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ALLRIS - Drucksache

Antrag der CDU-Ratsfraktion - 0764/2019

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Beratungsfolge

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Antrag

Antrag:

 

Die Verwaltung wird aufgefordert, unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger, Alternativen zu der Vielzahl kleinerer Feuerwerke im Rahmen der Kieler Woche darzustellen. Dies gilt für alle Feuerwerke, die von der Stadt Kiel direkt oder indirekt (mit)veranstaltet werden.

 

Soweit außerhalb der Kieler Woche Feuerwerke seitens der Stadt direkt oder indirekt (mit)veranstaltet werden (z.B. Premiere der Sommeroper), sind auch diese Feuerwerke zu betrachten.

 

r das traditionelle Abschluss-Höhenfeuerwerk der Kieler Woche sind Ergänzungsmöglichkeiten zur Steigerung der Attraktivität, z.B. die Wasserakrobatik mit Lichtzauber, darzustellen.

 

Ein entsprechendes Konzept ist bis spätestens Ende Dezember 2019 vorzulegen.

Dabei sind die jeweiligen Kosten und wissenschaftlich fundiert die konkreten Umweltauswirkungen der verschiedenen Varianten darzustellen.

 

Im Rahmen einer Online-Bürgerbefragung soll dann im ersten Quartal des Jahres 2020 ermittelt werden ob -und wenn ja- welche der erarbeiteten Konzeptideen gewünscht sind.

 

Darüber hinaus soll die Online-Befragung auch ein Meinungsbild darüber erstellen, ob Feuerwerke im Rahmen der Kieler Woche generell noch stattfinden sollen.

 

Die Bürgerbefragungshomepage soll so gestaltet sein, dass auf dieser Basis der Diskurs mit den Bürgerinnen und Bürgern über das ob, wie und wo privater Silvesterfeuerwerke und die Information über deren ökologische Auswirkungen über die eigentliche Befragung hinaus weitergeführt werden kann.

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Sachverhalt/Begründung

Begründung:

 

Die Kieler Woche soll beständig attraktiver und umweltfreundlicher werden. Bei der letzten Kieler Woche kamen erstmalig im Vorfeld des traditionellen Höhenfeuerwerks Wasserakrobaten mit einer Lichtshow zum Einsatz. Dies ist eine innovative, geeignete Maßnahme zur Attraktivitätssteigerung. Insgesamt stellt das traditionelle Höhenfeuerwerk einen der Glanzpunkte der Kieler Woche dar.

 

Es ist aber zu prüfen, ob die Vielzahl letztlich gleichförmiger Feuerwerke im Verlauf der Kieler Woche tatsächlich attraktiv bzw. noch zeitgemäß ist. Die Bürgerinnen und Bürger sollen anhand konkreter Alternativen und Weiterentwicklungsvorschläge hierzu befragt werden.

 

Daneben soll ideologiefrei geprüft werden, wie umweltschädlich Feuerwerke und die jeweiligen Alternativen im Vergleich wirklich sind. Da Feuerwerke zuletzt pauschal als umweltschädlich angesehen werden, sollen die Bürgerinnen und Bürger ihre Entscheidung, wie und in welchem Umfang Feuerwerke oder vergleichbare Veranstaltungen in Kiel zukünftig stattfinden, auf fundierter Faktenbasis treffen können. Dies gilt auch bezüglich der Kosten. Ziel ist es, eine gleichzeitig attraktive, umweltfreundliche und breit getragene Zukunft der Kieler Woche zu sichern.

 

Die Landeshauptstadt Kiel sollte im Übrigen bezogen auf private Feuerwerke nicht primär mit Verboten agieren, sondern zunächst einmal in dem von ihr verantworteten Bereich ein Vorbild sein.

 

Hierfür stellen der Antragsinhalt, insbesondere der gewollte Diskurs mit den Bürgerinnen und Bürgern, einen guten ersten Schritt dar, auf Basis dessen ein weiterer Diskussionsprozess erfolgen werden kann.

 

 

gez. Ratsherr Stefan Kruber

gez. Ratsherr Rainer Kreutz     f.d.R.

CDU-Ratsfraktion

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