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ALLRIS - Drucksache

Geschäftliche Mitteilung - 0058/2019

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Beratungsfolge

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Antrag

 

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Sachverhalt/Begründung

Der Bauausschuss wird mit dieser GM darüber informiert, dass das Landesamt für Denkmalpflege die Sachgesamtheit „Probsteier Platz“ am 09.11.2018 in die Denkmalliste eingetragen hat (siehe anliegenden Plan). Zur umfangreichen Unterschutzstellung gehören auch städtische Liegenschaften.

 

Zum Schutzumfang gehören:

Die Mietwohnungshäuser Eekberg 29, 31, 32, 34, Probsteier Platz 1, 2, 4, 5, 7, 8, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 22, Quittenstraße 13, 15, 17, 19, 21, 23, Reichweinweg 1, 3, 5, 7, 9, Tiefe Allee 24, 27, 28, 29, 30, 31, 33, 34, Turnstraße 4, 6

Vorgartenzone Probsteier Platz 15-22

Freiflächenbegrünung Bebauung Tiefe Allee/Eekberg/Reichweinstraße

Freiflächenbegrünung Bebauung Quittenstraße 15-23 und Tiefe Allee 34

 

Gebäude und Freiflächen im Eigentum der Landeshauptstadt Kiel:

Adolf-Reichwein-Schule mit Schulhofmauer und Treppe zum Reichweinweg (Tiefe Allee 32)

Ehemaliges Volksbad, Turnhalle, Freifläche mit Kastanienallee (Turnstraße 7)

Probsteier Platz

Straßenpflasterung Probsteier Platz/Eekberg/Quittenstraße

Freiflächenbegrünung und Treppenanlage Tiefe Allee

 

 

Beschreibung:

Der kurz nach der Jahrhundertwende zum 20. Jh. am südlichen Sporn der Dietrichsdorfer Hochfläche, dem Quittenberg angelegte Platz war als neuer Marktplatz für den Ort vorgesehen. Diese Funktion hat er jedoch nie übernommen. Bereits in den 1910er Jahren wurden zwei öffentliche Gebäude in unmittelbarer Nähe des Platzes verwirklicht: 1910 eine Warmbadeanstalt mit Turnhalle und Freifläche mit Kastanienallee von Johannes Garleff und

1913-15 die von einer Schulhofmauer und einer Treppe zum Reichweinweg eingefasste Adolf-Reichwein-Schule von Ernst Prinz, beides Backsteinbauten im Stil der Heimatschutzarchitektur.

Mitte der 1920er Jahre entstanden einige viergeschossige Wohnhäuser in Backstein (Probsteier Platz 11 und 12). Erst ab 1936 wurde der Probsteier Platz dann im Rahmen des großen Wohnungsbauprogramms einheitlich bebaut.

Die Mietwohnungshäuser um den Probsteier Platz wurden 1936-1938 bis auf die vier kammartig quergestellten Reihen an der Tiefen Allee als Blockrandbebauung durch die Kieler Wohnungsbaugesellschaft mbH errichtet. Die zwei- bis viergeschossigen Backsteinhäuser nehmen die Fluchten der und Höhen der vorhandenen älteren Gebäude auf. Sie zeigen ein einheitliches Gestaltungsschema mit hell verfugten Fassaden, regelmäßig gereihten querrechteckigen Fenstern, Betonung der Eingänge mit rotbraunen Keramikplatten und figürlichen und ornamentalen Reliefs nach den Entwürfen  von Fritz During.

Der Baublock des nördlichen Probsteier Platzes sowie Eekberg, Tiefe Allee und Reichweinweg umschließt eine begrünte Freifläche, ebenso sind die Vorgartenbereiche begrünt. Siedlungsgrün findet sich auch im Bereich der Quittenstraße 15-23 und Tiefen Allee 34.

dlich wird die Siedlung durch einen Grünzug in Hanglage mit Treppe zur Tiefen Allee abgeschlossen.

Zu den überlieferten historischen Siedlungsstrukturen gehört auch die Straßenpflasterung im Bereich der Quittenstraße des nördlichen Probsteier Platzes und des Eekberg.

 

 

Doris Grondke

Stadträtin

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Anlagen

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