Zensusbefragung 2022 in Kiel

Gibt es in Deutschland genügend Wohnungen? Brauchen wir mehr Schulen, Studienplätze oder Altenheime? Wo muss der Staat für seine Bürger*innen investieren? Um diese und andere Fragen zu beantworten, führen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder in Deutschland alle zehn Jahre einen Zensus – auch bekannt als Volkszählung – durch.

Der Zensus dient als wichtige Planungs- und Entscheidungsgrundlage für Politik und Wirtschaft. Auf Grund des Zensus können Infrastrukturmaßnahmen, wie zum Beispiel der Bau von Schulen und Kindertagesstätten besser geplant werden. Er dient natürlich auch als Datengrundlage für viele amtliche Statistiken. Alle EU-Mitgliedsstaaten sind verpflichtet, alle zehn Jahre eine solche Befragung durchzuführen. In Kiel werden dafür circa 19.500 Haushalte befragt. 

Bewerbung als Erhebungsbeauftragte*r:

Wir bedanken uns das rege Interesse an einer Tätigkeit als ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte. Aktuell bieten wir keine Schulungen mehr an, daher nehmen wir aktuelle Bewerbungen auf die Warteliste und melden uns, falls noch weitere Schulungen angeboten werden.

Zur Bewerbung

Parallel zur Personenbefragung findet die Gebäude- und Wohnungszählung statt

Die Personenbefragung wird persönlich durch Erhebungsbeauftragte der Stadt Kiel durchgeführt. Dazu bekommen Sie einen schriftlichen Termin von uns, wenn Sie ausgewählt wurden. Für diesen Teil ist die Erhebungsstelle Zensus bei der Landeshauptstadt Kiel zuständig. Wir stehen Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung.

Fragebögen zur Gebäude- und Wohnungszählung erhalten alle Immobilienbesitzer per Post. Es ist im Gegensatz zu der Personenbefragung eine schriftliche Befragung (online oder per Papierfragebogen). Diese wird direkt vom Statistischen Landesamt durchgeführt. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gerne an die Hotline, welche auf dem Anschreiben angegeben ist.

 

Das Logo von Zensus 2022
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Wichtige Links
Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Erhebungsstelle Zensus
Andreas-Gayk-Straße 23-25
24103 Kiel

0431 901-5841   

Montag 10 - 12 Uhr und 13 - 16 Uhr
Dienstag 8 - 12 Uhr und 13 - 16 Uhr
Mittwoch 8 - 12 Uhr und 13 - 16 Uhr
Donnerstag 8 - 12 Uhr und 13 - 16 Uhr
Freitag 8 - 14 Uhr

Besuche vor Ort sind nur mit Termin möglich.
Aktive Erhebungsbeauftragte können außerhalb der Öffnungszeiten im Notfall die angegebene Mobilnummer täglich bis 19 Uhr und samstags bis 15 Uhr erreichen.

Logo Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schnell gefunden
 

Die Aufgabe der Denkmalpflege ist es, den Zeugniswert von Denkmälern zu bewahren. Dies muss nicht zwingend bedeuten, dass eine bestimmte Funktion des Denkmals für immer festgeschrieben wird; […] Die entscheidende Frage ist, wie viel Nutzung ein Denkmal verträgt, d.h. welches Maß an Veränderungen noch vertretbar ist, ohne dass das Denkmal seinen Dokumentationswert einbüßt.“ (Martin, Dieter J. und Krautzberger , Michael: Handbuch Denkmalschutz und Denkmalpflege. 4. Auflage, C.H. Beck, München (2017), S. 697)

 


Terminbuchung

Hier können Sie telefonische oder persönliche Termine buchen:

  • als Erhebungsbeauftragte (Interviewer*innen): zum Beispiel für die Materialaus- und Rückgabe, für die Beratung zur Erhebung
  • als Auskunftspflichtige (ausgewählt Befragte): zum Beispiel für Auskünfte, die länger dauern (20 Minuten sind für jeden Termin eingeplant) oder wenn Sie die Daten persönlich abgeben möchten oder Fragen zur Auskunftspflicht oder zu Erinnerungs- und Mahnverfahren haben
  • als interessierte Bürger*innen: zum Beispiel für Auskünfte rund um den Zensus
Buchen Sie hier Ihren Termin

