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ALLRIS - Drucksache

Geschäftliche Mitteilung - 0172/2019

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Beratungsfolge

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Antrag

Antrag:

 

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Sachverhalt/Begründung

Beschluss:

Die Verwaltung wird aufgefordert, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit des Fahrradverkehrs, schrittweise die Radfahrstreifen und wo möglich, die Fahrradschutzstreifen, farbig zu markieren. Dabei soll mit den Fahrstreifen begonnen werden, bei denen z. B. aufgrund der Verkehrsdichte und/oder Straßenführung nach Ansicht der Straßenverkehrsbehörde eine besondere Gefährdung besteht. Angeregt wird, die Streifen, wie in Berlin geplant, durchgehend grün zu markieren. An Kreuzungen und in Einmündungsbereichen, an denen eine besondere Gefährdung festgestellt wird, soll eine rote Flächenmarkierung für eine erhöhte Sicherheit sorgen.

Die Verwaltung möge im Zuge dessen ferner feststellen, wo sich Einstiegs-, Übergangs- und Endpunkte – sowie Unterbrechungen – der städtischen Radwege sowohl sicherer, als auch verkehrlich sinnvoller gestalten lassen. Entsprechende Änderungsvorschläge sind vorzulegen.

Die Kosten für alle aufgeführten Maßnahmen sind darzustellen.

 

 

Die Antragsteller beziehen sich in der Begründung auf Untersuchungen, die die Wirksamkeit von farblichen Markierungen belegen. Es wird darum gebeten, der Verwaltung Zugang zu diesen Untersuchungen zu ermöglichen. Nach Kenntnis der Verwaltung gibt es bundesweit keine Untersuchung, die eine Sicherheitserhöhung für den Radverkehr durch farbige Markierungen belegen.

 

Das Fahrradforum hat in seiner Sitzung am 31.01.2019 den Beschluss beraten. Einvernehmlich wird davon abgeraten, den Beschluss in der beschriebenen Form umzusetzen. Es gibt mehrere zig Kilometer Radfahrstreifen und Schutzstreifen in Kiel. Durch eine fchenhafte Markierung aller markierten Radverkehrsanlagen wäre die beabsichtigte Signalwirkung nicht zu erwarten, da sie der Normalfall wäre. Der beabsichtigte Aufmerksamkeitsgewinn wäre nicht erreicht.

 

Um die Signalwirkung durch farbliche Markierungen zu entfalten, wird, wie bisher, ein eher zurückhaltender Einsatz vorgeschlagen. Insbesondere an bekannt problematischen Radwegfurten (ohne Ampeln) auch im Verlauf von gebauten Radwegen und in Bereichen, wo ufig Falschparker festgestellt werden, kann eine farbliche Markierung sinnvoll sein und ihre Wirksamkeit entfalten.

 

Um die Ortskenntnisse der Ortsbeiräte diesbezüglich einzubeziehen, werden diese um Vorschläge und Anregungen gebeten werden. Das Fahrradforum wird ebenfalls eine Vorschlagsliste vorlegen.

 

Die Kosten für einen Quadratmeter farbliche Markierung sind vorab nicht genau zu beziffern und hängen davon ab, wie viele Quadratmeter beauftragt werden. Die Kosten für z. B. die rote Farbmarkierung im Sophienblatt zwischen Hauptbahnhof und Sophienhof haben pro Quadratmeter ca. 60 € betragen.

 

 

 

 

Doris Grondke

Stadträtin

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