Meldung vom 25. Juni 2017

Kieler Woche 2017: Friedliches Spektakel an Land, zu Wasser und in der Luft

Ob auf den Regattabahnen vor Schilksee, vor den Bühnen im ganzen Stadtgebiet oder aus dem Korb eines Heißluftballons – die Kieler Woche 2017 präsentierte sich aus jeder Perspektive als buntes Gesamtkunstwerk. Über 3 Millionen Besucherinnen und Besucher feierten in diesem Jahr beim größten Sommerfest im Norden Europas, das erneut seinen Ruf als gleichzeitig größte Segelsportveranstaltung der Welt festigte.

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer zieht eine rundum positive Bilanz der „längsten und gleichzeitig schönsten Woche des Jahres“: „Die Stimmung war bestens, die Regatten hochklassig und das Wetter vor allem in den ersten Tagen fabelhaft. Mit dem abwechslungsreichen sportlichen, kulturellen und gesellschaftspolitischen Programm und dem einzigartigen internationalen Flair hat sich unsere Stadt in den vergangenen Tagen von ihrer besten Seite gezeigt.“

Ganz besonders freut sich Oberbürgermeister Kämpfer, dass sich das in enger Kooperation mit Polizei und Feuerwehr überarbeitete Sicherheitskonzept bewährt hat: „Wir haben eine sehr friedliche Kieler Woche erlebt. Die Menschen haben gelassen und besonnen, aber nicht weniger fröhlich gefeiert.“ Die guten Besucherzahlen zeigten, dass die Menschen Verständnis für die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen hätten. „Ich danke allen Einsatzkräften, die dazu beigetragen haben, unsere Festwoche zu einem sicheren Ort zu machen. Allen Gästen danke ich für das Verständnis, wenn der Weg zu den Veranstaltungen aufgrund von Kontrollen oder Absperrungen mal etwas länger gedauert hat“, so Kämpfer.

Kämpfers besonderer Dank gilt zudem allen, die vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf der Segel- und Festwoche gesorgt haben, darunter den Premiumpartnern AUDI AG und HSH Nordbank AG, der Marine, der Wasserschutzpolizei, den Teams vom Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel, dem Kieler-Woche-Büro und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die für die Kieler Woche im Einsatz waren.


Kieler Woche 2017: Zwischen Weltwirtschaft und Wasserwesen


Zu den Höhepunkten des Kieler-Woche-Programms 2017 zählten unter anderem die Eröffnung mit dem Fernsehmoderator und Hobbysegler Kai Pflaume, das 41. Internationale Städteforum zum Thema Gleichstellung, der 40. Internationale Markt auf dem Rathausplatz, die 11. Internationale Willer Balloon Sail auf dem Nordmarksportfeld, das Familienfest Open Park im Volkspark und das Classic-Open-Air-Konzert auf der Rathausbühne.

Politische und wirtschaftliche Denker trafen bei der Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises am Sonntag, 18. Juni, zusammen. Dabei wurde unter anderem der frühere Bundespräsident Horst Köhler geehrt. Am Sonntag, 25. Juni, wurde Prof. Dr. Ruth Schmitz-Streit mit dem Wissenschaftspreis der Landeshauptstadt Kiel ausgezeichnet. Erstmals verlieh die Stadt auch einen Innovationspreis, der an Prof. Dr. Ronald Eisele und das Science Communication Lab vergeben wurde.

Bei rund 280 abendlichen Konzerten auf 14 Bühnen kamen Musikfans voll auf ihre Kosten. Allein die „gewaltig leisen“ Konzertabende auf der Krusenkoppel wurden von mehr als 12.600 Musikfans besucht. Vor der Jungen Bühne im Ratsdienergarten feierten sogar rund 30.000 – überwiegend junge – Menschen.

International ging es beim großen Flottentreffen der Marine zu: Im Tirpitzhafen waren 49 Einheiten aus 14 Nationen zu Gast. Rund 14.000 Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich die Marineschiffe beim Open Ship genau anzusehen. 15 Kreuzfahrtschiffe bescherten der Kieler Woche bei ihren 16 Anläufen ebenfalls Gäste aus aller Welt.

Für die jüngsten Kieler-Woche-Gäste war ein Besuch auf der Spiellinie und beim Kieler-Woche-Hoftheater im Hiroshimapark Pflicht. Die Spiellinie –
Deutschlands größtes Kinder-Kultur-Angebot unter freiem Himmel – stand in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser, Wind und Wellenwesen“. Rund 340.000 junge Besucherinnen und Besucher gingen auf der Krusenkoppel auf Erkundungstour. Im Hiroshimapark erlebten rund 10.500 kleine und große Gäste Puppentheater aus ganz Deutschland.

Bei den Segelwettbewerben freuten sich die Regatta-Organisatoren über gute Meldezahlen: Rund 1.700 Boote gingen vor Schilksee an den Start. Über 4.000 Seglerinnen und Segler aus 65 Nationen zeigten in den olympischen, paralympischen und internationalen Klassen ihr Können. Zu den Höhepunkten im Segelprogramm gehörten der dritte Spieltag der Segel-Bundesliga und die Para World Sailing Championships.

Die traditionelle Windjammerparade präsentierte sich in diesem Jahr anders als gewohnt – aufgrund einer großen Traditionsseglerveranstaltung in den Niederlanden waren weniger Großsegler im Teilnehmerfeld. Dennoch gingen am Sonnabend, 24. Juni, rund 100 Schiffe an den Start. Mehr als 80.000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten in diesem Jahr trotz Regenschauern das Spektakel, das einige Teilnehmer mit einer Protestaktion gegen verschärfte Sicherheitsbestimmungen für Traditionsschiffe verbanden.

Das Geschehen auf den Regattabahnen hautnah verfolgen – Kieler Woche.TV powered by Audi macht es möglich. In diesem Jahr wurde der Livestream über eine halbe Million Mal abgerufen. Auch in den sozialen Netzwerken wurden Kieler-Woche-Fans immer auf dem Laufenden gehalten: So erreichten die geposteten Beiträgen auf der Kieler-Woche-facebook-Seite in den vergangenen Wochen rund vier Millionen User.

Die Kieler Woche 2017 endet am Sonntag, 25. Juni, um 23 Uhr mit dem traditionellen Abschlussfeuerwerk „Sternenzauber über Kiel“. Doch die kommende Segel- und Festwoche wirft bereits ihre Schatten voraus: Die Teilnehmer des Kieler-Woche-Designwettbewerbes haben sich in den vergangenen Tagen vor Ort inspirieren lassen. Mit der Auswahl des künftigen Plakates beginnt in einigen Wochen die Vorbereitung auf die Kieler Woche 2018 (16. bis 24. Juni).


Ein Hinweis zu den Besucherzahlen:


Die Gesamtbesucherzahlen der Kieler Woche beruhen auf Hochrechnungen, die die Stadt mit der Polizei abstimmt. Dabei werden die vor Ort und von verschiedenen Veranstaltern (Bühnen, Segelevents, Marine, Stadtteilveranstaltungen etc.) gewonnenen Erkenntnisse mit Erfahrungswerten addiert. Eine exakte Zählung ist nicht möglich.
 

Pressemeldung 481/25. Juni 2017/ari


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