 

Informationen gemäß Artikel 13 Datenschutz-Grundverordnung aufgrund der Verarbeitung von personenbezogenen Daten


Im Zusammenhang mit Terminvereinbarungen im Zusammenhang mit dem Zensus 2022 werden personenbezogenen Daten von Ihnen erhoben. Nachfolgend informieren wir Sie über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten durch uns und die Ihnen nach den datenschutzrechtlichen Regelungen zustehenden Ansprüche und Rechte. Alle unsere Mitarbeiter*innen sind zur Vertraulichkeit und zur Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen verpflichtet.


Wer ist für die Datenverarbeitung verantwortlich
und an wen kann ich mich wenden?


Datenverantwortlicher
Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer
0431 901- 0


Vertreten durch das Stadtamt Kiel
Erhebungsstelle Zensus 2022
Andreas-Gayk-Str. 23-25
0431 901-5041



Datenschutzbeauftragter, Auskunfts- und Beschwerderecht

Sie haben nach Artikel 15 DSGVO ein Recht auf unentgeltliche Auskunft über die Sie betreffenden verarbeiteten personenbezogenen Daten. Bei Fragen zum Datenschutz oder vermuteten Verletzungen des Datenschutzrechtes können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Landeshauptstadt Kiel wenden:
0431 901-2771

Ihnen steht zudem ein Beschwerderecht bei der Aufsichtsbehörde, dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein, zu:
Holstenstraße 98, 24103 Kiel
0431 988-1200 

Fax: 0431 988-1223


Wofür verarbeiten wir Ihre Daten (Zweck der Verarbeitung) und auf welcher Rechtsgrundlage?


Wir verarbeiten die personenbezogenen Daten über Sie, die wir im Rahmen der Terminvergabe freiwillig von Ihnen erhalten. Rechtsgrundlage/n für die Verarbeitung Ihrer Daten ist Artikel 6 Abs. 1 Buchstabe a DSGVO.


Welche Quellen und Daten (Kategorien der personenbezogenen Daten) nutzen wir?


Wir verarbeiten Ihre Daten zum Zweck der Kontaktaufnahme und Terminierung von Gesprächen mit Mitarbeitenden der EHST. Es handelt sich um Vor- und Zuname, Kontaktdaten (E-Mail-Adresse, Telefonnummer), die wir von Ihnen in dem Formular erheben. Die Verarbeitung erfolgt im Einklang mit den Bestimmungen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und dem Landesdatenschutzgesetz Schleswig-Holstein (LDSG).


Widerrufsmöglichkeiten bei Einwilligungserklärungen

Da die Datenverarbeitung auf Ihrer Einwilligung beruht, steht Ihnen nach Artikel 7 Abs. 3 DS-GVO das Recht zu, eine abgegebene Einwilligungserklärung ohne Angabe von Gründen jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen. Die „Wirkung für die Zukunft“ eines Widerrufs bedeutet, dass alle bis dahin auf Grundlage Ihrer Einwilligung bewirkten Verwendungen rechtmäßig bleiben.


Wer bekommt Ihre Daten (Weitergabe an Dritte)?

Es handelt sich um Daten, die ausschließlich die Landeshauptstadt verarbeitet. Das Terminierungstool wird dabei im Auftrag der Landeshauptstadt Kiel durch die Firma B.I.C. GmbH Großenaspe gehostet. Die Firma B.I.C. GmbH hat sich gegenüber der Landeshauptstadt Kiel zur Einhaltung datenschutzrechtlicher Regelungen verpflichtet. Innerhalb der Stadtverwaltung erhalten nur diejenigen Stellen und Personen Zugriff auf Ihre Daten, für deren Aufgabenerfüllung die Kenntnis dieser Daten erforderlich ist. Die Zulässigkeit der Datenverarbeitung richtet sich dabei nach Art. 6 Absatz 1 Buchstabe a der DS-GVO.


