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ALLRIS - Drucksache

Antrag der Verwaltung - 1043/2023

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Beratungsfolge

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Antrag

Der Weiterführung der geplanten Erweiterung des Fahrradparkhauses Umsteiger mit aktualisierter Kostenberechnung wird zugestimmt.

 

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Sachverhalt/Begründung

Der Abschluss der Entwurfsplanung für die Erweiterung des Umsteigers ist erfolgt. Die am Projekt beteiligten Planer*innen haben gem. Rahmenterminplan die vollständigen Unterlagen, einschließlich Kostenberechnung erstellt. Die ermittelten Gesamtkosten (vgl. Drs. 0468/2022) haben sich auf 2,6 Mio. EUR erhöht, sind jedoch weiterhin zu 90 % förderfähig.

 

Projektbeschreibung:

 

Das Fahrradparkhaus Umsteiger befindet sich auf der Westseite der Bahnhofshalle mit Zugang vom Sophienblatt sowie über die Verbindungsfuge zur Bahnhofshalle. Das Gebäude besteht aus Fahrradparkhaus sowie Fahrradservice mit Verleih und Werkstatt. Betrieben wird der Umsteiger von Mitarbeiter*innen der gemeinnützigen Gesellschaft „Brücke Schleswig-Holstein“.

 

Das derzeitige Fahrradparkhaus weist einen Bestand von 586 Stellplätzen in Doppelstock-Fahrradparkern verteilt auf zwei Ebenen auf. Zusätzlich können 36 Fahrräder an Anlagebügeln abgestellt werden. Daraus ergibt sich eine Gesamtzahl von 622 Stellplätzen.

 

Neben der Vergrößerung der verfügbaren Stellplatzanzahlen soll mit der Erweiterung des Gebäu-des auf den Wandel der Mobilität reagiert werden und die Schaffung von Ladeinfrastrukturen für E-Bikes, die Unterbringung von Lastenrädern und barrierefreie Abstellmöglichkeiten umgesetzt werden. Ergänzend wird die räumliche Situation in der bestehenden Fahrradwerkstatt verbessert. Eine Erweiterung der Flächen für die KVG konnte mangels Förderungschancen nicht vorgesehen werden.

 

Für die grundlegende Konzeptionierung der Erweiterung und der Untersuchung von Möglichkeiten der Maßnahmen wurde Anfang 2021 eine Machbarkeitsstudie aufgestellt. Zur Umsetzung der darin beschriebenen Maßnahme wurden ab Anfang 2022 die erforderlichen Planer*innen und Fachplaner*innen gesucht.

 

Projektstand:

 

Nach der Auswahl der Planungsbüros wurde deren Planung im Juli 2022 gestartet. Zunächst wurde die Grundlagenermittlung (Leistungsphasen 1) und danach die Vorplanung gem. HOAI bearbeitet. Parallel wurde vom Eigenbetrieb Parken und Mobilität ein Verkehrsplanungsbüro beauftragt, das Zutrittskontroll- und Belegungssystem für das gesamte Fahrradparkhaus, einschließlich Bestand, zu entwickeln.

 

Während der Vorplanungsphase sind zudem weitere Untersuchungen und Gutachten am Bestand und dem unmittelbar zu überbauenden Bereich durchgeführt worden. Im Wesentlichen waren das Untersuchungen auf Kampfmittel sowie Baugrunderkundungen, welche im Mai und Juni 2023 stattgefunden haben. Es wurden zudem die erforderlichen Vorabstimmungen mit der Deutschen Bahn und den Behörden, insbesondere zum Thema Brandschutz und möglicher erforderlicher archäologischer Untersuchungen aufgenommen und - so weit wie zum Abschluss der Vorplanung erforderlich - durchgeführt.

 

Danach ist die Vorplanung an den Eigenbetrieb Parken und Mobilität einschließlich einer Kostenschätzung übergeben worden. Der Erweiterungsbau verlängert das bestehende Fahrradparkhaus um ca. 12 m. Der Bestand ist als Stahlkonstruktion mit Stahlbetondecken erstellt worden. Der Erweiterungsbau wird in Materialität und Optik analog ausgeführt. Dadurch wird der erforderliche Raum für zusätzliche Fahrräder, Lastenräder, barrierefreie Stellplätze sowie Ladeschränke für Akkus geschaffen. Die Fahrradwerkstatt erhält eine kleine Teeküche und das Zutrittskontroll- und Belegungssystem für das gesamte Fahrradparkhaus wird auf aktuellen Stand der Technik erneuert. Zudem werden noch Instandsetzungsmaßnahmen, wie z. B. eine Bodenbeschichtung, eingeplant.

 

Gem. der Kostenschätzung werden nun seitens der Planer*innen für diese Maßnahmen ca. 2,6 Mio. € brutto (Kostengruppe 200 bis 700) ermittelt. Auf Basis der vorliegenden Vorplanung und Kosten haben intensive Abstimmungen mit der GMSH und dem Wirtschaftsministerium zur Förderfähigkeit und Förderhöhe stattgefunden. Eine Erweiterung des Aufenthaltsraumes für Busfahrer*innen wurde nicht berücksichtigt, weil die Kosten nicht förderfähig sind und eine Vergrößerung dem Ziel, mehr Fahrradplätze zu schaffen, entgegenwirken würde.

 

Nach erfolgreichem Abschluss der Abstimmung und einer Inaussichtstellung der Mittel in Höhe von 90 Prozent konnte die Vorplanung im Sommer 2023 fortgeführt werden und die Arbeiten an der Entwurfsplanung wurden aufgenommen. Die Planung wurde seitdem fortgeschrieben und vertieft. Die behördlichen Abstimmungen wurden ebenfalls fortgesetzt, insbesondere das Thema Brandschutz. Nach aktuellem Sach- und Kenntnisstand kann von einer generellen Genehmigungsfähigkeit der Planung ausgegangen werden.

 

Nächste Schritte:

 

Nach der Freigabe der Entwurfsplanung erfolgt die Genehmigungsplanung und Einreichung des Bauantrags. Parallel wird der Antrag auf baufachliche Prüfung bei der GMSH zur Vorlage beim Fördermittelgeber gestellt.

 

Es soll dann die Erstellung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen stattfinden, sofern keine weiteren Kostensteigerungen größer 20 % zu erwarten sind. Vorbehaltlich des rechtzeitigen Vorliegens aller Genehmigungen ist der Baustart nach der Kieler Woche 2024 geplant und die Fertigstellung im Frühjahr 2025.

 

 

gez.

Doris Grondke

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