Wettbewerb Holtenau-Ost

Wettbewerbsarbeit 1012

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Übersichtsplan

Übersichtsplan

 

Die Idee

Urbanes Stadtquartier Kiel-Holtenau – Leben an und mit der Förde: Das neue Stadtquartier Holtenau-Ost wird durch die spezifischen räumlichen Elemente seiner Geschichte und seines Kontextes geprägt und entwickelt. 

Dabei wird eine Verbindung der Kieler Förde und den raumprägenden Gün- und Freiraumstrukturen des Fördewaldes sowie des direkt angrenzenden Kieler Flughafens angestrebt. Dieser Kontext formt das neue Stadtquartier.

Die Idee

Urbanes Stadtquartier Kiel-Holtenau – Leben an und mit der Förde:
Das neue Stadtquartier Holtenau-Ost wird durch die spezifischen räumlichen Elemente seiner Geschichte und seines Kontextes geprägt und entwickelt. Dabei wird eine Verbindung der Kieler Förde und den raumprägenden Gün- und Freiraumstrukturen des Fördewaldes sowie des direkt angrenzenden Kieler Flughafens angestrebt. Dieser Kontext formt das neue Stadtquartier.

DIE ZENTRALE QUARTIERSACHSE
Das Areal wird von der zentralen Quartiersachse in nord-südlicher Richtung strukturiert. Die Quartiersachse bildet die zentrale Erschließung für die Verkehrsträger des MIV, ÖPNV sowie Fuß- und Radverkehr. Außerdem dient sie als Orientierungsraum und beinhaltetet zahlreiche Retentionsflächen. Sie stellt den Anschluss des Stadtteils nach Holtenau um Süden und Pries-Friedrichsort im Norden dar.

 
DIE PROMENADE
Der neue Stadtteil profitiert von einer besonderen Lage am Wasser, die für alle zukünftigen Bewohner*innen, aber auch Besucher*innen erlebbar gemacht werden soll. Das zentrale Element ist die Promenade am Wasser, die sich entlang der Wasserkante von Norden nach Süden erstreckt und im Großteil für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Insbesondere die Bereiche entlang des Wohnquartiers im Süden und im Mischquartier werden zu hochwertigen öffentlichen Räumen mit Blicken auf die Bucht und Südausrichtung entwickelt. Im Norden werden die Grünstrukturen und schützenswerten Bäume aufgenommen um eine „grüne“ Wasserkante auszubilden.

 
EIN STADTTEIL - DREI QUARTIERE
Das neue Stadtquartier Holtenau-Ost wird sich über viele Jahre sukzessiv entwickeln und benötigt daher eine robuste städtebauliche Struktur, die sich Veränderungen anpassen kann. Das Gesamtareal wird dabei in 3 Quartiere unterteilt, die jeweils unterschiedliche Charaktere ausbilden.

  1. „Leben an der Förde“ (Wohngebiet im Süden) 
    Im Süden des Areals wird das Wohngebiet „Leben an der Förde“ vorgesehen, das mit gemischten urbanen Wohntypologien und einer kleinteiligen Nutzungsmischung eine hohe Lebensqualität erzeugt. Die Promenade macht das Wasser erlebbar und wird ergänzt mit einem kleinen Marinahafen für Sport- und Segelboote. Weiterhin wird ein Badedeck vorgesehen, welches den Freizeitcharakter der Wasserkante in diesem Bereich unterstreicht.
  2. „MixMaxCity“ (Mischquartier im Westen) 
    Der westliche Teil des neuen Quartiers wird als MixMaxCity bezeichnet und zeigt den Anspruch an Nutzungsmischung in diesem Bereich. Neben urbanen Wohntypologien mit durchschnittlich 5-6 Geschossen, gibt es insbesondere im Bereich der Quartiersachse kleinteilige aktive Erdgeschossnutzungen. Urbanes Stadtquartier Kiel-Holtenau Die MixMaxCity wird geprägt durch ihren direkten Anschluss an die zukünftige Straßenbahnhaltestelle, die direkt am Ankunftsplatz des Areals positioniert ist. Im ehemalige Hangar wird eine Markthalle vorgesehen, die das alte Gebäude prominiert in Szene setzt. Vor der Markthalle öffnet sich der Hangarplatz und führt auf direktem Weg zum Platz an der Förde auf der Halbinsel, der vom zentralen Hochpunkt des Areals (14 Geschosse) gefasst wird. Von dort aus ergeben sich beeindruckende Blicke über die Kieler Bucht Richtung Süden. Ebenso befindet sich in der MixMaxCity die sogenannte Kulturschiene, die die denkmalgeschützten Gebäude für kulturelle Nutzungen reaktiviert. Die Promenade ergänzt das Mischquartier und wird der öffentliche Treffpunkt am Wasser.
  3. „TechLab Kiel“ (Gewerbequartier im Norden)
    Der dritte Teilbereich im Norden wird das Gewerbequartier „TechLab Kiel“ in dem zukunftweisenden Gewerbenutzungen unterschiedlichster Art Platz finden. Die Cluster gliedern sich dabei in das höherwertige Tech-Cluster im Norden, das zahlreiche der Bestandsgebäude einbindet und reaktiviert. Hier entstehen kleinteilige Typologien mit 3-4 Geschossen in Gewerbehöfen. Die weiteren Cluster bieten Platz für klassischere Gewerbetypologien und urbaner Produktion. Hierbei wird auch der denkmalgeschützte Hangar einer gewerblichen Nutzung zugeführt. Außerdem findet sich hier die Quatiersgarage, Sporthalle und das Klärbecken im rückwärtigen Bereich. Der Bereich zum Wasser kann unterschiedlich ausgebildet werden: Zum einen als gewerblich genutzter Bereiche mit Gewerbehafen zum anderen als Grüne Wasserkante mit Kreativkai für höherwertige Büro- und Dienstleistungsnutzungen.

 
MOBILITÄTSKONZEPT
Das Mobilitätskonzept stellt den Umweltverbund (ÖPNV, Fuß- und Radverkehr) in den Fokus. Das gesamte Stadtquartier ist mit ausgebauten Rad- und Fußwegen geplant, die eine 5-Minutenstadt ermöglichen. Die zentrale Quartiersachse beinhaltete darüberhinaus eine Premium-Radroute als schnelle Nord-Süd-Verbindung. Der ruhende Verkehr wird im Mischquartier und dem Gewerbequartier über zentrale Quartiersgaragen PLUS abgewickelt, die neben der Funktion der Parkgarage auch zahlreiche weitere Nutzungen beinhalten (u.a. Paketstation, Gewerbe, Bike-Sharing, Car-Sharing). Im Süden werden Tiefgaragen vorgesehen. Weiterhin werden auch die aktuellen Bedarf der Lieferlogistik (u.a. über Microhubs) berücksichtigt.

 
NUTZUNG DER BUNKERANLAGEN
Die existierenden Bunkeranlagen sind unregelmäßig über das Areal verteilt und können zukünftig insbesondere als Energiebunker oder Standorte für IT-Infrastruktur genutzt werden. Insbesondere durch ihre meist unterirdische Lage, sowie besonderem Schutz können hier Blockheizkraftwerke oder zentrale Serverräume untergebracht werden.


Einzelpläne

Vogelperspektive
Entwurfsplan
Entwurfsplan

 

Visualisierung Segelboot vor Uferkante
Visualisierung Platz zwischen Wohngebäuden

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