Wie lange werden Ihre Daten gespeichert?

Die personenbezogenen Daten werden gelöscht, wenn Sie um Löschung Ihrer Daten bitten bzw. die Einwilligung in die Verarbeitung widerrufen, spätestens jedoch nach 90 Tagen nach dem vereinbarten Termin.


Werden Daten in ein Drittland oder an eine
internationale Organisation übermittelt?


Nein, eine Datenübermittlung in Drittstaaten (Staaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes – EWR) findet nicht statt.


Besteht eine Pflicht zur Bereitstellung von Daten?

Nein, Ihre Angaben sind ausschließlich freiwillig.


Inwieweit gibt es eine automatisierte
Entscheidungsfindung im Einzelfall?


Wir nutzen in den einzelnen Verwaltungsverfahren keine vollautomatisierte Entscheidungsfindung im Sinne des Art. 22 DSGVO.


Welche Datenschutzrechte haben Sie?


Jede von einer Datenverarbeitung betroffene Person hat nach der DS-GVO insbesondere folgende Rechte:

a) Auskunftsrecht über die zu ihrer Person gespeicherten Daten und deren Verarbeitung
(Artikel 15 DS-GVO).

b) Recht auf Datenberichtigung, sofern die Daten unrichtig oder unvollständig sein sollten
(Artikel 16 DS-GVO).

c) Recht auf Löschung der zu ihrer Person gespeicherten Daten, sofern eine der Voraussetzungen von Artikel 17 DS-GVO zutrifft. Das Recht zur Löschung personenbezogener Daten besteht ergänzend zu den in Artikel 17 Absatz 3 DS-GVO genannten Ausnahmen nicht, wenn eine Löschung wegen der besonderen Art der Speicherung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist. In diesen Fällen tritt an die Stelle einer Löschung die Einschränkung der Verarbeitung gemäß Artikel 18 DS-GVO.

d) Wird die Richtigkeit der personenbezogenen Daten bestritten, besteht das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung für die Dauer der Richtigkeitsprüfung. Das Recht auf Einschränkung der Datenverarbeitung besteht zudem, sofern die Daten unrechtmäßig verarbeitet wurden, die Daten zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen der betroffenen Person benötigt werden oder bei einem Widerspruch noch nicht feststeht, ob die Interessen des Verantwortlichen gegenüber denen der betroffenen Person überwiegen (Artikel 18 Absatz 1 lit. b, c und d DS-GVO).

e) Widerspruchsrecht gegen bestimmte Datenverarbeitungen, sofern an der Verarbeitung kein zwingendes öffentliches Interesse besteht, das die Interessen der betroffenen Person überwiegt, und keine Rechtsvorschrift zur Verarbeitung verpflichtet (Artikel 21 DS-GVO).

Es gelten nach dem Landesdatenschutzgesetz (LDSG) Beschränkungen der Informationspflicht, der Auskunftspflicht, des Widerspruchsrechts und der Pflicht zur Benachrichtigung der von einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten betroffenen Person nach den §§ 8 bis 11 LDSG. Sollten Sie von Ihren oben genannten Rechten Gebrauch machen, wird geprüft, ob die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.

Sollten Sie von Ihren oben genannten Rechten Gebrauch machen, werden wir prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.
Datenschutzinformationen zu weiteren Diensten auf www.kiel.de 

