überprüft werden, ob sie die Lebenssituationen und Eigenschaften von Frauen und Männern ungleichmäßig beeinflussen. 

Ziel ist eine Chancengleichheit.

Durch den Amsterdamer-Vertrag wurde im Jahr 2001 das Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) zur Verbesserung der Chancen von Frauen in Kraft gesetzt.

Dieses Gesetz löste das Frauenfördergesetz von 1994 ab. Gleichzeitig wurde die Position der Frauenbeauftragten zur Gleichstellungsbeauftragten erweitert.

Chancengleichheit durch Frauenförderung

Zur Umsetzung in Schleswig-Holstein wurde das schleswig-holsteinische Gleichstellungsgesetz verfasst.

Die Gleichstellung von Frauen im öffentlichen Dienst wird hierdurch aktiv gefördert.

Jede Gemeinde mit eigener Verwaltung in Schleswig-Holstein stellt eine Gleichstellungsbeauftragte.

Sie hat somit den gesetzlichen Auftrag zur Verwirklichung des Grundrechts der Gleichberechtigung von Mann und Frau beizutragen - und dies sogar über die Verwaltung hinaus.

Die Gleichstellungsbeauftragte wirkt auf eine reale Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern in ihrer Kommune hin.

Sie setzt sich grundsätzlich für eine gleichberechtige Teilhabe ein, mit dem Ziel Nachteile aufgrund des Geschlechts abzubauen.

Dabei achtet sie insbesondere auf die spezifischen Belange und Fördermöglichkeiten für Frauen, ist aber auch Ansprechpartnerin für Männer.

Bei der Landeshauptstadt Kiel ist das Referat für Gleichstellung als Stabsstelle im Dezernat des Oberbürgermeisters angesiedelt.

Es arbeitet an den Schnittstellen zwischen städtischer Verwaltung, der Politik und den Kielerinnen und Kielern.

Der Frauenförderplan der Landeshauptstadt Kiel gibt vor, wie die Chancengleichheit in der städtischen Verwaltung umgesetzt wird.