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ALLRIS - Drucksache

Geschäftliche Mitteilung - 0702/2018

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Beratungsfolge

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Antrag

 

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Sachverhalt/Begründung

Die Ratsversammlung hat in ihrer Sitzung am 16. März 2017 den Feuerwehrbedarfsplan beschlossen (Drs. 0190/2017), eine Präzisierung des Beschlusses erfolgte durch die Drs. 1150/2017. Die Verwaltung wurde beauftragt, eine konkrete Umsetzungsplanung für eine neue Feuerwache Nord zu entwickeln. Der Feuerwehrbedarfsplan beinhaltet wörtlich nur eine Feuerwache und keine ausdrückliche Nennung des üblichen Rettungswachenteils, zu dem konzeptionell auch die Stationierung eines vom Löschzug besetzten Rettungswagens gehört.

 

Die Konkretisierung des damaligen Beschlusses wird erforderlich, weil gleich zu Betriebsbeginn der Wache ein durch den Löschzug besetzter Rettungswagen u. a. auch für eine adäquate Erstversorgung eigener Kräfte zum grundsätzlichen Standortkonzept einer Feuerwache gehört. Diese taktische Reserve steht dann auch bei besonderen Einsatzlagen sowie zur Abdeckung einer Spitzenlast zur Verfügung.

 

Des Weiteren soll bereits jetzt im Sinne einer vorausschauenden Planung die Möglichkeit erhalten bleiben, das Gebäude um weitere RTW-Stellplätze sowie die dann notwendigen Sozial- und Ruheräume zu ergänzen. Es ist erkennbar, dass sich aus der Nachnutzung u.a. des MFG 5-Geländes und einer Nachverdichtung innerhalb der bestehenden Bebauung in Holtenau und den anderen Stadtteilen nördlich des Kanals erhöhte rettungsdienstliche Bedarfe entwickeln. Grundtzlich steigen die Einsatzzahlen im Kieler Rettungsdienst jährlich um 5%, so dass ein weiterer Rettungswachenstandort nördlich des Kanals erforderlich wird. Resultierend hieraus soll das jetzt begonnene Bauvorhaben mit der Option einer Erweiterung versehen werden.

 

Der Standort ist aus rettungsdienstlicher Sicht sehr gut geeignet, da über die B503 sowie über die Fördestraße und Boelckestraße/Schusterkrug/Prieser Strand gute Verkehrsanbindungen in alle Richtungen vorliegen.

 

Bei einer Zusammenlegung von Feuer- und Rettungswache ergeben sich Synergieeffekte aus der gemeinsamen Nutzung, z.B. von Sozialräumen und einigen Funktionsräumen.

 

Aufgrund der notwendigen zeitlichen Abläufe und der Verknüpfung mit der Feuerwache wurde der Bau der Rettungswache bereits als weiterer Bauabschnitt in das Wettbewerbsverfahren aufgenommen. Auch die langfristige Erweiterungsmöglichkeitr einen Betrieb mit mehreren Rettungswagen wird dabei planerisch berücksichtigt.

 

 

 

Nach Auswertung der Ergebnisse der Wettbewerbsplanung werden kurzfristig entsprechende Beschlussvorlagen zu den Haushaltsberatungen vorgelegt.

 

Eine Refinanzierung kann sich ggfs. zu einem späteren Zeitpunkt aus neuen Verhandlungen mit den Krankenkassen entwickeln.

 

Die Vorlage wurde mit dem Dezernat II abgestimmt.

 

In Vertretung

 

 

Gerwin Stöcken

Stadtrat

 

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