Stand der Information: 3. Februar 2022



Zweck, Art und Umfang der Erhebung, Verantwortliche

Deutschland ist unionsrechtlich verpflichtet, alle zehn Jahre eine Volkszählung (Zensus) durchzuführen. Die Haushaltebefragung im Rahmen des Zensus 2022 dient der Feststellung, ob Personen, die im Melderegister verzeichnet sind, an der angegebenen Anschrift wohnen oder ob an einer Anschrift mit Wohnraum Personen wohnen, die nicht in den Melderegistern verzeichnet sind, und damit der Ermittlung der Einwohnerzahl sowie der Erhebung von Daten zu Zensusmerkmalen, die nicht aus Verwaltungsregistern gewonnen werden können. Die Daten zu Zensusmerkmalen, die nicht aus Verwaltungsregistern gewonnen werden können, dienen ebenfalls der Vorbereitung und Erstellung europäischer Bevölkerungsstatistiken einschließlich künftiger Zensus. Die Haushaltebefragung wird als Stichprobenerhebung bei Personen an Anschriften mit Wohnraum durch die jeweils zuständigen statistischen Ämter der Länder durchgeführt. 

Daneben können zur Durchführung der Erhebung weitere Erhebungsstellen eingerichtet werden, welche mit den statistischen Ämtern des Bundes und der Länder gemeinsame Verantwortliche nach der DS-GVO sind. Das Statistische Bundesamt ist in Zusammenarbeit mit dem Informationszentrum Bund (ITZBund) nach §2 Absatz 2 Zensusvorbereitungsgesetz 2022 (ZensVorbG 2022) verantwortlich für die IT-Infrastruktur, die für die Verarbeitung, insbesondere die Aufbereitung und Datenhaltung der erhobenen Daten, notwendig ist. Datenschutzrechtlich Verantwortlicher ist gemäß §27 Zensusgesetz 2022 (ZensG 2022) für die Verarbeitung der zentral gespeicherten Daten das nach den Vorschriften des ZensG 2022 sowie nach den §§2 und 3 des ZensVorbG 2022 für die Datenverarbeitung zuständige statistische Amt. Die Kontaktdaten finden Sie unter https://www.statistikportal.de/de/statistische-aemter. Stichtag der Erhebung ist der 15. Mai 2022.

Rechtsgrundlagen, Auskunftspflicht

Rechtsgrundlage ist das ZensG 2022 in Verbindung mit dem BStatG. Die Haushaltebefragung umfasst die Erhebungen zu §11 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 und 2 ZensG 2022. Erhoben werden die Angaben nach §13 Absatz 1 ZensG 2022. Die Auskunftspflicht ergibt sich aus §23 ZensG 2022 in Verbindung mit §15 BStatG. Nach §25 ZensG 2022 sind alle Volljährigen und alle einen eigenen Haushalt führenden Minderjährigen auskunftspflichtig. Sie sind jeweils auch auskunftspflichtig für minderjährige Haushaltsmitglieder, die unter den ausgewählten Anschriften wohnen. Für volljährige Haushaltsmitglieder, die insbesondere wegen einer Krankheit oder Behinderung nicht selbst Auskunft geben können, ist jedes andere auskunftspflichtige Haushaltsmitglied auskunftspflichtig. Gibt es kein anderes auskunftspflichtiges Haushaltsmitglied und ist für die nicht auskunftsfähige Person ein Betreuer oder eine Betreuerin bestellt, so ist dieser oder diese auskunftspflichtig, soweit die Auskunft in seinen oder ihren Aufgabenbereich fällt. Benennt eine wegen einer Krankheit oder Behinderung nicht auskunftsfähige Person eine Vertrauensperson und erteilt diese die für sie erforderliche Auskunft, erlischt die Auskunftspflicht. 

Soweit keine Anhaltspunkte entgegenstehen, wird im Sinne des §25 Absatz 4 ZensG 2022 vermutet, dass alle auskunftspflichtigen Personen eines Haushalts befugt sind, Auskünfte auch für die jeweils anderen Personen des Haushalts zu erteilen. Nach §23 Absatz 1 ZensG 2022 erfolgt die Auskunftserteilung grundsätzlich elektronisch. Bei elektronischer Auskunftserteilung sind die Angaben über das den Auskunftspflichtigen zur Verfügung gestellte Verfahren zu erteilen. Im Fall der schriftlichen Auskunftserteilung können die ausgefüllten Erhebungsvordrucke gebührenfrei übersendet werden, wenn sie sich in amtlichen hierfür vorgesehenen Umschlägen befinden. Bei Inanspruchnahme einer besonderen Versendungsform unter Verwendung der amtlich vorgesehenen Umschläge hat der Absender den die jeweils gültige Briefgebühr übersteigenden Betrag zu tragen. Erteilen Auskunftspflichtige keine, keine vollständige, keine richtige oder nicht rechtzeitig Auskunft, können sie zur Erteilung der Auskunft mit einem Zwangsgeld nach den Verwaltungsvollstreckungsgesetzen der Länder angehalten werden. 

