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ALLRIS - Drucksache

Antrag der CDU-Ratsfraktion - 0248/2019

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Beratungsfolge

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Antrag

Antrag:

 

Die Verwaltung wird aufgefordert, die Entwicklung der Holstenstraße oder Teilen hiervon und ggf. weiterer innerstädtischer Lagen (z.B. Gaardener-Post-Areal, alter Markt, Altstadtinsel) zu einem sog. „Urbanen Gebiet“ i.S.v. § 6a BauNVO vorzubereiten.

 

Dafür sind in einem ersten Schritt mit den Eigentümern der Häuser in den entsprechenden Gebieten Gespräche aufzunehmen, in denen für ein Urbanes Gebiet“ geworben wird, ggf. ergänzt um Informations- und Diskussionsveranstaltungen unter Einbindung auch von Eigentümerinteressenvertretungen.

 

Parallel dazu ist zu prüfen, welche Bereiche der Innenstadt danebenr ein „Urbanes Gebiet“ in Betracht kommen. Es ist darzustellen, in welchem Umfang hier neuer Wohnraum entstehen kann, auch ggf. unter Berücksichtigung der baulichen Aufstockung um (eine) weitere Etage(n). Die Belebungseffekte für die Innenstadt sind ebenfalls darzulegen, insbesondere auch durch die Möglichkeiten, mehr Gastronomie zuzulassen.

 

Weiterhin ist darzustellen, wie zusätzlicher Wohnraum bei möglichst geringer Schaffung zusätzlichen Parkraumes geschaffen werden kann. Dazu ist ein Konzept „Wohnen Innenstadt mit moderner Mobilität“ zu entwickeln, das Maßnahmen wie solche des Radverkehrs, der E-Mobilität mit Rollern, des Carsharings, des ÖPNV und extern belegener Park and Ride Stellplätze kombiniert, um zu ermöglichen, dass zusätzlicher Wohnraum ohne zusätzliche PKW-Belastung in der Innenstadt entstehen kann. 

 

Der Ratsversammlung ist nach der Sommerpause 2019 über den aktuellen Stand zu berichten.

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Sachverhalt/Begründung

Begründung:

 

Die Kieler Innenstadt braucht eine Belebung und einen modernen Entwicklungsrahmen. Darüber hinaus ist zusätzlicher Wohnraum in Kiel erforderlich. All dies soll durch den vorliegenden Antrag möglich gemacht werden.

 

Festzuhalten ist zunächst, dass in der Innenstadt Geschäftshäuser heute überwiegend anders genutzt werden, als zum Zeitpunkt ihrer Erbauung. Einzelhandel findet fast ausschließlich in den EG-Lagen statt, der Bedarf des Handels an Büro- und Lagerflächen ist deutlich gesunken. Vielfach werden obere Geschosse nicht oder nur teilweise genutzt.

 

Durch das Instrument des „Urbanen Gebietes“nnen gezielt solche oberen Stockwerke zu Wohnraum umgenutzt werden. Dies ist für die Eigentümer attraktiv, erlaubt die zeitnahe Gewinnung zusätzlicher Wohnflächen und kann die Innenstadt insbesondere abends beleben. Nahversorgungseinrichtungen (z.B. Supermärkte) und Gastronomie würden sich besser entwickeln können. 

 

Dabei soll vermieden werden, durch neue Wohnungen in der Innenstadt die Verkehrsbelastung zu erhöhen. Auch soll durch die Vermeidung eines erheblichen Mehrbedarfes an Stellplätzen vermieden werden, dass die Kosten des neu zu schaffenden Wohnraumes zu hoch werden.

 

 

gez. Ratsherr Stefan Kruber     f.d.R.

CDU-Ratsfraktion

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