KulturSpuren Matrosenaufstand

Nordfriedhof

Trauerzug am 11. November 1918 (Quelle: Stadtarchiv Kiel)

11. November 1918: Beerdigung der getöteten Matrosen

Ein Zusammenstoß demonstrierender Matrosen und Arbeiter mit bewaffneten Soldaten am 3. November in der Karlstraße forderte 7 Tote und 29 Verletzte, weitere Todesopfer waren am 5. November zu beklagen. Die zivilen Todesopfer wurden am 10. November auf dem Parkfriedhof Eichhof in Kronshagen bestattet, die getöteten Matrosen einen Tag später auf dem Kieler Nordfriedhof.

Die Grabreden hielten Gustav Garbe und Lothar Popp auf dem Eichhof sowie Gustav Noske auf dem Nordfriedhof. Beide Beisetzungen wurden von zahlreichen Einwohnern Kiels besucht, die so ihr Mitgefühl und ihre Solidarität mit den Demonstranten ausdrückten. Die Straßen, durch die der Trauerzug führte, waren voller Menschen.

Die Gräber der Matrosen befinden sich auf Grabfeld Z des Nordfriedhofs. Das Grabfeld erreichen Sie, wenn Sie vom Haupttor aus geradeaus gehen und sich an der ersten Kreuzung nach links wenden.

Der Nordfriedhof wurde 1878 als Garnisonsfriedhof eröffnet. Mit rund 3.000 Soldatengräbern ist er ein Zeichen für die Geschichte Kiels als Marinestützpunkt. Seit 1961 befindet der Friedhof sich im Besitz der Stadt Kiel. Durch mehrere Erweiterungen ist er heute der größte Friedhof der Stadt.

Grabfeld Z des Nordfriedhofs (Quelle: Landeshauptstadt Kiel, Bodo Quante)
Beisetzung auf dem Parkfriedhof Eichhof (Quelle: Stadtarchiv Kiel)

Der Parkfriedhof Eichhof an der Grenze zwischen Kiel und Kronshagen ist der größte Friedhof Schleswig-Holsteins. Er wurde 1900 eingeweiht. Als Parkfriedhof erinnert er an einen Landschaftsgarten. 1924 wurde für die Opfer des Matrosenaufstandes, des Spartakistenaufstandes vom Januar 1919 und des Kapp-Lüttwitz-Putsches vom März 1920 eine gemeinsame Gedenkstätte eingerichtet. Seit 2011 befindet sich dort eine vom Kieler Initiativkreis 1918/19 aufgestellte Informationstafel, die die Hintergründe darstellt.

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