Nach §23 BStatG handelt darüber hinaus ordnungswidrig, wer ‒ vorsätzlich oder fahrlässig entgegen §15 Absatz 1 Satz 2, Absatz 2 und 5 Satz 1 BStatG eine Auskunft nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erteilt oder ‒ entgegen §15 Absatz 3 BStatG eine Antwort nicht in der vorgeschriebenen Form erteilt. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden. Nach §15 Absatz 7 BStatG haben Widerspruch und Anfechtungsklage gegen die Aufforderung zur Auskunftserteilung keine aufschiebende Wirkung.


Geheimhaltung

Die erhobenen Einzelangaben werden nach §16 BStatG grundsätzlich geheim gehalten. Nur in ausdrücklich gesetzlich geregelten Ausnahmefällen dürfen Einzelangaben übermittelt werden. Eine solche Übermittlung von Einzelangaben ist insbesondere zulässig an: ‒ öffentliche Stellen und Institutionen innerhalb des Statistischen Verbunds, die mit der Durchführung einer Bundes- oder europäischen Statistik betraut sind (z.B. die statistischen Ämter der Länder, das Statistische Amt der Europäischen Union [Eurostat]), ‒ Dienstleister, zu denen ein Auftragsverhältnis besteht (z.B. ITZBund, Rechenzentren der Länder, Versand-, Druck-, Hotline- und Beleglesedienstleister). Nach §32 Absatz 1 ZensG 2022 dürfen die statistischen Ämter des Bundes und der Länder für die Verwendung gegenüber den gesetzgebenden Körperschaften und für Zwecke der Planung, jedoch nicht für die Regelung von Einzelfällen, den obersten Bundes- oder Landesbehörden Tabellen mit statistischen Ergebnissen übermitteln, auch soweit Tabellenfelder nur einen einzigen Fall ausweisen.

Nach §32 Absatz 2 ZensG 2022 dürfen die statistischen Ämter des Bundes und der Länder für ausschließlich kommunalstatistische Zwecke den für statistische Aufgaben zuständigen Stellen der Gemeinden und Gemeindeverbände (Statistikstellen) auf Ersuchen für deren Zuständigkeitsbereich Einzelangaben zu den Erhebungsmerkmalen sowie zu den Hilfsmerkmalen „Straße“ und „Hausnummer“ oder nach Blockseiten zusammengefasste Einzelangaben übermitteln. Die Übermittlung ist nur zulässig, wenn das Statistikgeheimnis durch gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen, insbesondere zur räumlichen, organisatorischen und personellen Trennung der Statistikstellen von den für nichtstatistische Aufgaben zuständigen Stellen der Gemeinden und Gemeindeverbände, gewährleistet ist. Die Hilfsmerkmale sind zum frühestmöglichen Zeitpunkt, spätestens jedoch zwei Jahre nach Übermittlung, zu löschen. Nach §16 Absatz 6 BStatG ist es zulässig, den Hochschulen oder sonstigen Einrichtungen mit der Aufgabe unabhängiger wissenschaftlicher Forschung für die Durchführung wissenschaftlicher Vorhaben 1. Einzelangaben zu übermitteln, wenn die Einzelangaben so anonymisiert sind, dass sie nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft den Befragten oder Betroffenen zugeordnet werden können (faktisch anonymisierte Einzelangaben), 2. innerhalb speziell abgesicherter Bereiche des Statistischen Bundesamtes und der statistischen Ämter der Länder Zugang zu Einzelangaben ohne Name und Anschrift (formal anonymisierte Einzelangaben) zu gewähren, wenn wirksame Vorkehrungen zur Wahrung der Geheimhaltung getroffen werden. Die Pflicht zur Geheimhaltung besteht auch für Personen, die Einzelangaben erhalten.


