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ALLRIS - Drucksache

Geschäftliche Mitteilung - 1279/2023

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Beratungsfolge

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Sachverhalt/Begründung

Sachverhalt

Die städtischen Kindertageseinrichtungen führen seit dem Jahr 2001 regelmäßig Elternbefragungen in Absprachen mit dem Stadtelternbeirat durch. Das Ziel dieser Befragungen ist es, eine Einschätzung über die Zufriedenheit der Erziehungsberechtigten mit der pädagogischen Arbeit in den einzelnen Einrichtungen zu erhalten. Die Rückmeldung der Erziehungsberechtigten ist ein wichtiges Instrument der Qualitätsentwicklung. Die Ergebnisse werden sowohl in den Einrichtungen als auch auf Leitungsebene ausgewertet und in die weitere Planung einbezogen.

 

Die Umfrage wurde in diesem Jahr erstmalig digital durchgeführt. Ebenfalls neu war die Frage nach den Beschwerden der Kinder und die Möglichkeit bei fehlender Zustimmung Verbesserungsvorschläge einzubringen.

 

Insgesamt wurden ca. 3000 Erziehungsberechtigte in den 35 städtischen KTE und Familienzentren angesprochen. Es sind 1160 Rückmeldungen eingegangen. Diese Zahl zeigt für eine digitale Befragung eine vergleichsweise gute Rücklaufquote, allerdings im Vergleich zu unseren analogen Befragungen die bisher niedrigste Beteiligung. Hier wird bewertet und nachgesteuert werden müssen, um wieder an die gute Rücklaufquote der vorigen Befragungen anknüpfen zu können.

 

Die Befragung wurde in fünf Sprachen angeboten: Deutsch, Türkisch, Englisch, Französisch und Polnisch. In den KTE lagen zusätzlich Übersetzungen in Russisch und Arabisch vor.

 

Die Erziehungsberechtigten wurden gebeten, 12 Bereiche zu bewerten. Sie konnten Rückmeldungen sowohl zu strukturellen Gegebenheiten, wie z.B. Betreuungszeiten oder Räumlichkeiten als auch zu pädagogischen Prozessen, wie z.B. Entwicklungsgesprächen geben. Ergänzend wurden Rückmeldungen z.B. zur Erreichbarkeit der Leitung und über den Eindruck des Umgangs der Fachkräfte mit Erziehungsberechtigten eingeholt.

 

Die Erziehungsberechtigten bewerteten zudem die Eingewöhnung, wenn sie eine Eingewöhnung im ablaufenden Kita-Jahr erlebt hatten.

 

Die Arbeit in den städtischen Kindertageseinrichtungen war seit der letzten Befragung im Jahr 2019 u.a. beeinflusst durch die Umsetzung der Corona-Verordnungen und deren Folgen für die pädagogische Arbeit. So konnten entsprechend der -in den unterschiedlichen Pandemiephasen geltenden- Landesverordnungen z.B. Kinder nicht betreut werden oder es musste das offene Konzept eingeschränkt oder auch ganz ausgesetzt werden. Die Einführung des KitaG hat ebenfalls für viele neue Herausforderungen, besonders auf Ebene der Kitaleitungen gesorgt, deren Arbeit eine deutliche Zunahme der Verwaltungstätigkeiten erfuhr. Erkrankungen des Personals (Corona Pandemie und Nachholeffekte) sowie die sich aufgrund des Fachkräftemangels schwieriger gestaltende Personalakquise machten die Gestaltung des pädagogischen Alltags zudem herausfordernd.

 

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die teilnehmenden Erziehungsberechtigten grundsätzlich mit der Arbeit in den städtischen KTE zufrieden sind. Die Zustimmung betrug im Mittel 89%:

  • 95% der Erziehungsberechtigten finden, dass die Räume zum Spielen einladen
  • 94% der Erziehungsberechtigten sind mit den angebotenen Betreuungszeiten zufrieden
  • und ebenfalls 94% der Erziehungsberechtigten bestätigen, dass die Leitung zeitnah erreichbar ist.

 

Die Fragen zur Eingewöhnung wurden von 41% der Teilnehmenden beantwortet. Hier lag die Zustimmung mit 91% etwas höher als bei den übrigen Bereichen.

  • 96% der Befragten gaben an, dass sie alle wichtigen Informationen vor der Aufnahme des Kindes in der Kita weitergeben konnten,
  • 95% der Befragten gaben an, dass die gegebenen Informationen bei der Betreuung berücksichtigt wurden
  • und ebenfalls 95% der Befragten bestätigten, dass sie über den Ablauf der Eingewöhnung gut informiert waren.

 

Anders als bei den vorherigen Befragungen, wurden die Erziehungsberechtigten, die einem Bereich nicht zustimmen konnten, gefragt, was sich verbessern müsste. Am häufigsten wurden „Lernangebote durch Fachkräfte“ und „mehr Entwicklungsgespräche“ als Verbesserungsvorschläge genannt.

 

Die Beschwerden der Kinder beziehen sich in erster Linie auf das Verhalten anderer Kinder und das Essen. Die Ergebnisse zeigen auf, dass ca. ein Drittel der Beschwerden von Kindern zu Hause nicht die Einrichtungen erreichen und geben Anlass, sich mit dem Beschwerdeverfahren auseinanderzusetzen.

 

Die Rückmeldungen der Erziehungsberechtigten zeigen, wie bedeutungsvoll dieses Instrument der Elternbefragung für die Weiterentwicklung des Kita-Alltages ist und dass sich Eltern gerne in diesen Prozess einbringen. In den städtischen KTE werden die einrichtungsbezogenen Ergebnisse veröffentlicht und mit den Teams sowie den Elternvertretungen besprochen. Sie geben wichtige Hinweise für die weitere Qualitätsentwicklung der KTE. Die Auswertung der Elternbefragung/Elternfeedback 2023 ist als Anlage beigefügt.

 

 

 

 

Renate Treutel

Bürgermeisterin

 

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Anlagen

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