Meldung vom 6. März 2018

Luftreinhaltung: Landeshauptstadt Kiel arbeitet mit VW-Konzern zusammen

Die Landeshauptstadt Kiel und der Automobilkonzern Volkswagen beraten seit Dezember 2017 über eine Kooperation im Zuge der „Task Force zur Luftreinhaltung in Städten“. Diese Initiative des Verbandes der Automobilindustrie e.V. (VDA) geht auf das „Nationale Forum Diesel“ der Bundesregierung zurück, bei dem auch ein stärkeres Engagement der Autokonzerne vereinbart wurde. Der VW-Konzern, als Vertreter der Initiative für den norddeutschen Raum zuständig, führt derzeit neben Kiel auch mit den Städten Hannover, Heilbronn und Ludwigsburg Gespräche.

Inzwischen ist klar, wie VW die Landeshauptstadt unterstützen kann. Der Konzern hat angeboten, ein unabhängiges Gutachterbüro zu bezahlen, das eine Studie erarbeitet zur Wirkungsabschätzung von Maßnahmen zur Luftschadstoffreduzierung. Dabei werden sowohl die Auswirkungen von Fahrverboten als auch die Effekte von Immissionsschutzwänden oder Belüftungsanlagen berechnet. Es handelt sich hierbei um ein renommiertes Fachbüro, das gerichtsfeste Gutachteraussagen für den Luftreinhalteplan treffen soll. Aus diesem Grund ist auch das Umweltministerium Schleswig-Holstein an der Kooperation beteiligt.

Zur Zusammenarbeit mit VW erklärt Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer: „Auch wir haben uns zunächst überlegt, unter welchen Bedingungen wir mit dem VW-Konzern zusammenarbeiten. Ich habe insbesondere zwei Voraussetzungen genannt, die inzwischen erfüllt sind: Das Gutachterbüro muss unabhängig sein und die Kooperation macht nur Sinn, wenn auch das Umweltministerium zustimmt.“

In allen größeren Städten, die von den Überschreitungen der Stickoxidwerte betroffen sind, bahnen sich inzwischen Kooperationen mit den deutschen Automobilherstellen und Zulieferern an. Insbesondere in den Großstädten Stuttgart, München und Hamburg gibt es schon seit vielen Monaten zahlreiche Kooperationsprojekte.

In der kommenden Woche soll ein weiteres Abstimmungsgespräch zwischen der Landeshauptstadt Kiel und VW stattfinden, so dass der Fachgutachter schon in den kommenden Wochen erste Ergebnisse vorlegen kann.
 

Pressemeldung 165/6. März 2018/vdH-ari


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