Dem ZOB-Bunker geht es an die Substanz

972/11. Dezember 2015/jkl

Nach dem Abbruch des alten ZOB-Parkhauses im Sommer dieses Jahres und den anschließenden Räumarbeiten beginnt eine neue Phase in der Entwicklung des Areals. Eine vom städtischen Tiefbauamt beauftragte Abbruchfirma hat eine Baustelle eingerichtet und damit begonnen, den Tiefbunker aus den 1940er Jahren teilweise abzubrechen. Zunächst wird die etwa 20 Zentimeter dicke Schutzschicht auf der Stahlbetondecke mit Baggern entfernt und entsorgt.

In den vergangenen Wochen hatte eine Tiefbaufirma den Bunker mit einer Spundwand umschlossen. Durch Vibration wurde diese zwölf Meter tief in den Baugrund eingebracht. Sie soll für eine nahezu wasserdichte Kapselung des Bunkers sorgen. Das im Bunker stehende Wasser ist durch eine Dichtungsschicht aus Teerpech verunreinigt und wird gegenwärtig abgepumpt. Mittels einer mobilen Filteranlage wird das geförderte Wasser auf der Baustelle gereinigt und anschließend in das Schmutzwassernetz eingeleitet.

Im Anschluss soll das ebenfalls kontaminierte Erdreich aus dem Inneren des trocken gelegten Bunkers entfernt und entsorgt werden. Dafür muss ein 3,5 Meter breiter Schlitz in die 1,4 Meter dicke Stahlbetondecke eingebracht werden. Der besonderen Lage der Baustelle in der Innenstadt und der umliegenden Bebauung ist geschuldet, dass das beauftragte Abbruchunternehmen ein besonders schonendes Verfahren anwendet. Dieses sorgt für eine vergleichsweise geringe Lärmentwicklung und erzeugt lediglich geringe Erschütterungen.

Bei diesem Verfahren werden zunächst Löcher gebohrt, in die das Bauunternehmen große Seilsägen einfädelt. Diese trennen den Rand des Schlitzes sauber ab. Der Schlitz wird schließlich hergestellt, indem der frei gesägte Deckenstreifen Stück für Stück mit einer großen Hydraulikzange „abgebissen“ wird. Durch den Schlitz wird das Erdreich aus dem im Inneren teilweise durch Sprengung zerstörten Bunker mit kleinem Baugerät ausgeräumt. Sind diese Arbeiten abgeschlossen geht es im kommenden Frühjahr an die Gründungsarbeiten für das sechsgeschossige Parkhaus, das auf dem Areal entstehen soll.

Weitere Informationen über das komplexe Bauprojekt finden Interessierte auf der Internetseite www.kiel.de/zob.


Das kiel.de-Meldungsarchiv durchsuchen

Freitextsuche
Zeitraum von
Zeitraum bis
Kategorieauswahl
Absenden oder leeren
RSS-Feed

Meldungen abonnieren
Auch interessant
Kontakte für Medien

Annette Wiese-Krukowska, Pressesprecherin
0431 901-1007
 

Arne Gloy
0431 901-2406