Heinrich Ehmsen - Bilder vom Ende der Revolution

Dienstag, 13. November 2018, 10 Uhr bis 17 Uhr

Stadtgalerie Kiel

Andreas-Gayk-Straße 31, 24103 Kiel

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„Das Chaos feierte Orgien in München. Die rote Armee in Bayern kämpfte sich bis zum Untergang in München durch, wo die von Epp’schen und von Lüttwitz’schen Freicorps ‚triumphierten‘. Auf dem Kasernenhof der ‚Leiber‘ in der Theresienstraße ratterten die Maschinengewehre die Revolutionäre an der Mauer zu Tode. Mit Besessenheit und Empörung malte und zeichnete ich diese Erlebnisse. Es sollte Jahre dauern, bis ich all das Erleben durch Arbeit geschildert hatte.“
So beschreibt Heinrich Ehmsen die Umbrüche in München im Jahr 1919 und die Zerschlagung der Münchner Räterepublik.
Die Novemberrevolution, die Ihren Ausgangspunkt 1918 in Wilhelmshaven und Kiel hatte, ist aufs engste verbunden mit der Gründung von Räten deutschlandweit und auch der Münchner Räterepublik. So kann die Auflösung der Räte ein Jahr später gleichsam als Ende der revolutionären Welle gesehen werden.

Heinrich Ehmsen, geboren 1886 in Kiel, erlebte die Novemberrevolution 1918 in München, wo er von 1914 – 1928 lebte. Dort war er Augenzeuge der standrechtlichen Hinrichtungen der Rotgardisten im Zuge der Zerschlagung der Münchner Räterepublik. Diese Erschießungen stellte er in scheinbar realistischen Gemälden, Zeichnungen und Radierungen dar.

Anlässlich des 100. Jubiläums des Matrosenaufstandes von 1918 in Kiel zeigt die Heinrich-Ehmsen-Stiftung eine Auswahl von Zeichnungen und Druckgrafiken aus ihrem Bestand, die die Erschießungsszenen aus dieser Zeit thematisieren.

Abb: Erschießung in München, (3. Abzug 1964), 1919, © Nachlass Heinrich Ehmsen

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