Das neue Sport- und Freizeitbad
an der Hörn

Am Ende der Kieler Förde wächst Großes heran: Das zukünftige Sport- und Freizeitbad wird das Hörn-Areal und vor allem die Bäderlandschaft in Kiel grundlegend verändern.

Voraussichtlich Ende 2017 können in dem markanten weißen Bau die ersten Schwimmer ihre Bahnen ziehen.

Das neue städtische Bad wird wie eine große 1 zwischen Gablenzstraße, Werftbahn, Adolf-Westphal-Straße und dem Teich vor der Agentur für Arbeit liegen.
 

Luftbildaufnahme des Hörngeländes
Lageplan des neuen Sport- und Freizeitbades an der Hörn


Das helle Gebäude mit vielen Fenstern umfasst einen dreieckigen Außenbereich mit Becken und Liegewiese mit Blick auf den Teich. Vor dem Eingang an der langen Seite des Gebäudes können die Badegäste parken.  


Der Bau

Errichtet wird der Komplex als Stahlbetonkonstruktion mit Kantenlängen von 124 Metern und 82 Metern sowie einer Schenkeltiefe von 30 Metern.

Weiße Fassadenplatten, Glas und Aluminium prägen das Bild des Gebäudes ebenso wie teilweise schräg gestellte Außenwände und die Dachlandschaft mit unterschiedlichen Geschosshöhen.

Für die Gründung des Gebäudes mussten seit April 2015 zahlreiche Pfähle bis zu 32 Meter in den Baugrund geschraubt werden, der einst durch Erdaufschüttungen am Förde-Ende entstand.

Im Juli 2015 wurden auf den Pfählen die Fundamentbalken geschüttet und die zahlreichen Grundleitungen verlegt.  
 

Die Bauchronik in Bildern
Baugrund mitr Pfahlköpfen
Juli 2015: Mehr als 450 Gründungspfähle verankern das Bad fest im früheren Hörnboden.
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Baustelle mit Streifenfundamenten
August 2015: Große Fundamentbalken sitzen auf den Pfählen. Sie werden das Gebäude tragen.
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Baubeginn Gebäude
Oktober 2015: Das Gebäude wächst in die Höhe. Man erkennt erste Stützen und Überlaufbecken im Untergeschoss.
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Das erste Becken wird geschalt.
November 2015: Das erste Becken wird geschalt.
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Dezember 2015 Das Untergeschoss wächst
Dezember 2015: Das Untergeschoss wächst. Es wird viel Beton und noch mehr Stahl verbaut.
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Januar 2016 Frost und Schnee
Januar 2016: Frost und Schnee zwingt zur Baustellenruhe
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Eine große Baustelle mit Kränen
Februar 2016: Erste Arbeiten für die Geschossdecke haben begonnen.
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März 2016: Es wurden bereits 550t Bewehrungsstahl verbaut.
März 2016: Es sind bereits 550 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut worden. Im ersten Abschnitt liegt die Elementdecke und wartet auf Oberbeton.
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April 2016:  Wasserprobe am  ersten Becken.
April 2016: Die Wasserprobe am ersten Becken läuft. Der Bau geht in die nächste Ebene.
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Mai 2016:  Das große 50m-Wettkampfbecken mit Sprungbereich wächst.
Mai 2016: Das große 50-Meter-Wettkampfbecken mit Sprungbereich wächst parallel zur Gablenzstraße in die Höhe. Es sind insgesamt bereits mehr als 700 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut worden.
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Juni 2016:  Die Becken sind deutlich zu erkennen
Juni 2016: Freizeitbecken, Eltern-Kind-Becken und Lehrschwimmbecken haben die Füllprobe bestanden.
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August 2016: Beton-Fertigteilwände der Schrägfassade werden verlegt, Dachgeschoss wird betoniert.
August 2016: Während - im Bild hinten - mit einem Autokran Beton-Fertigteilwände der Schrägfassade verlegt werden, wird vorne die Decke zum Dachgeschoss betoniert.
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Richtfest
15. September 2016: Richtfest im Rohbau.
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Richtfest
15. September 2016: Richtfest mit (von rechts) Zimmermann Sebastian Schnur, Ministerpräsident Torsten Albig, OB Dr. Ulf Kämpfer und Bürgermeister Todeskino.
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Richtfest
15. September 2016: Richtfest mit Mitgliedern der politischen Gremien und Ministerpräsident Torsten Albig.
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Oktober 2016: Rutschenbalken und Wettkampfbecken.
Oktober 2016: Rechts ist der „Rutschbalkon“ auf Obergeschossebene zu erkennen. Links beginnt die Fertigteilmontage am Wettkampfbecken.
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Oktober 2016 – II: Betonfertigteile Sportbecken, Saunagebäude
Oktober 2016: Mit einem der größten Mobilkräne des Landes werden die Betonfertigteile am Sportbecken gestellt (links im Bild). In Holzbauweise wird auf dem Dach des Freizeitbereiches das „Saunagebäude“ erstellt.
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November 2016: Der Rohbau ist fast fertig. Der Ausbau hat begonnen.
November 2016: Der Rohbau ist fast fertig. Der Ausbau hat begonnen.
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Dezember 2016: Druck- und Dichtigkeitsprobe
Dezember 2016: Die Druck- und Dichtigkeitsprobe am großen Wettkampfbecken läuft. Mehr als 2,5 Millionen Liter Wasser sind nötig, um das Becken zu füllen.
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Der nackte Beton wird gedämmt und bekleidet.
Februar 2017 - Der nackte Beton wird rundum gedämmt und bekleidet.
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70m-Reifenrutsche an der Südfassade
Februar 2017 – Aufbau der 70m-Reifenrutsche an der Südfassade.
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Das Innenleben

In der großen Spitze der „1“ findet der Sportbereich mit 50-Meter-Becken, Sprungbecken und Lehrschwimmbecken Platz, im lang gestreckten „Schaft“ (parallel zur Werftbahn) sind Umkleideräume und Freizeitbad untergebracht.

