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ALLRIS - Drucksache

Antrag der Verwaltung - 1015/2018

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Beratungsfolge

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Antrag

Antrag:

Das Grundlagenkonzept zur Straßenbenennung und zur Realisierung der Historischen Stadtmarkierungen in Kiel und die Einführung einer „Kieler Gedenktafel“ werden beschlossen.

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Sachverhalt/Begründung

Begründung:

In seiner Sitzung am 01.03.2018 hat der Bauausschuss die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zur Benennung von Straßen und Plätzen nach Personen vorzulegen (Drs. 0184/2018).

Die Ratsversammlung hat in ihrer Sitzung am 23.08.18 den Auftrag dahingehend erweitert, in dem vorzulegenden Konzept ebenfalls die Frage zu berücksichtigen, ob und wie bei nationalen und internationalen Ereignissen, die auch für Kiel bedeutsam sind, eine Straßenbenennung oder umbenennung Teil der Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Kiel sein kann (Drs. 0723/2018).

 

Das hier vorgestellte Konzept umfasst zum einen (Teil 1) die vom Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation erarbeiteten Grundsätze und das Verfahren bei Straßenbenennung und zum anderen (Teil 2) die von einer Arbeitsgruppe innerhalb des Dezernates Bildung, Jugend, Kultur und Kreative Stadt auf der Grundlage eines vom Stadtarchiv erstellten Entwurfs aufgestellten Kriterien zu Historischen Stadtmarkierungen (vgl. Anlage).

 

Zentrales Anliegen ist die Schaffung eines transparenten Verfahrens zur Realisierung von Historischen Stadtmarkierungen; darunter ist zu verstehen: die Benennung des öffentlichen Raumes nach Personen (inkl. Beschilderung), Gedenktafeln und Stelen.

 

Der vorliegende Vorschlag enthält daher klar geregelte Zuständigkeiten. Außerdem wird ein städtischer Kriterienkatalog für eine Ehrung und Würdigung von Personen und Ereignissen durch eine Historische Stadtmarkierung definiert.

 

Nach Einschätzung des Kulturamtes und des Stadtarchivs empfiehlt es sich weiterhin, stadthistorisch bedeutsame Institutionen, Stätten und Ereignisse durch eine Stele im abgestimmten Gesamtlayout des Informations- und Leitsystems „Erlebnisraum Kieler Förde“ (Stele nach Förde-Rahmenplan) zu würdigen.

 

r die städtische Ehrung von Einzelpersonen wird hingegen eine vereinheitlichte Gedenktafel vorgeschlagen. Dazu wird dem Kulturausschuss empfohlen, eine „Kieler Gedenktafel“ und ihr Layout zu beschließen. Die „Kieler Gedenktafel“ sollte so gestaltet sein, dass sie einen Wiedererkennungswert besitzt und das Stadtbild der Landeshauptstadt bewahrt und aufwertet. Die Vereinheitlichung der Form, die Transparenz der Vergabekriterien und die ästhetische Gestaltung der „Kieler Gedenktafel“ werden zu einer hohen Akzeptanz und Aufmerksamkeit der Kieler Bürgerinnen und Bürger für die Ehrungen führen.

 

Das Konzept sieht auch die Initiierung Historischer Stadtmarkierungen durch Bürgerinnen und Bürger vor. Dadurch können Bürgerinnen und Bürger in den Bereich der Ehrungen aktiver als bisher zur städtischen Erinnerungskultur beitragen. Ihnen wird ein Formular zur Vergung gestellt, auf dem der Ehrungsvorschlag begründet werden soll und das den Verfahrensweg klar erläutert. Sie werden aber auch ermutigt, für eine von ihnen initiierte Historische Stadtmarkierung Verantwortung zu übernehmen zum Beispiel in Form einer Pflege-Patenschaft.

 

Hinsichtlich der geplanten Anbringung einer „Kieler Gedenktafel“ an einer privaten Immobilie sollte neben der Einholung einer Einwilligung von der Eigentümerin oder dem Eigentümer in frühzeitig und vertraglich darauf hingearbeitet werden, dass sich die Eigentümerin oder der Eigentümer dazu verpflichtet, die weitere Pflege der Gedenktafel zu übernehmen.

 

 

Doris Grondke     Renate Treutel

Stadträtin                                                      rgermeisterin

 

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Anlagen

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