KulturSpuren Dänemark: Fahrradtour

Gut Knoop

Vorgängerbau des heutigen Gutes (Quelle: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek)

Das Gut Knoop ist bereits ab 1322 urkundlich belegt. Im 16. Jahrhundert war es im Besitz der adligen Familie Rantzau, die dort ein Wasserschloss errichten ließ. Die Familie Rantzau war eine der ältesten und einflussreichsten Familien in Schleswig und Holstein, einige ihrer Mitglieder waren als Statthalter des dänischen Königs politisch einflussreich.

1632 wurden Bülk, Knoop und Seekamp an den dänischen König Christian IV. verkauft. Um die Festung Friedrichsort bauen zu können, war es für diesen notwendig, die umliegenden Ländereien zu besitzen:

1776 kam Knoop in den Besitz des wohlhabenden Kaufmannes Heinrich Schimmelmann, der es einer seiner Töchter als Mitgift überließ. Zwischen 1792 und 1796 wurde das bis heute erhaltene Herrenhaus im klassizistischen Stil nach Plänen des dänischen Architekten Axel Bundsen errichtet.

Das Herrenhaus gilt als eines der bedeutendsten klassizistischen Gebäude Schleswig-Holsteins und verfügt im Inneren über aufwendige Stukkaturen und kunstvolle Tapeten.

Christian IV. von Dänemark (Quelle: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek)
Das Knooper Herrenhaus heute (Quelle: Gut Knoop/Birgit Kühl)

Zusätzlich wurde am Ufer des Eiderkanals rund um das Herrenhaus ein Landschaftspark angelegt. Knoop wurde im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert zu einem der kulturellen Zentren des Landes, Schriftsteller wie Klopstock und Herder waren dort Gäste.

Seit 1903 befindet sich das Gut im Besitz der Familie Hirschfeld. Das aufwendig restaurierte Herrenhaus wird heute als Raum für Kulturveranstaltungen genutzt. Das auf dem Gelände liegende Teehaus ist ein beliebter Ort für standesamtliche Trauungen.

Etwa drei Kilometer nordwestlich des Gutes befindet sich die Rathmannsdorfer Schleuse des Eiderkanals. Die 1784 erbaute Schleuse wurde 1984 saniert und kann heute besichtigt werden.

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