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ALLRIS - Drucksache

Interfraktioneller Antrag - 0421/2018

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Beratungsfolge

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Antrag

Antrag:

 

1) Wir begrüßen, dass die KSV Holstein ihre Entscheidung überdacht hat und ihre Frauenabteilung nicht mehr ausgliedern will. Wir fordern die KSV Holstein auf, den Holstein Women angemessene Trainings- und Spielmöglichkeiten zu bieten.

 

2) Die Verwaltung wird gebeten darzulegen, wie sichergestellt wird, dass 20 Prozent der Nutzungszeit des Holsteinstadions anderen Profi- und Amateursportler*innen zur Verfügung steht (Vorgabe EU-Beihilferecht). Dabei sollen Stadionzeiten nicht bloß angeboten, sondern die Nutzung durch andere auch realisiert werden.

 

3) Die Verwaltung wird aufgefordert, das Gender Budgeting einzuführen, um eine gendergerechte Haushaltsplanung zu erreichen.

 

4) Für die Landeshauptstadt Kiel stellt sich die Frage, ob und wie sie die Spitzensportler*innen/den Spitzensport fördern will und welche Voraussetzungen und Bedingungen dabei gelten sollen oder erfüllt sein müssen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Unterstützungsbedarf der Spitzensportler*innen sehr unterschiedlich ist. Die Ratsversammlung beschließt daher die Einrichtung eines Runden Tisches, der die Situation der Spitzensportler*innen/des Spitzensports in Kiel erörtert und Handlungsoptionen aufzeigt. Der Runde Tisch soll aus Sportler*innen, Vereinen und Verbänden, der Verwaltung und aus Vertreter*innen der Politik (unter Einbindung aller Fraktionen) bestehen.

 

Dem Ausschuss Schule und Sport und dem Finanzausschuss ist mit einer Geschäftlichen Mitteilung zu berichten.

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Sachverhalt/Begründung

Begründung:

 

Die KSV Holstein teilte in einer Pressemitteilung am 27. April 2018 mit, die Frauenabteilung Holstein Women auszugliedern, „um sich ganz der Arbeit im Herrenbereich und im männlichen Nachwuchs zu widmen.“ Diese Entscheidung ist völlig unverständlich, da sie in krassem Gegensatz zu den sportlichen Erfolgen der Holstein Women in den vergangenen Jahren steht und weder mit den Spielerinnen noch dem Trainerteam im Vorfeld besprochen wurde. Dem Sport kommt eine Vorbildfunktion für Toleranz und Gleichberechtigung zu. Dieser Vorbildfunktion wird die KSV Holstein durch den Umgang mit den Holstein Women nicht gerecht.

Die Stadt fördert den Ausbau des Holsteinstadions mit rund 1,7 Millionen Euro, hinzu kommen weitere 7 Millionen Euro Landesfördergelder. Es widerspricht den gleichstellungspolitischen Grundsätzen der Stadt, dass diese öffentliche Förderung ausschließlich dem Herren-Sport zugutekommt. Im Rahmen des Gender Budgetings soll überprüft werden, ob die Haushaltsführung der Landeshauptstadt Kiel im Bereich der Sportförderung dem Gleichstellungsziel der Stadt entspricht.

 

gez. Ratsfrau Antje Möller-Neustockf.d.R.

SPD-Ratsfraktion

 

gez. Ratsherr Michael Freyf.d.R.

CDU-Ratsfraktion

 

gez. Ratsfrau Lydia Rudowf.d.R.

Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

 

gez. Herr Daniel Hofmannf.d.R.

gez. Ratsherr Stefan Rudau

Ratsfraktion Die Linke

 

gez. Dr. Susanna Swobodaf.d.R.

SSW-Ratsfraktion

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