"Bis auf weiteres völlige Verdunkelung!" - Kiel im September 1939

Im Archiv - Veranstaltung vom 12. September 2019

RBZ Wirtschaft Kiel

Westring 444, 1. Ebene, Raum N1.55, 24114 Kiel


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Spätestens ab 1936 plante das NS-Regime einen Krieg. Kiel als wichtiger Rüstungs- und Militärstandort galt im Falle eines Krieges als besonders gefährdet. Aufrüstung und Kriegsvorbereitungen liefen auch in Kiel in den 1930er Jahren mit Hochdruck. Luftschutzbunker und Flakstellungen wurden errichtet und Luftschutzübungen bereiteten die Kieler Bevölkerung vor.
Der Kieler Alfred Naujocks leitete den fingierten Überfall auf den Sender Gleiwitz, der als propagandistischer Vorwand für den Überfall auf Polen diente. Das in Kiel gebaute und überwiegend stationierte Schulschiff Schleswig-Holstein gab den ersten Schuss im Zweiten Weltkrieg ab.
In Kiel selbst war die Stimmung im September 1939 eher zurückhaltend. Eine Kriegsbegeisterung wie 1914 stellte sich nicht ein. Die Stadt wurde in den folgenden Jahren Ziel von neunzig Luftangriffen und zu achtzig Prozent zerstört.
Nach dem Krieg forderte Oberbürgermeister Andreas Gayk, dass Kiel nie wieder Rüstungsstandort sein dürfe. Die Kieler Woche stellte er unter das Motto der Völkerverständigung.
Referent: Timo Erlenbusch, Stadtarchiv Kiel

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Quelle

Förde-vhs
Waltraud Meier