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ALLRIS - Drucksache

Interfraktioneller Antrag - 0633/2019

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Beratungsfolge

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Antrag

Alternativantrag

 

1.      Die Ratsversammlung beauftragt die Verwaltung ein Konzept für ein zentrales Stadt-Feuerwerk zum Jahreswechsel in Kiel zu erarbeiten.

 

Das Konzept soll folgende Punkte umfassen:

 

  • Möglichkeiten zur Erarbeitung und Darstellung einer Show aus Feuerwerk und La- sern.
  • Auswahl einer Örtlichkeit, die von möglichst vielen Punkten der Stadt einzusehen ist. Alternativ wären mehrere Stadt-Feuerwerke innerhalb Kiels zu prüfen.
  • Sicherheitsrelevante Fragestellungen durch mögliche Menschenansammlungen
  • Berücksichtigung der verkehrlichen Anbindung durch den ÖPNV
  • Darstellung der Kosten und Möglichkeiten der Finanzierung
  • glichkeit der Evaluation im Nachgang des Feuerwerks

 

Das Konzept ist der Ratsversammlung als Beschlussvorlage im ersten Quartal 2020 vorzulegen.

 

2.      Die Stadtverwaltung wird beauftragt eine Aufklärungskampagne zu entwickeln, welche die Bürgerinnen und Bürger über die Folgen von Feuerwerken mit pyrotechnischen Erzeugnissen für die Umwelt aufklärt.

Die Schulen, Vereine, Organisationen und Verbände sind in die Kampagne mit einzubeziehen. Die Kosten für die Aufklärungskampagne werden dargestellt.

 

3.      Darüber hinaus wird die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob das Feuerwerk zum Abschluss der Kieler Woche teilweise oder ganz durch moderne Event-Kunst ersetzt werden kann. Dazu kann zum Beispiel eine Lichtshow mit Lasern gehören oder ein Konzept, das an verschiedenen Standorten an und auf der Förde eine Show mittels Projectionmapping umsetzt. Ebenso wären Artistik und andere Formen denkbar.

 

Kosten und Konzeptvorschge sind der Ratsversammlung im ersten Quartal 2020 vorzulegen.

 

Bei der Bearbeitung der Punkte 1. und 3. sollen die Medienproduktion und -Kunst Studiengänge der Fachhochschule Kiel und die Muthesius Kunsthochschule mit einbezogen werden.

 

 

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Sachverhalt/Begründung

Begründungen:

Zu 1. und 2.

Die Diskussion um die Feinstaubbelastung, den Abfall auf den Straßen und die Unfälle in Verbindung mit Feuerwerkskörpern wird jedes Jahr um den Jahreswechsel aufs Neue entfacht. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern bzw. das Erleben eines Feuerwerks hat jedoch für viele Bürger*innen Tradition, weshalb ein grundsätzliches Verbot zum Zünden von Feuerwerkskörpern in Kiel nicht in Betracht kommt.

Durch vermehrte Aufklärung über die Folgen für die Umwelt sowie die Etablierung eines zentralen Stadt-Feuerwerkes in Kiel bietet die Stadt ihren Einwohner*innen und Gästen die Möglichkeit, ohne eigenes Hinzutun in den Genuss eines Feuerwerks zu kommen. Wir sehen durch dieses Angebot zum einen die Chance den Anteil von privatem Feuerwerk deutlich zu reduzieren. Zum anderen bringt es Kieler*innen und Gäste durch ein gemeinsames „Event“her zusammen.

Wir wollen damit ein Schritt in Richtung mehr Umweltschutz und mehr Sicherheit gehen, ohne die Freiheit eines privaten Feuerwerks einzuschränken.

 

Zu 3.

Beim Abfeuern von Feuerwerkskörpern werden CO2- und Feinstaub-Emissionen in die Luft abgegeben. Im Zuge einer nachhaltigen Kieler Woche sollte daher auch über Feuerwerke diskutiert werden. Eine ersatzlose Streichung ist jedoch das falsche Signal. Moderne Eventtechnik kann zeigen, dass auch ohne Feuerwerk ein Erlebnis für alle möglich ist. Als Klimaschutzstadt könnte Kiel hier Vorbild sein.

 

 

gez. Andreas Arend      f. d. R.

gez. Moritz Koitka     

SPD-Ratsfraktion

 

gez. Sven Krumbeck      f. d. R.

gez. Jessica Kordouni

Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

 

gez. Dirk Becker      f. d. R.

gez. Nasita Zare-Moayedi

FDP-Ratsfraktion

 

 

 

 

 

 

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