Hilfsmerkmale, Trennung und Löschung, Ordnungsnummern

Familienname, Vornamen, Anschrift der Wohnung und Lage der Wohnung im Gebäude, Tag der Geburt ohne Monats- und Jahresangabe und Kontaktdaten der Auskunftspflichtigen oder einer anderen für Rückfragen zur Verfügung stehenden Person sind Hilfsmerkmale, die lediglich der technischen Durchführung der Erhebung dienen. Diese Hilfsmerkmale werden von den Erhebungsmerkmalen zum frühestmöglichen Zeitpunkt getrennt und gesondert gespeichert oder gesondert aufbewahrt. Die Hilfsmerkmale sind zu löschen, sofern die Überprüfung der Erhebungs- und Hilfsmerkmale auf ihre Schlüssigkeit und Vollständigkeit abgeschlossen ist und sie für die Vorbereitung und Erstellung europäischer Bevölkerungsstatistiken einschließlich künftiger Zensus nicht mehr benötigt werden, spätestens sechs Jahre nach dem 15. Mai 2022. Die Fragebogen oder die Datensätze mit den erhobenen Angaben werden nach Abschluss der Aufbereitung des Zensus, spätestens vier Jahre nach dem 15. Mai 2022, vernichtet bzw. gelöscht.

Angaben zu den Erhebungsmerkmalen werden solange verarbeitet und gespeichert, wie dies für die Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtungen erforderlich ist. Die Ordnungsnummern bei der Verwendung des Papierfragebogens sind die Zugangsnummer, der Aktivierungscode und ein Belegkennzeichen am unteren Seitenrand des Fragebogens. Sie dienen der Unterscheidung der in die Erhebung einbezogenen Personen sowie der technischen Durchführung des Erhebungsund Aufbereitungsverfahrens. Sie enthalten keine über die erhobenen Informationen hinausgehenden Angaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse. Die Zugangsnummer dient der Zuordnung des Fragebogens zu der auskunftspflichtigen Person. Diese Zuordnung erfolgt beim Erstkontakt durch die für diese Erhebung verpflichteten Erhebungsbeauftragten. Der Aktivierungscode besteht aus einer frei vergebenen Zeichenfolge und dient zusammen mit der Zugangsnummer der Teilnahme und Identifikation am Online-Meldeverfahren. Das Belegkennzeichen dient ausschließlich der Organisation des Erhebungs- und Aufbereitungsverfahrens und ist bestehend aus der Zugangsnummer, dem Erhebungsnamen sowie einer Ziffer für das zuständige Bundesland.


Rechte und Pflichten der Erhebungsbeauftragten, Möglichkeiten der Auskunftserteilung

Auskunftserteilung Zur Entlastung der zu Befragenden werden Erhebungsbeauftragte im Sinne des §14 BStatG in Verbindung mit §20 ZensG 2022 eingesetzt. Die Erhebungsbeauftragten haben ihre Berechtigung nachzuweisen. Sie müssen die Gewähr für Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit bieten und sind zur Geheimhaltung besonders verpflichtet worden. Die aus ihrer Tätigkeit gewonnenen Erkenntnisse dürfen sie nicht in anderen Verfahren oder für andere Zwecke verwenden. Diese Verpflichtung gilt auch nach Beendigung ihrer Tätigkeit. Die Erhebungsbeauftragten sollen den Befragten bei der Beantwortung der Fragen behilflich sein. Die in den Fragebogen enthaltenen Fragen können mündlich gegenüber den Erhebungsbeauftragten oder elektronisch oder schriftlich beantwortet werden. Ihnen sind von den angetroffenen Auskunftspflichtigen auf Verlangen die Daten zu den Merkmalen nach §13 Absatz 1 Nummer 1 bis 5 und 8, Absatz 2 Nummer 1 bis 3 ZensG 2022 mündlich mitzuteilen. Diese Angaben sind den Erhebungsbeauftragten auch für andere in derselben Wohnung wohnende Personen auf Verlangen mündlich mitzuteilen. Die Erhebungsbeauftragten dürfen die Angaben selbst in die Erhebungsunterlagen eintragen oder elektronisch erfassen. Das gilt auch für weitere Eintragungen in die Erhebungsunterlagen oder elektronische Erfassungen, soweit die Auskunftspflichtigen ihre Einwilligung erteilt haben, §25 Absatz 5 Satz 4 ZensG 2022. Bei schriftlicher Auskunftserteilung können die ausgefüllten Fragebogen den Erhebungsbeauftragten übergeben oder bei der Erhebungsstelle abgegeben oder dorthin übersandt werden. Eine weitere Auskunftserteilung erfolgt grundsätzlich elektronisch.



