Kulturspuren Düsternbrook

Schriftsteller Theodor Storm

Schriftsteller

* 14. September 1817 in Husum
† 4. Juli 1888 in Hanerau-Hademarschen

„Mitten im Walde, im stillsten Sonnenschein“: So beschrieb der Schriftsteller Theodor Storm (1817-1888) diesen Ort im Düsternbrooker Gehölz.

1862/1863 verfasste Storm die Novelle „Auf der Universität“ und machte Düsternbrook zum Hauptschauplatz. Im Mittelpunkt steht die schöne Näherin Lore Beauregard, die aus einfachen Verhältnissen stammt.

Theodor Storm (Quelle: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek)

Von Kindesbeinen an schwankt sie zwischen ihrer tiefen Sehnsucht nach Musik, Tanz und anderen Genüssen der feinen Gesellschaft und dem Wissen, sich für immer mit einem bescheidenen Leben zufrieden geben zu müssen.

Zeichnung von C. Ziesmer (Quelle: Theodor Storm: Gesammelte Werke, Bd. 7,Ring-Verlag Hamburg, S. 91)
Zeichnung von H. v. Medvey (Quelle: in: Theodor Storm: Zwei Novellen, Deutscher Literatur-Verlag, Hamburg 1947, S. 111)

Als Lore sich von ihrem Verlobten verlassen glaubt, stürzt sie sich in den Strudel der derben studentischen Tanzvergnügen. In ihrer letzten dieser Ballnächte im „Sanssouci“ kommt sie zu der Überzeugung, dass sie ihren Platz im Leben verspielt hat, und sucht im Wasser der Förde den Tod.

Zu Storms Zeit lag „Sanssouci“ auf einer Anhöhe, von der sich heute keine Spur mehr findet. Drei Jahre nachdem Storm sie in seiner Novelle verewigte, brannte die Waldwirtschaft nieder. Anschließend baute man hier in großem Umfang Kies ab. Der Gedenkstein wurde zum 100. Geburtstag Theodor Storms aufgestellt.


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