Obenauf im zweiten Geschoss wird eine Sauna gebaut. Das Untergeschoss beherbergt die komplexe Technik. 

 

 

Grundriss Erdgeschoss - größer anzeigen mit Klick ins Bild
Grundriss Obergeschoss - größer anzeigen mit Klick ins Bild

Herzstück des Sport- und Freizeitbades sind die 1720 Quadratmeter Wasserfläche. „Die Wasserlandschaft wartet mit einem hohen Erlebniswert auf und wird barrierefrei und übersichtlich organisiert“, unterstreicht das pbr Planungsbüro Rohling, das das Bad entworfen hat.

  • Außenbecken 200 m²
  • Sportbecken 1.082 m²
  • Lehrschwimmbecken 166 m²
  • Freizeitbecken 218 m²
  • Eltern-/Kind-Becken 31 m²
  • Rutsche 13 m²
  • Tauchbecken 3 m²
  • Warmsprudelbecken 7 m²

Das Sportbecken mit acht 50-Meter-Bahnen kann durch eine Wendebrücke unterteilt werden. Am tiefen Ende des Beckens ist die Sprunganlage (1, 3 und 5 Meter) untergebracht, am anderen Ende ist die Wassertiefe durch einen Hubboden variabel.

Neben dem Sportbecken ist das Lehrschwimmbecken untergebracht. Das Freizeitbecken verfügt über Sprudelinseln, Nackendusche, Bodenquelle, Wasserpilz und mehr. Im und am Kleinkindbecken sorgen Figuren wie ein Seelöwe und ein Schiffchenkanal für Spaß. Am Südende der Badeplatte endet die 70 Meter lange Reifen-Wasserrutsche in einem Landebecken.

Das Außenbecken wird 16,66 Meter lang, sodass sechs Bahnen dort 100 Metern entsprechen - wichtig für Schwimmer, die auch unter freiem Himmel auf die zurückgelegte Streckenlänge achten. Drumherum kann auf der großen Liegewiese die Sonne genossen werden.

Im Innenbereich des Bades werden die Gäste im Foyer mit Empfangstresen, Shop, Bistro und Aufenthaltszone empfangen. Das Bistro kann auch vom Badbereich her genutzt werden.

Die Umkleidebereiche für Freizeitnutzer und Sportler beziehungsweise Schüler sind getrennt nutzbar.

Im oberen Geschoss - rückversetzt auf der Dachfläche - wird der Sauna- und Wellnessbereich mit vier unterschiedlichen Themensaunen untergebracht.

Über einen separaten Zugang sind Büroräume der Kieler Bäderverwaltung im Obergeschoss zu erreichen.


Die Planung

Das pbr Planungsbüro Rohling (Osnabrück) hat das Gebäude entworfen und erbringt die Gesamtplanung. pbr ist ein Architektur- und Ingenieurbüro mit bundesweit mehr als 400 Mitarbeitern und hat schon mehrere Schwimmbäder entwickelt und gebaut.

Als pbr im Dezember 2010 den Hochbaulichen Realisierungswettbewerb gewann, lobte die Wettbewerbsjury den Entwurf als „Glücksfall“. Kompakt und mit wenig Flächenverbrauch seien alle erforderlichen Funktionen in dem städtebaulich interessanten Entwurf untergebracht.

Futuristisches Design und hohe Aufenthaltsqualität kennzeichnen laut pbr das zukünftige Schwimmbad.

Die Gesamtkosten betragen rund 25 Millionen Euro inklusive Planungskosten, Geländevorbereitung und Außenanlagen.

Für den Bau des Sport- und Freizeitbades können bis zu rund 10,6 Millionen Euro Städtebauförderungsmittel eingesetzt werden.“ Passend dazu erfolgte der offizielle erste Spatenstich auf dem bereits weitgehend vorbereiteten Gelände am ersten bundesweiten Tag der Städtebauförderung, dem 9. Mai 2015. Ministerpräsident Albig brachte zum Spatenstich die Bewilligungsbescheide mit.  


Das Grundstück

Mit dem Sport- und Freizeitbad wird ein städtebaulicher Prozess vollendet. Das Grundstück ist das Gelände des ehemaligen Schlachthofs, der dort bis in die 1970er Jahre betrieben wurde. Anschließend entstanden dort Neubauten für die Agentur für Arbeit und für Landesministerien. Nun wird mit dem Bad die verbliebene Lücke geschlossen. 

Historische Luftbildaufnahme des Hörngeländes
Historischer Stadtgrundriss des Hörngeländes