Rechte der Betroffenen, Kontaktdaten der Datenschutzbeauftragten, Recht auf Beschwerde

Die Auskunftgebenden, deren personenbezogene Daten verarbeitet werden, können ‒ eine Auskunft nach Artikel 15 DS-GVO, ‒ die Berichtigung nach Artikel 16 DS-GVO, ‒ die Löschung nach Artikel 17 DS-GVO sowie ‒ die Einschränkung der Verarbeitung nach Artikel 18 DS-GVO der jeweils sie betreffenden personenbezogenen Daten beantragen oder der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten nach Artikel 21 DS-GVO widersprechen. Dies gilt soweit landesrechtlich keine abweichende Regelung getroffen wurde. Abweichende landesrechtliche Vorschriften finden Sie unter https://www.statistikportal.de/de/datenschutz/zensus. Sollte von den oben genannten Rechten Gebrauch gemacht werden, prüft die zuständige öffentliche Stelle, ob die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Die antragstellende Person wird gegebenenfalls aufgefordert, ihre Identität nachzuweisen, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden. Fragen und Beschwerden über die Einhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmungen können jederzeit an die jeweils zuständigen behördlichen Datenschutzbeauftragten der statistischen Ämter des Bundes und der Länder oder an die jeweils zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörden gerichtet werden.

Deren Kontaktdaten finden Sie unter www.statistikportal.de.

Ergänzender Hinweis nach Artikel 13 DSGVO zu den Informationsblättern „Unterrichtung nach § 17 Bundesstatistikgesetz und nach der Datenschutz-Grundverordnung“ hinsichtlich der datenschutzrechtlichen Verantwortung für die Organisation der Erhebungsstelle 2022 bei der Landeshauptstadt Kiel‘ und die Durchführung der Erhebung in Kiel (zur datenschutzrechtlichen Verantwortung hinsichtlich der Verarbeitung der zentral gespeicherten Daten, zum Zweck und den Rechtsgrundlagen der Erhebung, Ihren Auskunftspflichten und Ihren Datenschutzrechten beachten Sie bitte die entsprechenden Hinweise in den Informationsblättern):

Verantwortlicher für Organisation der Erhebungsstelle und Durchführung der Erhebung in Kiel:
Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer
Telefon 0431 901-0
E-Mail rathaus@kiel.de

Vertreten durch die Erhebungsstelle 2022 bei der Landeshauptstadt Kiel
Andreas-Gayk-Straße 23-25 , 24103 Kiel
 0431 901-5841


Bei Fragen zum Datenschutz oder vermuteten Verletzungen des Datenschutzrechtes können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Landeshauptstadt Kiel wenden:
0431 901-2771


Ihnen steht zudem ein Beschwerderecht bei der Aufsichtsbehörde, der Landesbeauftragten für Datenschutz Schleswig-Holstein, zu:
Holstenstraße 98, 24103 Kiel
0431 988-1200,
Fax: 0431 988-1223



Erklärvideos zum Zensus

 

Was ist der Zensus?

What is the census?


Wie funktioniert der Zensus?

Haushaltsbefragung - Was ist das?