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ALLRIS - Drucksache

Interfraktioneller Antrag - 0533/2019

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Beratungsfolge

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Antrag

Antrag:

 

Die Verwaltung wird gebeten, möglichst zeitnah und in Abstimmung mit dem Fahrradforum sowie den Ortsbeiräten Pläne zur beschleunigten Umsetzung zweispuriger Radfahrstreifen je Richtung vorzulegen. Die Radfahrstreifen können und sollen dabei bewusst auch als provisorische Interimslösung für die spätere Errichtung befestigter Radverkehrsanlagen gedacht werden, auch und gerade für bereits geplante Strecken wie etwa der Veloroute 5 am Ostufer, mit deren regulärer Fertigstellung derzeit nicht vor 2025 gerechnet wird.

 

Im Zuge dessen soll auch festgestellt werden, wo sich Radfahrstreifen als sogenannte „Protected Bike Lane“ anlegen lassen.

 

Es wird darum gebeten mitzuteilen, bis wann entsprechende Planungen vorgelegt werden können.

 

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Sachverhalt/Begründung

Begründung:

 

Die bauliche Umsetzung bereits geplanter und beschlossener Velorouten und Radwege [1] erfolgt schleppend. Gleichzeitig drängen Lieferdienste mit Lastenfahrrädern sowie neue Fortbewegungsmittel wie E-Roller auf die Radwege. Die überwiegend einspurig angelegten Radwege erschweren das Überholen und unterbinden damit ein geordnetes

Nebeneinander“ unterschiedlicher Fahrzeugtypen und Geschwindigkeiten.

 

Kurzum: Die Radwege werden den wachsenden Anforderungen immer weniger gerecht.

 

Dass befestigte Radverkehrsanlagen wie etwa die geplante Veloroute 5 am Ostufer sinnvollerweise erst dann errichtet werden, wenn auf gleicher Strecke geplante Kanalarbeiten abgeschlossen sind, ist selbsterklärend. Daneben sind auch langwierige Planung wie die Integration der Stadtbahn in die städtische Infrastruktur wichtig und

berechtigt. Allerdings dürfen diese Planungen nicht zu Lasten zu im Vergleich dazu relativ schnell umsetzbaren Maßnahmen wie dem Ausbau der Radverkehrswege gehen und deren Umsetzung immer weiter verzögern. Daher ist es sinnvoll, die Radverkehrswege mittels relativ kostengünstiger Radfahrstreifen kurzfristig auszubauen oder neu anzulegen.

 

Da insbesondere der Verkehrssektor bislang kaum zur Reduktion klimawirksamer Emissionen beiträgt, liegt es auf der Hand, den Fahrradverkehr zu stärken. Als platzsparendes und emissionsarmes Verkehrsmittel führt die Ausweitung des Radverkehrs zudem zur Entlastung des Verkehrs insgesamt sowie zur Verringerung von Schadstoffen in der Atemluft.

 

 

gez. Ratsherr Andreas Halle       f.d.R.
Ratsfraktion Die FRAKTION

 

 

 

gez. Ratsfrau Margot Hein       f.d.R.
Ratsfraktion DIE LINKE

 

 

 

 

[1] Radverkehrsförderung in der Landeshauptstadt Kiel, hier: Fortschreibung Veloroutennetzplan, Drs. 0058/2017, Kiel 24.01.2017, Link: https://ratsinfo.kiel.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=19894

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