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ALLRIS - Drucksache

Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE - 0244/2019

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Beratungsfolge

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Antrag

Antrag:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, beim Bau von gefördertem Wohnraum zukünftig darauf hinzuwirken, dass vorrangig barrierefreie und uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbare Wohnungen entstehen, bis Kiel über mindestens 1000 sozial geförderte Wohnungen verfügt, die gleichzeitig auch barrierefrei sind.

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Sachverhalt/Begründung

Begründung:

 

In Deutschland leben (Stand 2017) laut Statistischem Bundesamt etwa 7,8 Millionen Menschen mit Schwerbehinderung, 59 % davon hatten eine körperliche Beeinträchtigung. Das macht einen Anteil von über 5,5 % von Menschen mit körperlicher Behinderung an der Gesamtbevölkerung in Deutschland aus.

 

Durch den demographischen Wandel ist eine steigende Tendenz dieses Anteils und damit auch ein steigender Bedarf an barrierefreiem Wohnraum zu erwarten.

 

Gleichzeitig ist aber der Bestand an bezahlbarem und gleichzeitig barrierefreiem Wohnraum in Kiel schon jetzt ungenügend. So konnten 2018 bei  insgesamt 71 Anträgen auf Vermittlung einer barrierefreien Wohnung in 61 Fällen keine barrierefreie Wohnung vermittelt werden. In ganz Kiel gibt es bei deutlich über 17.000 Bedarfsgemeinschaften gerade einmal 371 sozial geförderte Wohnungen, die auch barrierefrei sind (siehe Drs. 0124/2019).

 

Diese Wohnraumsituation erschwert es Menschen mit Behinderung noch einmal zusätzlich ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben zu führen. Deshalb ist die Stadt gefordert, für einen ausreichenden Bestand an Wohnungen zu sorgen, die barrierefrei, uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar und trotzdem bezahlbar sind.

 

 

 

gez. Magda Franzke    f.d.R.

Ratsfrau

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