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ALLRIS - Drucksache

Einwohner*innenanfrage - 1099/2017

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Beratungsfolge

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Antrag

 

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Sachverhalt/Begründung

1. In Kiel gibt es einen großen Mangel an gefördertem Wohnraum. Bei den Wohnungsbauprojekten der letzten Jahre wurde die im Masterplan Kiel angestrebte Quote von 30% gefördertem Wohnraum deutlich verfehlt. So wurden im Schnitt zwischen 2015-2017 nicht einmal 60 geförderte Wohnungen gebaut. Nach den Projektionen der Stadt wären aber mindestens 350 pro Jahr nötig. Darüber hinaus fallen 2018 5000 Wohnungen aus der Sozialbindung heraus. Private Investoren sind offensichtlich wenig motiviert, in geförderten Wohnungsbau zu investieren.

 

Mit welchen wohnungspolitischen Instrumenten wollen Sie diese Fehlentwicklung zukünftig verändern? Kommt dabei für Sie u.a. auch eine Verpflichtung privater Investoren zur Erstellung geförderten Wohnraums bei der Genehmigung von Bauprojekten infrage, um mindestens eine 30% Quote zu erzielen ?

2. Sowohl der Mangel an bezahlbarem Wohnraum als auch die geringe Bereitschaft privater Investoren in geförderten Wohnraum zu investieren, verdeutlicht die Notwendigkeit einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, die durch Wohnungsbau und Wohnungsbewirtschaftung deutlich mehr Wohnungen in diesem Segment erstellt.

Die Ratsversammlung hat dazu einen Prüfauftrag beschlossen.

 

Wie ist das weitere Verfahren und mit welchen Zeitrahmen rechnen Sie bis zur Gründung einer möglichen kommunalen Wohnungsbaugesellschaft?

3. Nach Angaben des Kieler Mietervereins gibt es derzeit einen Fehlbestand von 2500 - 3000 Wohnungen. Nach den Prognosen der Stadt Kiel werden bis 2025 ungefähr 10 000 neue Einwohner zuziehen, die etwa 9000 Wohnungen benötigen. Bis 2030 gehen Prognosen sogar von einem zusätzlichen Bedarf an 21 000 Wohnungen aus.

Nach dem bestehenden Wohnbauflächenatlas der Stadt Kiel gibt es bisher aber nur auf 175 Flächen ein Gesamtpotenzial von 9373 Wohneinheiten. Davon 7500 in Mehrfamilienhäusern. D.h.,die ausgewiesenen Flächen reichen hinten und vorne nicht für den notwendigen Bau von bezahlbaren Wohnraum.

 

Wie wollen Sie diesen Widerspruch lösen?

 

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Anlagen

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